Stechen im Kopf

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. Oktober 2016
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Das Stechen im Kopf ist eine von ungefähr 250 verschiedenen bekannten Kopfschmerzarten. Es tritt sowohl als Symptom als auch als eigenständige Erkrankung auf. Manchmal erzeugt es die stärksten möglichen Schmerzen, die ein Mensch noch ertragen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Stechen im Kopf?

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Das Stechen im Kopf äußert sich jedoch nicht einheitlich. Es stellt einen extrem konzentrierten Schmerz im Kopfbereich dar. Dieser Schmerz kann plötzlich einsetzen und nach kurzer Zeit wieder verschwinden oder als dauerhafter stechender Kopfschmerz in Erscheinung treten. Zuweilen ist es schwierig, ihn von anderen Schmerzarten abzugrenzen.

Häufig kommt das Stechen im Kopf im Zusammenhang mit anderen Kopfschmerzformen vor. Es gibt jedoch auch Erkrankungen, deren einziges Symptom der stechende Kopfschmerz ist. In einigen Fällen kann das Stechen im Kopf so unerträglich werden, dass die Lebensqualität erheblich darunter leidet.

Ursachen

Es gibt vielfältige Ursachen für ein Stechen im Kopf. Bisher ist der genaue Mechanismus für dessen Entstehung nicht bekannt. So gibt es primäre und sekundäre Formen von Kopfschmerzen. Während die primären Schmerzen als eigenständige Erkrankungen gelten, stellen sekundäre Kopfschmerzen Symptome anderer Grunderkrankungen dar.

Von den Schmerzen sind nur schmerzempfindliche Kopforgane, wie Hirnhäute, Hirnnerven oder Blutgefäße im Hirn, betroffen. Zu den primären Kopfschmerzerkrankungen, welche auch stechende Schmerzen beinhalten, gehören unter anderem die Migräne, der Cluster-Kopfschmerz, die Trigeminusneuralgie oder die paroxysmale Hemikranie. So tritt bei ungefähr 40 Prozent der Migräne-Patienten und bei 30 Prozent der Patienten mit Cluster-Kopfschmerzen auch ein Stechen im Kopf auf.

Ein Migräne-Anfall kann mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen andauern. Dabei tritt neben Übelkeit und Erbrechen ein halbseitiger pulsierender Kopfschmerz auf, der auch durch stechende Schmerzen begleitet sein kann. Der Cluster-Kopfschmerz zeichnet sich durch intervallartig auftretende Schmerzattacken mit langen schmerzfreien Perioden aus.

Die Trigeminusneuralgie wiederum ist durch extrem starke, aber meist nur sehr kurzzeitig anhaltende stechende Schmerzen charakterisiert. Auch bei der paroxysmalen Hemikranie treten anfallsartig stichartige Kopfschmerzen auf, wobei es am Tag bis zu 40 Anfällen kommen kann. Sekundäre Kopfschmerzen sind Symptome anderer Krankheiten, wie z. B. Erkrankungen der Wirbelsäule, der Augen oder der Zähne. Auch hier kann es teilweise zu einem Stechen im Kopf kommen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Tritt das Stechen im Kopf häufig auf, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Meist ist die Erkrankung zwar ungefährlich, aber sie schränkt aufgrund der starken Schmerzen die Lebensqualität erheblich ein. Um den Kopfschmerz und speziell den stechenden Schmerz behandeln zu können, ist es wichtig, dessen Ursache zu ergründen. Der Arzt kann oft bereits anhand der Symptome eine Verdachtsdiagnose aufstellen. So wird er sich während eines Patienten-Arzt-Gespräches den Verlauf und die Symptome der Erkrankung schildern lassen.

Des Weiteren spielen für ihn Vorerkrankungen und bestehende chronische Erkrankungen eine Rolle, um sich ein Bild zu machen. Da die Symptome von Migräne, Cluster-Kopfschmerz oder anderen primären Kopfschmerzerkrankungen relativ charakteristisch sind, kann der Arzt bereits meist während dieses Gespräches die Diagnose stellen. Bildgebende Verfahren sind in der Regel nicht notwendig. Sie leisten jedoch dann gute Dienste, wenn als Ursache des Stechens im Kopf andere Grunderkrankungen vermutet werden.

Behandlung

Die Behandlung des Stechens im Kopf richtet sich nach dessen Ursache. Die primären Kopfschmerzerkrankungen sind die Folge von Reizzuständen bestimmter Hirnnerven, welche jedoch nicht ursächlich behandelt werden können. In periodischen Abständen wird es immer wieder neben allgemeinen auch zu stechenden Kopfschmerzen kommen.

Das gilt sowohl für die Migräne, den Cluster-Kopfschmerz als auch für andere primäre Kopfschmerzerkrankungen. Die Behandlung kann nur symptomatisch sein und als Ziel die Schmerzfreiheit anstreben. So werden bei einem Migräne-Anfall schmerz- und entzündungshemmende Mittel aus der Wirkstoffgruppe der Nichtopioid-Analgetika und gleichzeitig spezielle Migränetherapeutika verabreicht. Die Migränemittel (meist Triptane) setzen direkt am ZNS an, um die Reizweiterleitung des Schmerzes zu unterdrücken. Auch bei den Cluster-Kopfschmerzen sind die Triptane die Mittel der Wahl.

Des Weiteren wird hier zur Akutbehandlung medizinischer Sauerstoff inhaliert. Durch die Sauerstoff-Behandlung verschwinden die Schmerzattacken innerhalb von 15 Minuten. Allerdings entfalten bei dieser Erkrankung traditionelle Schmerzmittel keine Wirkung. Bei anderen primären Kopfschmerzen stehen neben der Schmerzbehandlung mit Schmerzmitteln je nach Ursache auch operative Methoden zur Verfügung. Wenn das Stechen im Kopf die Folge einer anderen Grunderkrankung ist, steht dessen Therapie im Vordergrund.



Vorbeugung

Zur Vorbeugung vor einem Stechen im Kopf gibt es keine allgemeine Empfehlung. Bei Migräne haben sich jedoch Betablocker, Kalziumantagonisten oder Antiepileptika als Medikamente zur Verhinderung schwerer Anfälle bewährt.

Bei sekundären Kopfschmerzen, die sich beispielsweise als Stechen im Kopf äußern, gibt es in diesem Zusammenhang aufgrund der vielfältigen Ursachen für die entsprechenden Grunderkrankungen auch keine Vorbeugeempfehlung.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Anna Lena kommentierte am 22.10.2014 um 10:32 Uhr

Bei mir tritt dieser stechende Kopfschmerz in Stresssituationen mit extremem Lärmpegel auf. Geholfen hat mir das Ausruhen für mehrere Minuten in einem ruhigen Raum.

Carsten kommentierte am 15.01.2016 um 23:15 Uhr

Ich habe seit Mittwoch dieses Stechen am Hinterkopf wenn ich mir die Haare wasche. Es sticht so sehr, dass es weh tut. Das sind keine Kopfschmerzen. Was kann es sein?