Steife Gelenke (Gelenksteife)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. Juni 2017
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Ohne eine Vielzahl beweglicher Funktionssysteme, welche sich zwischen den einzelnen Knochen befinden, würden die Menschen nur über einen starren Körper verfügen. Diese Tatsache stellt sich ein, wenn die gelenkigen Verbindungen so erkrankt sind, dass sich steife Gelenke bzw. eine Gelenksteife manifestieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Gelenksteife?

Für die Gelenksteife gibt es in der Medizin und in den Pflegebereichen verschiedene Ausdrucksformen - z.B. die Kontraktur und die Ankylose. Kommt es zu einer Gelenksteife, muss nicht bei jedem Patienten eine komplette Versteifung und Unbeweglichkeit auftreten.

Steife Gelenke können auch nur partiell in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sein. Bei der Diagnose steife Gelenke werden unterschiedliche Formen untersucht, welche als fibröse, knöcherne oder kongenitale Gelenksteife in Betracht kommen. Außerdem kann die Gelenksteife sowohl akut als auch chronisch auftreten.

Ursachen

Die Ursachen für steife Gelenke sind zum Teil recht einfach zu verstehen, andererseits gibt es jedoch Auslöser, welche sehr komplex sind. Zu den recht häufig vorkommenden Ursachen für steife Gelenke gehören längere Ruhephasen, welche beispielsweise nach anhaltender Bettruhe oder durch Fixierungen der Gelenke typisch sind.

Als gefährliche und meist nicht zu vermeidende Folgeerscheinungen von Lähmungen der Muskulatur kommt es bei einem überwiegenden Anteil der Betroffenen zu einer lokalen Gelenksteife. Treten steife Gelenke durch eine Kontraktur oder Verkürzung der Bänder, Sehnen und Muskeln auf, ist das Gelenk an sich unbeschädigt.

Übliche Kausalitäten bestehen hierbei zwischen einer Gelenksteife und verhärteten, unelastischen Narbenbildungen oder sogenannten Hautverwachsungen. Diese können durch entzündliche Prozesse des Binde- oder des Hautgewebes oder der Gelenke selbst entstehen. Im Gegensatz dazu wird eine Ankylose durch Störungen der Durchblutung, die Gicht, eine Arthrose oder durch einen natürlichen Gelenkverschleiß verursacht.

Krankheiten mit Gelenksteife

Symptome und Verlauf

Die Gelenksteife ist eine Erkrankung, welche sich zu Beginn zunächst in den kleinen Gelenken der Finger manifestiert. Typisch für steife Gelenke ist die Morgensteifigkeit, die im Laufe des Tages wieder verschwindet. Im fortschreitenden Stadium kommt es bei der Gelenkversteifung zu Schmerzen und Bewegungsdefiziten der größeren Körpergelenke sowie lokalen Schwellungen.

Eine Gelenksteife ist meist ein eigenes Krankheitszeichen für das Vorliegen einer rheumatoiden Arthritis und kann in diesem Bezug auch mit einer zunehmenden Temperatur und Rötung der betroffenen Regionen einhergehen. Treten steife Gelenke auf, kann eine normale Stellung der involvierten Extremitäten nicht mehr eingenommen werden (Spitzfußkontraktur als Pflegefehler bei unsachgemäßer Lagerung bettlägeriger Menschen). Es kommt durch eine Gelenksteife somit zu Fehlstellungen, welcher ein Funktionsverlust folgen kann.

Diagnose

Eine umfassende und gezielte Diagnostik bei Gelenksteife ist unumgänglich, um die Therapie professionell planen zu können. In diesem Zusammenhang muss der behandelnde Facharzt sich davon in Kenntnis setzen, welche Funktionssegmente bei einer Gelenksteife therapiert werden müssen, um diese zu beseitigen. Um zu erkennen, ob die Weichteile des Gelenks, knöcherne oder knorpelige Areale bei einer Gelenksteife involviert sind, werden zum überwiegenden Teil aussagekräftige Aufnahmen mit einem Röntgenverfahren gemacht.

Auch die Magnetresonanztomografie kann zur Abklärung hinzugezogen werden. Bei einem bestimmten Teil der Patientinnen und Patienten, welche unter den Symptomen der Gelenksteife oder unter steifen Gelenken leiden, werden medizinische Technologien wie eine Arthrografie oder eine Arthroskopie durchgeführt. Erwähnenswert ist zudem die diagnostische Bedeutung der Thermografie bei einer Gelenksteife.

Komplikationen

Die Eisenspeicherkrankheit führt in den meisten Fällen zu Folgeschäden und zu irreversiblen Komplikationen. In der Regel kommen diese Komplikationen allerdings erst dann zustande, wenn die Eisenspeicherkrankheit über mehrere Jahre beim Patienten auftritt. Sie kann dabei zu Organschäden führen und damit schließlich die Lebenserwartung des Patienten erheblich verringern. Die Betroffenen leiden dabei an einer allgemeinen Schwäche und Müdigkeit. Ebenso kommt es zu einer Abgeschlagenheit und die Belastbarkeit des Patienten wird durch die Eisenspeicherkrankheit deutlich verringert.

