Staudensellerie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. Mai 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Staudensellerie

Staudensellerie ist ein Gemüse, das sehr vielseitig einsetzbar ist und für Salate oder zum Würzen verwendet werden kann. Außerdem wirkt das Gemüse positiv auf das Herz-Kreislauf-System und bei Verdauungsstörungen.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Staudensellerie wissen

Staudensellerie zählt zur Familie der Doldenblütler und wird auch als Bleich- oder Stangensellerie bezeichnet. Die Pflanze verfügt nur über sehr kleine Knollen, hat aber kräftige Blattstiele. Bereits im alten Ägypten spielte der wildwachsende Sellerie eine wesentliche Rolle. Die Blätter und Blüten der Pflanze wurden den Gräbern beigegeben, außerdem war das Gemüse dem Gott der Unterwelt geweiht.

Bedeutung für die Gesundheit

Im Altertum bzw. im Mittelalter wurde Staudensellerie als harntreibendes Mittel eingesetzt. Darüber hinaus kann das Gemüse auch als Entwässerungs- und Blutreinigungsmittel verwendet werden.

Ideal ist Staudensellerie auch für Figurbewusste, da er kaum Kalorien bzw. Fett enthält. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Selleriesaft bei zu hohem Blutdruck eingesetzt, im Ayurveda wird er bei neurologischen Altersbeschwerden bzw. bei Verdauungsstörungen verwendet.

Als Antioxidans schützt der Staudensellerie den Verdauungstrakt, wobei vor allem die Magensäureproduktion unterdrückt wird. Wer also an Magenbeschwerden leidet, kann einen Sellerie-Tee zubereiten, wodurch überschüssige Magensäure neutralisiert wird.

Durch den im Staudensellerie enthaltenen Pflanzenstoff Phtolid kann auch das Herz-Kreislauf-System unterstützt werden, da sich dieser positiv auf die Blutgefäße auswirkt. Der hohe Gehalt an Apigenin kann des Weiteren die Vermehrung von Krebszellen stoppen und Entzündungen eindämmen. Da Staudensellerie auch sehr gut entschlackt, eignet er sich bestens zum Abnehmen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Besonders hervorzuheben ist der sehr hohe Kaliumgehalt des Selleries, wodurch er eine harntreibende Wirkung besitzt. Darüber hinaus enthält Staudensellerie antioxidativ wirksame Vitamine, wie beispielsweise Beta-Carotin und Vitamin C, außerdem sind im Gemüse auch hohe Mengen an Polyphenol enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Furocumarine, Phytosterine, Flavonoide oder Phenolsäuren.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 17 kcal/ 70 kj
Eiweiß 1,20 g
Kohlenhydrate 2,18 g
Fett 0,20 g
Wasser 92,27 g
Ballaststoffe 2,55 g
Beta-Carotin 2900 µg
Vitamin A 483 µg

Unverträglichkeiten

Vor allem Pollenallergiker leiden sehr häufig auch an einer Allergie gegen Sellerie, wobei die Symptome von Reizerscheinungen in Rachen und Mund bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen reichen. Der allergieauslösende Bestandteil wird dabei beim Kochen nicht zerstört, sodass auch gekochter Sellerie zu verschiedensten Beschwerden führen kann.



Einkaufs- und Küchentipps

Frischer Staudensellerie sollte keine Schimmelstellen, Verfärbungen oder Flecken aufweisen. Darüber hinaus sollte das Gemüse fest und knackig sein und bei leichtem Biegen nur wenig nachgeben. Frischer Staudensellerie hält sich im Kühlschrank etwa zwei Wochen.

Staudensellerie ist das ganze Jahr über erhältlich, in Deutschland wird er zwischen Juli und Oktober geerntet. Staudensellerie kann entweder abgepackt oder in loser Form zum Kilopreis gekauft werden.

Staudensellerie kommt sowohl gebleicht als auch ungebleicht auf den Markt. Die Bleichselleriearten stammen meist aus den USA oder England, wobei die Blätter nicht so dunkelgrün wie die der ungebleichten Sorten sind. Geschmacklich besteht zwischen dem ungebleichten und dem gebleichten Sellerie allerdings kein Unterschied.

Das Gemüse sollte nicht gemeinsam mit Avocados, Birnen bzw. Äpfeln aufbewahrt werden, da diese Äthylen abgeben, wodurch der Staudensellerie schneller welk wird.

Staudensellerie kann sehr leicht geputzt werden. Nach dem Waschen werden die Wurzelansätze entfernt, anschließend werden die Fäden abgezogen und die Stangen in Scheiben geschnitten. In den Blättern des Gemüses ist sehr viel Apiin enthalten, dieses verleiht dem Sellerie den würzigen Geschmack. Die Blätter können wie Petersilie fein gehackt und für Salate oder Suppen verwendet werden.

Zubereitungstipps

Staudensellerie wird sehr gerne als Rohkost zusammen mit verschiedenen Dips gereicht, er eignet sich aber auch zur Zubereitung von Salaten. Für den rohen Verzehr können dabei vor allem die inneren Stangen des Selleries verwendet werden. Die äußeren Teile sind manchmal etwas faserig, bei Bedarf kann der Staudensellerie aber ganz einfach mit einem Sparschäler geschält und die Fäden mit einem Messer abgezogen werden.

Werden die Blätter für einige Zeit in kaltes Wasser gelegt, dann kräuseln sie sich und können als Dekoration für Salate verwendet werden. Darüber hinaus kann das Gemüse auch sehr gut gebraten oder gedünstet werden und schmeckt auch als Beilage zu Geflügel- oder Fischgerichten.

Vegetarier können Staudensellerie auch überbacken und dann als Hauptgericht verzehren. Selleriestangen eignen sich aber auch zum Füllen mit Eier-Creme oder mit Frischkäse, eine weitere Möglichkeit ist das Kochen des Gemüses, wodurch vor allem das nussartige Aroma bestens zur Geltung kommt.

Des Weiteren passt Stangensellerie auch zu Risotto oder Eintöpfen. Sehr beliebt ist das Gemüse aber auch in Kombination mit Äpfeln bzw. Weintrauben, des Weiteren kann es auch Bowlen beigefügt werden. Die Stängel des Selleries werden dafür in Scheiben geschnitten, gezuckert und in Weinbrand gelegt und dann mit Sekt aufgegossen.

Die Blätter des Selleries werden in gemahlenem Zustand auch mit Salz vermengt und sind im Handel dann als Sellerie-Salz erhältlich.

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