Stechpalme

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. September 2016
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Die Stechpalme verfügt über ganzjährig grünendes Blattwerk, das sich optimal eignet, um als ein natürliches Heckenelement oder ein Zierobjekt auf einer Terrasse eingesetzt zu werden. Typisch ist auch das kompakte, gedrungene Wuchsverhalten. Doch ebenso in gesundheitlicher Hinsicht bietet die Stechpalme verschiedene Vorteile.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Die Stechpalme ist giftig! Lediglich Extrakte oder homöopathische Dosierungen der Pflanze werden gegen Grippe, Fieber und Rheuma eingesetzt.

Die Stechpalme gehört nicht, wie es der Name vermuten lässt, zu den echten Palmen. Der Namensteil "Palme" resultiert aus der Verwendung des Baums in einer christlichen Tradition: Hier werden am Palmsonntag in Teilen der christlichen Welt die Zweige von verschiedenen Weiden, vom Buchsbaum, von der Stechpalme und anderen Pflanzen als "Palm" geweiht. Die Stechpalme zählt zu den immergrünen, aufrecht wachsenden Sträuchern oder Bäumen, die bis zu 15 Meter hoch und 300 Jahre alt werden können.

Die Stechpalme ist in West- und Mitteleuropa heimisch. Einige Sorten sind beliebte Zierpflanzen in Gärten oder Parkanlagen. Die Pflanzen sind zweihäusig. Dies bedeutet, dass es weibliche und männliche Stechpalmen gibt. Allerdings trägt nur die weibliche Stechpalme Früchte. Die Blätter sind oval, dick und ledrig. Sie verfügen am Rand über bis zu sieben Stacheln. Die Form des Blattes variiert nach oben hin. Die weißen Blütenblätter der Stechpalme stehen in den Blattachseln und haben vier Blütenblätter.

Die Früchte sind rot, beerenartig und etwa so groß wie eine Erbse. Sie erscheinen im Herbst und leuchten im Winter. Dies ist schon von weitem sichtbar. Oftmals hängen die Früchte der Stechpalme bis in den nächsten Frühling noch am Strauch. Die Stechpalme ist ein wunderschönes Gewächs, an dem sich viele Menschen ebenso in der kargen Jahreszeit sehr erfreuen. Beim Sammeln ist zu berücksichtigen, dass die Stechpalme in vielen Ländern von Europa unter einem strengen Naturschutz steht.

Vorkommen und Anbau

Die Stechpalme findet sich im Mittelmeerraum, in Nordafrika und Südosteuropa in hohen Lagen sowie mit einem entsprechenden Klima. In Mitteleuropa wächst die Pflanze nur bis 1.800 Meter. Die Stechpalme bevorzugt kalkarme, nährstoffreiche Böden. Die Strauchform wächst in Mischwäldern, wobei die Stechpalme in Deutschland, wo sie nach der Bundesartenschutzverordnung geschützt ist, im Alpenvorland, westlich des Rheins und im nördlichen Tiefland verbreitet ist. Sie gedeiht an schattigen, halbschattigen, aber auch vollsonnigen Standorten und einem tiefgründigen, humusreichen, am besten kalkfreien Boden. Wichtig ist lediglich, dass dieser niemals vollständig austrocknet. Lange Trockenperioden oder eine Staunässe verträgt die Stechpalme nicht. Sie ist im Allgemeinen frosthart.

Anwendung und Wirkung

Aufgrund des hohen Zierwertes wird die Stechpalme zur Weihnachtszeit sehr gern genutzt, um Gestecke und Kränze zu verschönern. Hierbei sind nicht nur die Blätter, sondern insbesondere die roten Beeren dank ihrer leuchtenden Farbe ein wunderschöner Anblick. Auch in einem festlichen Blumenstrauß bilden die Beeren einen attraktiven Blickfang. Bei Kindern im Haushalt ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Blätter und Beeren enthalten Urolsäure und Polyphenole.

Der Verzehr dieser Giftstoffe führt zu Durchfall, Erbrechen sowie sonstigen Beschwerden des Magen- und Darmbereichs. Die ersten Beschwerden können schon nach dem Verzehr von zwei Beeren auftreten, wobei 20 bis 30 Beeren bereits lebensbedrohlich sein können. Die Stechpalme wird zudem als immergrüne Hecke im Garten sehr gern als hübscher Sichtschutz eingesetzt. Vögeln bietet die Stechpalme in der Form eines Nistplatzes oder Versteckes einen guten Schutz. Zudem bieten die Beeren vielen Vögeln im Winter als Nahrungsquelle.

Wogegen hilft die Stechpalme?

Bedeutung für die Gesundheit

Die Stechpalme wird innerlich und äußerlich angewendet. In der Volksheilkunde wird sie beispielsweise bei einer fieberhaften Erkältung und Grippe als Abkochung eingesetzt. Zudem sollen die Beeren harntreibend sein. Dies erklärt auch die vermutete Wirkung bei Gicht, Rheuma und Nierensteinen. Auch Husten und Fieber zählen zu den Erkrankungen, die mit den Blättern der Stechpalme behandelt werden.

Für die Psyche leistet die Pflanze ebenso gute Dienste, da sie dabei hilft, ausgeglichener und ruhiger zu werden. Die Stechpalme wird außerdem gern bei einem Seitenstechen angewendet. Im Allgemeinen soll sie erkältungslindernd, fiebersenkend, auswurffördernd, krampflösend, harntreibend, darmregulierend, rheumalindernd und tonisierend wirken. Auch bei Brüchen und Beulen sollen Abkochungen hilfreich sein.

Da die Blätter der Stechpalme im Vergleich zu den Beeren die giftigen Stoffe im geringeren Maße enthalten, werden lediglich diese verwendet, um die verschiedenen Beschwerden zu lindern. Die Blätter können des Weiteren bei einer Müdigkeit und Schwäche wirken, sodass sie sich für verschiedene Teemischungen eignen, die den Körper allgemein stärken. Die Anwendungen mit Heilkräutern haben zwar häufig eine positive Wirkung auf die verschiedenen Beschwerden, dennoch ist es ratsam, im Vorfeld stets Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

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