Die Gelenke werden steif und schwellen an, wodurch es zu Bewegungseinschränkungen kommen kann. Nicht selten treten durch die Krankheit auch Herzbeschwerden auf, sodass es im schlimmsten Falle zu einer Herzinsuffizienz oder zum Herztode kommen kann. Die Lebensqualität des Patienten wird durch diese Krankheit deutlich eingeschränkt. Die Krankheit kann ohne Komplikationen behandelt werden. In akuten Notfällen wird direkt Blut entnommen, um die Eisenmenge zu reduzieren. Weiterhin ist auch eine kausale Therapie der Eisenspeicherkrankheit notwendig, damit es zu keinen Folgeschäden kommt.

Behandlung und Therapie

Sind die Ursachen für die eingeschränkte Funktion bei der Gelenksteife eindeutig erfasst, kann eine Behandlung eingeleitet werden. Bei einer Gelenksteife durch bestehende Kontraktionen von umgebender Muskulatur, der bindegewebigen Gelenkkapseln, den Sehnen und Bändern kann eine physiotherapeutische Behandlung einen gewissen Besserungseffekt erbringen. Je nachdem, in welchem Gelenk die Kontrakturen mit einer Gelenksteife verbunden sind, gehören auch ergotherapeutische Maßnahmen zu den als wichtig erachteten Methoden.

Passive Bewegungen durch Massagen und leichtes manuelles Dehnen nach vorhergehender Lockerung und Erwärmung der involvierten Regionen kann eine Gelenkversteifung ebenfalls beheben. Günstig sind je nach Ausprägung und Vorausschau auf einen Heilungserfolg ebenfalls die Streckschienen oder motorgestützte Bewegungselemente. Diese Therapie ist sehr langwierig und kann unter Umständen schmerzhaft sein. Ergibt sich kein zufriedenstellendes Resultat, kann eine Gelenkversteifung auch operativ gelöst werden.



Vorbeugung

Um vorbeugend gegen eine Gelenkversteifung arbeiten zu können, ist die sogenannte Kontrakturenprophylaxe eine adäquate Variante, welche das Risiko von Gelenkversteifungen minimieren soll.

Neben einer regelmäßigen Mobilisation und einem passiven Gelenktraining ist die richtige Lagerung der betroffenen Extremitäten wichtig. Immobile Menschen sollen zudem zu einer begrenzten körperlichen Aktivität bei täglichen Verrichtungen heran gezogen werden.

Eine Gelenksteife kann zudem in einem gewissen Maß verhindert werden, wenn die Gelenke durch eigene Bewegungen oder durch geschulte Hände durchbewegt werden. Darüber hinaus können die Verabreichung von Schmerzmitteln und die Reduzierung von Übergewicht verhindern, dass die Betroffenen unter extremem Bewegungsmangel leiden und steife Gelenke ausprägen können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Ian kommentierte am 05.07.2017 um 21:13 Uhr

Ich habe mir bei einem Unfall den rechten, kleinen Finger (Mittelgelenk) ausgerenkt. Er wurde gleich wieder eingerenkt und am nächsten Morgen von einer Assistenzärztin geröntgt. Diagnose: Zwei kleine, knöcherne Ausrisse, ein ordentliches Hämatom, ganzer Finger, sonst alles in Ordnung. Danach eine blaue Einzelfingerschiene zur Ruhigstellung für vier Wochen. Nach zwei Wochen Schiene ab für drei Tage (Krankenschwestern haben Voltaren mehrmals täglich vorsichtig drauf gemacht) und während dieser ganzen Zeit wurde der Finger geschont und nicht belastet! Dann ärztliche Kontrolle (aber ohne Röntgen) - Ergebnis: Nur noch Schwellung; wieder Voltaren und Schiene drauf für weitere zwei Wochen. Dann Schiene ab und ein Handchirurg stellte per Röntgen aber fest, dass der Finger ausgerenkt war. Wie ist das denn nur möglich? Der Finger war doch bereits eingerenkt und wurde nie belastet. Anschließend Operation. Ergebnis: Offene Repositionierung/Gelenktoilette und Fixation mit Kirschnerdraht; Ruhigstellung in Sandwichschiene für sechs Wochen. Vor fünf Tagen kam die Schiene weg. Der kleine Finger ist jetzt ganz krumm und unbeweglich, vor allem das Mittelgelenk ist verhärtet und versteift. Es lässt sich, weder passiv noch aktiv, nennenswert bewegen - maximal 2 bis 3 Millimeter in Richtung Handfläche. Bleibt das jetzt so? Ein krummer, unbeweglicher Finger. Was kann ich nur tun? Wer weiß einen Rat?

meggy kommentierte am 19.09.2015 um 07:26 Uhr

Man sagte mir, ich habe zwei Tennisarme. Bei dem einem wurde es wieder von alleine besser. Der andere wird immer schlimmer. Ohne Schmerztabletten ist mir kein Arbeiten möglich. Ich mache Rehasport, danach geht es mir stundenlang besser. Was kann man noch machen?