Türkischer Drachenkopf

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. September 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Türkischer Drachenkopf

Der Türkische Drachenkopf ist eine Pflanze, die zwischen 20 und 40 Zentimeter hoch werden kann und sich durch bezaubernde blauviolette Blüten auszeichnet. Neben der Attraktivität im Garten dient sie zudem auch als gesundheitsfördernd, was auch im Folgenden näher betrachtet wird.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Die Heilpflanze Türkischer Drachenkopf hilft u.a. bei Bauchschmerzen wie Magen-Darm-Krämpfen.

Der Türkische Drachenkopf - auf lateinisch Dracocephalum moldavica - gehört zu der Gattung der Drachenköpfe, die wiederum der Familie der Lippenblütler angehören. Diese Pflanze ist unter anderem auch bekannt als Moldawien-Drachenkopf oder auch als Moldawische Melisse.

Es handelt sich dabei um eine bis zu 40 cm hohe Pflanze, die in der Regel im Juli und August blüht. Bei den Blütenständen handelt es sich dann um sogenannte aus vier Blüten bestehenden Scheinquirlen.

Die Früchte der Pflanze können ungefähr 2,5 mm lang werden. Der Name des Türkischen Drachenkopfes lässt unterdessen nicht ganz das erwarten, was wirklich hinter ihr steckt. Denn der Türkische Drachenkopf hat seinen Namen einzig und allein aufgrund der Form der blauvioletten Blüte erhalten. Er kann als Getränk zubereitet werden und wirkt ganz beruhigend und ausgleichend und somit keineswegs drachenhaft.

Vorkommen und Anbau

Der Türkische Drachenkopf fand im 16. Jahrhundert seinen Weg von Istanbul - damals noch Konstantinopel - nach Mitteleuropa und hat seit dem ihren Platz auch in den hiesigen Gärten gefunden. Ganz gleich ob in Steingärten, Staudengärten oder in Blumenbeeten macht sie als Zierpflanze einen attraktiven Eindruck und bildet eine zudem angenehm duftende Bienenweide. Die weite Verbreitung hat der Türkische Drachenkopf auch seiner positiv gemeinten Anspruchslosigkeit zu verdanken, denn er benötigt keine besonderen klimatischen Bedingungen, um sich wohl zu fühlen.

Allerdings mag er die Wärme und wächst daher besonders gut auf kalkhaltigen Böden, die von möglichst viel Sonnenschein bedacht werden. Eher als ungeeignet haben sich schwachsaure Erde, Staunässe und ein hoher Anteil an Ton im Boden erwiesen. Der optimale Anbau vom Türkischen Drachenkopf sollte im April oder Mai erfolgen. Dabei sollte ein Abstand von ungefähr 20 Zentimeter sowie eine Tiefe der Saat von maximal 3 Zentimeter beachtet werden.

Anwendung und Wirkung

Der Türkische Drachenkopf riecht wie Zitronenmelisse und wurde lange Zeit auch wie diese verwendet, weil man sie wahrscheinlich damit gleichgesetzt hat. Nach der Trocknung bleibt beim Türkischen Drachenkopf allerdings mehr Aroma erhalten als bei der Zitronenmelisse. Die heilsamen Wirkungen gehen insbesondere auf die enthaltenen ätherischen Öle zurück. So enthalten die Blätter und Triebspitzen des Türkischen Drachenkopfes bis zu 0,5 Prozent ätherische Öle, die sich aus verschiedenen Stoffen zusammen setzen.

Dabei macht das Citral 30 Prozent aus, 45 Prozent entfallen auf das Geranylacetat, 11 Prozent auf Geraniol und weitere Stoffe bilden beispielsweise mit 3,2 Prozent das Nerylacetat und mit 0,4 Prozent das Nerol. Um die bestmöglichen Wirkungen zu erzielen, bietet sich der Spross zur zeit der Blüte als perfekter Zeitpunkt für die Ernte an. Die medizinische Anwendung vom Türkischen Drachenkopf erfolgt in Form eines zubereiteten Tees, dem das Kraut hinzugefügt wird. Für die Zubereitung des Tees sollten am besten 1 bis 3 Teelöffel vom Türkischen Drachenkopf verwendet werden. Über diese werden dann ungefähr 150 ml heißem Wasser gegossen. Abgedeckt sollte der Tee dann um die 10 Minuten ziehen, bevor das Kraut herausgesiebt und der Tee genossen wird.

Die Einnahme des Tees sollte mehrmals täglich erfolgen, wobei jedes Mal das Getränk frisch zubereitet werden sollte. Es muss auch kein reiner Tee aus dem Türkischen Drachenkopf zubereitet werden. Er kann auch durchaus unproblematisch den eigenen schon vorhandenen Teemischungen hinzugefügt werden, um nicht nur von der heilsamen Wirkung, sondern auch von seinem attraktiven Aroma zu profitieren. Nicht selten wird er auch für die Herstellung von Likören verwendet oder auch als Gewürz für andere Getränke, Kuchen oder Nachspeisen genutzt. Die heilsame Wirkung bleibt bestehen und gibt viel Raum für Experimente. Wo immer man den Türkischen Drachenkopf einsetzt und verarbeitet, wird man überall eine positive Wirkung, einen angenehmen Geschmack und teilweise auch eine farbliche Note erzielen.

Wogegen hilft der Türkische Drachenkopf?

Bedeutung für die Gesundheit

Der Türkische Drachenkopf - als Tee zubereitet - hat eine der Zitronenmelisse ähnliche beruhigende, ausgleichende und krampflösende Wirkung. besonders häufig wird diese Pflanze in der Volksmedizin daher auch bei Problemen mit dem Magen oder Bauchschmerzen und -krämpfen angewendet. Durch die Einnahme eines mit dem Türkischen Drachenkopf zubereiteten Tees wird die Tätigkeit sowohl der Galle als auch der Leber angeregt. Dadurch wird ein höheres Maß an Magensaft gebildet und genau diese Tatsache führt dann dazu, dass sich Krämpfe im Darm oder Magen schneller lösen können.

Rezeptfreie Naturheilmittel und Homöopathie

 

Bücher über Heilpflanzen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Türkischer Drachenkopf?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?