Steroide

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. November 2014
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Als Steroide werden in pflanzlichen und tierischen Lebewesen vorkommende chemische Substanzen bezeichnet, die ihre Abstammung vom Steran, einem Kohlenwasserstoff haben. Anabole Steroide (Anabolika-Präparate) gehen auf das männliche Sexualhormon Testosteron zurück. Aufgrund der begünstigenden Wirkung auf den Muskelaufbau ist der Konsum von anabolen Steroiden bei Freizeitsportlern enorm angestiegen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Steroide?

Steroide werden als so genannte Abkömmlinge oder Derivate des Kohlenwasserstoffs benannt. In der Natur kommen verschiedene Steroidarten vor, die sich nicht alle im menschlichen Organismus befinden.

Als die für den Menschen typischen Steroide sind das Cholesterin im Zusammenhang mit dem Fettstoffwechsel sowie die so genannten Glucocorticoide von enormer Bedeutung. Neben dem Cholesterin gelten ebenfalls Hormone, welche das Sexualverhalten des Menschen steuern und einige Vitamine als Stoffe, welche der Klasse der Steroide zugeteilt werden.

Im Stoffwechsel des Menschen spielen Steroide in der Hinsicht eine wichtige Rolle, wenn sie in speziellen Abbauvorgängen in der Leber in ihre einzelnen Bestandteile aufgespalten werden. Die Leber und deren Anhangsorgan, die Galle, sind die zentralen Organe, welche für die Ausscheidung der Abbauprodukte der Steroide verantwortlich sind.

Steroide in der Medizin

Steroide gelten in der medizinischen Therapie als äußerst wirk- und heilsame Substanzen, die überwiegend in Form von verschiedenen Arzneimitteln verabreicht werden können. Indiziert ist die Gabe von Steroiden meist dann, wenn Knochenbrüche geheilt werden sollen. Im Bezug auf die Stabilisierung und Verfestigung der Knochensubstanz spielen Steroide auch bei der Therapie der Osteoporose, dem sogenannten Knochenschwund, eine entscheidende Rolle.

In der medizinischen Praxis hat sich gezeigt, dass Steriode in der Lage sind, heilende Wirkungen bei einigen Erkrankungen zu erzielen, welche durch Bakterien hervorgerufen werden. Dies gilt für die Hirnhautentzündung, ausgelöst durch Meningokokken. Als Wirkstoff wird das sogenannte Kortison verwendet.

Mit Steroiden, die in Salben verarbeitet werden, werden hervorragende Heilungs- und Linderungserfolge im Rahmen der Therapie von Wundheilungsstörungen und verschiedenartigen Hauterkrankungen erzielt. Asthmatiker und Rheumatiker werden darüber hinaus ebenfalls mit Steroiden behandelt. Bei Beschwerden durch Asthma werden die Steroide durch das Inhalieren beispielsweise von angereichertem Wasserdampf aufgenommen und unmittelbar zum Wirkungsort befördert.

Anabole Steroide für Muskelaufbau

Steroide sind in Form der als anabolische Steroide bezeichneten Substanzen, die aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron gewonnen werden, als äußerst wirksame Ergänzungsstoffe bekannt. Zunächst gelten Steroide der anabolen Art im Sport (Bodybuilding, Krafttraining) als Mittel zum Muskelaufbau und zur Reduzierung des Körperfettanteils. Dies ist deshalb möglich, weil anabole Steroide die Einlagerung von Muskeleiweiß, welches als Grundlage das Dickenwachstum der Muskelfasern (Hypertrophie) dient, steigert.

Wenn intensiv Muskeltraining betrieben wird, dann erhöht sich bei gleichzeitiger Einnahme von Steroiden die Muskelmasse ganz erheblich. Aus diesem Grund werden Steroide beispielsweise als Nahrungsergänzungsmittel in pulverisierter Form, als Supplemente oder anderen Darreichungen aufgenommen.

Steriode erhöhen nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit und begünstigen den Muskelaufbau, sondern beeinflussen auch die psychische Verfassung (Steigerung der Aggressivität).

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Risiken und Nebenwirkungen

Neben den zahlreichen positiven Effekten, die durch Steroide erzielbar sind, gelten die Risiken und Nebenwirkungen als besonders bedenklich.

Wegen der Beeinflussung der inneren und äußeren geschlechtlichen Merkmale eines Menschen, die sich in körperlichen, geschlechtsunspezifischen Veränderungen zeigen, sind Steroide gleichsam für ihre suchtfördernde und eine Abhängigkeit erzeugende Nebenwirkung bekannt.

So gibt es Frauen, die durch die Einnahme von Steroiden fast vollständig ihre optische weiblichkeit verloren haben. Selbst Stimme und Sprache wirken maskulin.

Außerdem kann eine unsachgemäße Einnahme auf lange Zeit zu Leber- und Nierenschäden führen. Typische Nebenwirkungen können außerdem, aufgrund eines gestörten Hormonhaushalts, äußerliche Hautirritationen (z.B. Akne) sein.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

ello kommentierte am 29.02.2016 um 17:24 Uhr

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