Spinaliom (Plattenepithelkarzinom)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. November 2016
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Eine Form des weißen Hautkrebses ist das sogenannte Spinaliom (Plattenepithelkarzinom), das auch als Spinaliom bezeichnet wird und die zweithäufigste Form einer Hautkrebserkrankung darstellt. Jahr für Jahr steigt die Zahl der neuen Hautkrebserkrankungen an. Neben dem "schwarzen Hautkrebs" - malignes Melanom - gibt es noch zahlreich weitere Hautkrebserkrankungen, welche jedoch weniger aggressiv sind. Dabei sprechen die Mediziner auch vom "weißen Hautkrebs".

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Spinaliom (Plattenepithelkarzinom)?

Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) ist ein bösartiger Hauttumor, welcher vorwiegend an der Haut und an den Schleimhäuten auftreten kann. Auch wenn der "weiße Hautkrebs" weitaus weniger aggressiv als das maligne Melanom - der schwarze Hautkrebs - ist, stellt das Spinaliom dennoch eine Gefahr für das Leben des Betroffenen dar.

Typischerweise wächst der Hauttumor warzenartig. Das Spinaliom weist eine sehr gute Prognose auf. Vor allem dann, wenn es rechtzeitig diagnostiziert wird. Ein Vorteil des Spinalioms ist die Tatsache, dass es nur sehr selten metastasiert, wobei dennoch eine Zerstörung von Muskel- und Knochengewebe möglich sind.

Ursachen

Die Ursachen sind vorwiegend darin zu suchen, dass lange Sonnenbäder und intensive Sonnenbestrahlungen das Spinaliom fördern. Somit entsteht der Hautkrebs voranging auf den "Sonnenterrassen", also an Hautstellen, welche hauptsächlich der Sonne ausgesetzt werden.

Das sind etwa die Stirn, die Ohren, die Handrücken oder auch die Nase. Mitunter konnte auch eine deutliche Zunahme an Hautkrebserkrankungen bei Personen festgestellt werden, welche intensiv Solariumbäder in Anspruch nahmen. Neue Studien haben auch darauf verwiesen, dass auch HPV (Humane Papillomviren) den Hautkrebs begünstigen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome des Spinalioms (Plattenepithelkarzinom):

Klassische Symptome sind Hautrötungen sowie Hautveränderungen, welche an Schuppen oder verkrustende Flecken erinnern. Des Weiteren stellt der Patient Verhornungen sowie auch Knötchen auf seiner Haut fest. Auf Grund der Tatsache, dass das Spinaliom an Warzen erinnert, suchen viele Betroffene erst relativ spät einen Arzt auf. Nur sehr selten manifestiert sich das Karzinom als Bronchial- oder Lungenkarzinom, sehr häufig (mehr als 90 Prozent) jedoch als Gebärmutterhals- oder Speiseröhrenkrebs.

Auf Grund der Tatsache, dass das Spinaliom an eine Warze erinnert, wird es recht selten dem Arzt gezeigt. Dies auch deshalb, da es keine Schmerzen verursacht. Auf Grund der Tatsache, dass es auch nicht an den "schwarzen Hautkrebs" erinnert, achtet der Betroffene auch nicht vorwiegend auf etwaige helle Veränderungen, sondern primär auf dunkle Muttermale.

Spinaliom-Betroffene sollten in einem Zeitraum von drei bis sechs Monaten Kontrolluntersuchungen durchführen lassen. Die Krebsnachsorge sollte rund fünf Jahre aufrecht erhalten bleiben. So ist es möglich, dass eine Rückkehr des Spinalioms ausgeschlossen oder rechtzeitig behandelt werden kann.

Diagnose

Der Hautarzt erkennt relativ schnell, ob es sich um ein Spinaliom handelt oder nicht. Dies deshalb, da typische Hautveränderungen auftreten. Damit die Diagnose gesichert werden kann, entnimmt der Mediziner eine Gewebeprobe. Jene gibt einen Aufschluss darüber, ob ein Tumor vorliegt. Das Spinaliom kann leider streuen, weshalb es wichtig ist, dass auch etwaige Tochtergeschwulste (Metastasen) untersucht werden.

Der Mediziner tastet dazu die Lymphknoten ab bzw. untersucht jene mittels Ultraschall. Um etwaige Fernmetastasen, beispielsweise in der Lunge, auszuschließen, kann in weiterer Folge eine Röntgenuntersuchung erfolgen. In einigen Fällen wird auch eine Computertomographie der Lunge verordnet, damit ein Befall ausgeschlossen werden kann.

Behandlung und Therapie

Wird das Spinaliom in einem früheren Stadium erkannt und behandelt, liegen die Heilungschancen sehr gut. Die Behandlung des Spinalioms richtet sich vor allem danach, wo jenes aufgetreten ist, ob bereits etwaige Tochtergeschwüre vorhanden sind und welche Größe das Spinaliom bereits erreicht hat. Vorwiegend entscheidet sich der Mediziner für eine operative Entfernung des Tumors.

Liegen etwaige Veränderungen der Lymphknoten vor bzw. kann nicht ausgeschlossen werden, dass hier ein Befall vorliegt, werden diese ebenfalls entfernt. Besteht das Problem, dass auf Grund der Ausbreitung und Lage des Spinalioms eine Entfernung nicht möglich ist, muss sich der Patient einer Strahlentherapie unterziehen. Mitunter kann die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie kombiniert werden. In vielen Fällen kommt auch die Chemo-Immuntherapie zur Anwendung. Die Strahlentherapie ist etwa dann sinnvoll, wenn das Karzinom auch nur teilweise entfernt werden konnte oder auch der Lymphknoten bereits betroffen ist.

Wurden Fernmetastasten diagnostiziert, entscheidet der Mediziner mit dem Betroffenen, welche Behandlungsmethode gewählt wird. Hier handelt es sich um lebensverlängernde Maßnahmen, die entweder mittels einer Operation oder einer Strahlentherapie erreicht werden kann. Befindet sich der Patient bereits im fortgeschrittenen Stadium, rät der Mediziner zu einer Chemotherapie. Vor allem ist entscheidet, wo die Fernmetastasten bereits vorhanden sind (beispielsweise ob diese als Gebärmutterhals- oder Lungenkrebs aufgetreten sind).



Vorbeugung

Auf Grund der Tatsache, dass das Spinaliom auf Grund intensiver Sonneneinstrahlung entstehen kann, sollte daher auf lange Sonnenbäder sowie auf intensive Solariumbesuche verzichtet werden. Wer Sonnenbäder genießt, sollte seine Haut mit diversen Sonnenschutzmitteln schützen. