Teufelskralle - Herkunft, Aussehen und Wirkung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 25. Januar 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Teufelskralle - Herkunft, Aussehen und Wirkung

Die Teufelskralle, oder lateinisch Harpagophytum procumbens genannt, ist eine sehr anspruchslose Pflanze, weshalb sie auch in der Savanne von Namibia und Südafrika überleben kann. Dort wird sie schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze bei Magen-Darm-Beschwerden, Schmerzen oder Fieber eingesetzt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll die Pflanze von einem Deutschen nach Europa gebracht worden sein.

Inhaltsverzeichnis

So sieht die Teufelskralle aus

Die Teufelskralle (Teufelskrallenwurzel) wirkt entzündungshemmend.

Die Teufelskralle ist eigentlich eine knollige Wurzel. Aus dieser ragen Triebe mit einer Länge von bis zu 1,5 Metern und graugrünen, gelappten Blättern. Daran wachsen große rot/violett farbene Blüten, aus denen 15 Zentimeter lange Früchte entstehen, an denen verzweigte Arme mit Widerhaken wachsen.

Sie sind es auch, die der Pflanze ihren Namen geben. Die Haken können sich leicht in Tierfelle einhaken und diese damit schwer verletzen. Auf diese Weise verbreitet sich die Kralle auch.

Das sind ihre Inhaltsstoffe

An den Wurzelausläufern sammeln sich die Inhaltsstoffe der Pflanze, wie zum Beispiel die Iridoide, zu denen auch die ebenfalls in der Pflanze befindlichen Harpagoside gehören. Aber auch so genannte Phenolglykoside sowie Kohlenhydrate sind in der Teufelskralle enthalten.

Neben der Schmerzlinderung wirkt die Teufelskralle auch Verdauungsfördernd und regt den Appetit an. Hilfreich ist dies bei Völlegefühl oder Blähungen. Wer jedoch an einem Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür oder aber an Gallensteinen leidet, sollte eher die Finger von der Teufelskralle lassen.

Hier hilft die Teufelskralle

Studien haben die schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung der Heilpflanze belegen können. Verantwortlich dafür sind vermutlich die Harpagoside, die in der Pflanze enthalten sind. Eine schmerzlindernde Wirkung bei Arthrose, Rheuma oder Rückenschmerzen wird daher angenommen, ist jedoch noch nicht eindeutig bewiesen.

Das sollten Sie vor der Einnahme beachten

Nehmen Sie das pflanzliche Mittel nicht ein ohne dies vorher mit ihrem Arzt abzustimmen. Zudem kann es eine Standardtherapie gegen Gelenkbeschwerden oder Rheuma nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzend wirken. Und man muss geduldig sein. Denn eine Wirkung ist in der Regel erst nach mehreren Wochen zu erwarten. Bei akuten Schmerzen sollten Sie daher zu anderen Arzneimitteln greifen. Stimmen Sie auch dies stets vorab mit Ihrem Arzt ab.

Rezeptfreie Medikamente mit Bachblüten und Teufelskralle


Bücher über Teufelskralle und Heilpflanzen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Teufelskralle - Herkunft, Aussehen und Wirkung?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?