Taubenkropf-Leimkraut

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. September 2016
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Das Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris), das auch als Blasen-Leimkraut oder Klatschnelke bekannt ist, gehört zur Familie der Nelkengewächse. Das Taubenkropf-Leimkraut zählt zu den Leimkräutern, ist jedoch nicht klebrig. Es wird gern genutzt, um verschiedene Beschwerden zu lindern.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Die Heilpflanze Taubenkropf-Leimkraut hilft u.a. bei Entzündungen des Halses, der Augen und der Haut.

Beim Taubenkropf-Leimkraut handelt es sich um eine bis zu 60 Zentimeter hohe, krautige und tief wurzelnde Pflanze. Sie kann sich daher auch bei trockenen Bedingungen gut mit Wasser versorgen. Der Gattungsname resultiert aus dem aufgeblasenen Kelch. Das Kraut verfügt über einen gabligen Blütenstand, wobei die Blüten leicht nickend sind und der Kelch weiß oder rosa ist. Es gibt weibliche, männliche oder zwittrige Blüten. Die weiblichen Blüten haben drei lange Griffel und die männlichen verfügen über Staubblätter.

Die Blütezeit ist von Juni bis September. Die Blüten blicken alle in eine Richtung. Werden sie im noch geschlossenen Zustand zwischen dem Zeigefinger und Daumen zusammengedrückt, ist ein lautes Knackgeräusch zu hören. Die Stängel sind beim Taubenkropf-Leimkraut aufrecht und wenig verzweigt, die Blätter kahl, bläulich-grün und oval-lanzettlich. Die Stängelblätter können sieben und die Grundblätter vier Zentimeter groß werden. Das Taubenkropf-Leimkraut verfügt über sehr stark duftende Blüten, wodurch Schmetterlinge, Hautflügler etc. angelockt werden. Für Hummeln ist der Nektar jedoch nicht erreichbar. Sie beißen daher das Blütenende, um somit zum Nektar zu gelangen. Die Blüte wird nicht bestäubt.

Vorkommen und Anbau

Das Taubenkropf-Leimkraut ist in Westasien bzw. in den gemäßigten Breiten Europas zu finden. Zudem wächst es in Nordamerika, Nordafrika und Australien. Die Pflanze wächst vorwiegend auf trockenen Wiesen oder Wegen sowie auf Kies bis zu 2000 Meter. Sie bevorzugt kalkhaltige Böden und sonnige Standorte. Das Taubenkropf-Leimkraut ist relativ anspruchslos. Die Staude eignet sich auch optimal für Wild- bzw. Steingärten. Sie blüht den gesamten Sommer über und ist daher ein toller Blickfang. Das Taubenkropf-Leimkraut vermehrt sich über den Samen, durch Ableger sowie über Wind- oder Selbstausbreitung. Die winterharte Pflanze benötigt keinen Dünger. Wird das Taubenkropf-Leimkraut einmalig gemäht, bringt die Pflanze manchmal sogar eine Nachblüte hervor. Unterarten sind vom Taubenkropf-Leimkraut zum Beispiel das Gewöhnliche Taubenkropf-Leimkraut, Kies-Leimkraut und Strand-Leimkraut.

Anwendung und Wirkung

Das Taubenkropf-Leimkraut bietet vielfältige Möglichkeiten der Anwendung. Die Blätter und die jungen Triebe enthalten Vitamin C und Vitamin A und können vor der Blüte für die Zubereitung eines Salats mit hart gekochten Eiern, in einer Suppe, im Spinat oder als Zutat in einem Kräuterquark verwendet werden. Die Speisen erhalten dadurch einen angenehm mild-würzigen Geschmack. Die Blätter vom Taubenkropf-Leimkraut können fein geschnitten auch mit aufgeschlagenen Eiern vermischt zu einem Omelette oder Rührei verarbeitet werden.

In Italien werden die Blätter auch sehr gern für Pasta- und Risottogerichte verwendet. Die etwas fleischigen Blätter sowie die jungen Triebe können roh verwendet werden, aber es ist auch möglich, sie zu blanchieren, in Butter zu dünsten und ganz nach Belieben weiter zu verwenden. Die Pflanze wurde früher schon bei Erkrankungen der Haut, einem festsitzenden Husten und zum Anregen des Stoffwechsels eingesetzt. Die Wurzel-Abkochung ist ideal für Waschungen oder Bäder, um einer spröden, trockenen und leicht entzündeten Haut entgegenzuwirken.

Wogegen hilft Taubenkropf-Leimkraut?

Bedeutung für die Gesundheit

Das Taubenkropf-Leimkraut bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Die Pflanze eignet sich zum Beispiel für eine Frühjahrskur sehr gut. Hierfür werden die jungen Triebe in einer Suppe verwendet bzw. als Gemüse verzehrt. Die Größe der Triebe sollte unter fünf Zentimeter betragen. Dadurch wird der Stoffwechsel optimal angeregt. Die Triebe schmecken anfangs leicht herb und im Laufe der Zeit werden sie bitter. Bei Problemen mit der Haut kann eine Abkochung der Wurzel für Bäder oder Waschungen genutzt werden.

Die Wurzel der Pflanze wird ausgegraben, im Anschluss gereinigt und an einem warmen und luftigen Ort getrocknet. Danach wird sie in Stücke geschnitten. Für einen Absud aus Taubenkropf-Leimkraut wird ein Löffel der Wurzel mit 300 ml Wasser angesetzt. Dies muss einige Stunden ziehen, bevor der Ansatz anschließend zum Sieden gebracht wird. Nach dem Abseihen eignet sich der Absud als angenehmer Zusatz für ein Teil- oder Vollbad. Um einen Tee aus dem Taubenkropf-Leimkraut zuzubereiten, wird ein Teelöffel der zerkleinerten Wurzel mit 300 ml heißem Wasser übergossen.

Nach einer Ziehzeit von drei Minuten wird der Tee abgeseiht. Davon können pro Tag ein bis zwei Tassen getrunken werden. Dies soll hilfreich bei einem festsitzenden Husten, zur Anregung des Stoffwechsels sowie zur Förderung der Menstruation sein. Das Taubenkropf-Leimkraut enthält Mineral- und Bitterstoffe, Vitamine und Saponine. Es kann bei Stoffwechselerkrankungen, beispielsweise Diabetes Typ 2, Entzündungen der Augen und Hautkrankheiten verwendet werden.

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