Sport im Alter

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. November 2014
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Sport im Alter gewinnt in der heutigen, immer älter werdenden Gesellschaft, zunehmend an Bedeutung. Die Kunst, älter zu werden ohne zu altern, in Verbindung mit der Frage, wie ein hohes Lebensalter bei körperlicher sowie psychischer Gesundheit erreicht werden kann, beschäftigt immer mehr Menschen.

Inhaltsverzeichnis

Warum Sport im Alter?

Ohne Zweifel bestehen Zusammenhänge zwischen Bewegungsmangel sowie dem Fortschreiten der Altersvorgänge. Eine verringerte oder gar keine sportliche Aktivität kann vergleichbare Alterungserscheinungen hervorrufen, wie die typischen Alterungsprozesse im menschlichen Leben.

Wer körperlich kaum Aktivitäten betreibt, ist eher ein alternder Mensch, bei dem eine frühzeitige biologische Alterung einsetzt. Die Vorgänge des Alterns basieren auf elementare Prozesse, die einerseits vorbestimmt sind, andererseits nicht aufgehalten werden können.

Allerdings können diese naturgegebenen Prozesse in Maß sowie Tempo durch die Beziehung des Menschen mit der Umwelt sowie mit Sport stark beeinflusst werden.

Ein gemeinsames Kriterium von Alterungsvorgängen ist die Verringerung der Anpassung sowie der Erholungsfähigkeit. Diese kann neben sportlichen Aktivitäten mit Erholung und Regeneration durch Freizeitaktivitäten aufgefangen werden.

Körperliches Training führt zu einer Verbesserung der Anpassungsvorgänge, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, verbessert die Lungenfunktion und stärkt den Haltungsapparates sowie die Bewegungsorgane.

Gefahren von Sport im Alter

Sport im Alter muss die verschiedenen Erkenntnisse körperlicher Beeinträchtigung des Alters beachten. Aus Sicht der Medizin ist der Zustand des Haltungsapparates sowie der Beweglichkeit ein entscheidend limitierter Leistungsfaktor. Besonders wichtig ist dabei die Tatsache, dass Alterungsprozesse sich im Bindegewebe abspielen.

Diese Alterung des Bindegewebes führt zu einer Verringerung der Dehnbarkeit und der Leistungsfähigkeit der Muskeln. Weiterhin besteht im Alter eine erhöhte Gefahr von Sportverletzungen sowie zunehmenden Verschleißprozessen der Gelenke und der Wirbelsäule. Zugleich verlangsamt sich die Anpassungsfähigkeit von Belastungen. Dies ist besonders bei sportlich Inaktiven gegenwärtig. Plötzlich auftauchende Belastungen können weniger aufgefangen werden. Eine allmählich ansteigernde Trainingsbelastung muss in diesem Zusammenhang eingehalten werden, um gesundheitlichen Gefahren entgegenzuwirken.

Welcher Sport ist der Richtige?

Möchte ein untrainierter älterer Mensch mit dem Sport beginnen, so ist eine geringe trainingswirksame Intensität wichtig. Das anfängliche tägliche Training von etwa 10 Minuten bei einer Herzfrequenz von 130, die mit einer Pulsuhr gemessen werden kann, ist im Anfängerbereich eine zumutbare Belastung. Ein Trainierter sollte in diesem Rahmen nicht die Intensität, sondern die Trainingsdauer steigern.

Für Menschen, die sich erst im Alter mit Sportarten wie Kraft- sowie Schnellkraftdisziplinen mit intensiven und abrupten Bewegungen auseinandersetzen, besteht die Gefahr eines Missverhältnisses zwischen Leistungsanforderung und Leistungsvermögen.

Wichtig ist dabei die Wahl geeigneter Sportarten. Insbesondere in der Leistung langsam ansteigernde Sportarten sind wichtig. Neben Wandern, Nordic Walking und Golf bieten sich ebenso Pilates, Yoga, Spinning und Aerobic an.

Menschen, die im vierten oder fünften Lebensjahrzehnt stehen und sich bisher sportlich aktiv betätigt haben, können ebenso Ausdauersportarten betreiben. Neben dem Radfahren, dem Skilanglauf, dem Joggen kann auch das Schwimmen empfohlen werden.

Sind allerdings bereits fortgeschrittene gesundheitliche Probleme an der Wirbelsäule sowie an den Gelenken gegenwärtig, müssen andere sportliche Maßstäbe angelegt werden.

Dabei muss eine dem Krankheitsbild entsprechende Bewegung sowie Belastung empfohlen werden. Prinzipiell sind dabei keine einförmigen Belastungen und Beanspruchungen zu empfehlen.

Zugleich sind die Aktivitäten stark dosiert einzusetzen sowie gelenkschonende Sportarten (Radfahren statt Joggen) zu empfehlen. Ziel ist dabei, die Gelenkfunktionen zu steigern, die Muskelleistung zu erhöhen sowie die Gelenke zu stabilisieren.

Insgesamt betrachtet bietet der Sport Möglichkeiten, Jahre dazu zugewinnen und diese sinnvoll zu gestalten.

Der Sport vermittelt nicht nur Spaß und Freude, sondern gibt den Menschen ein Gefühl des Wohlbefindens sowie Möglichkeiten gesundheitlicher Therapie.

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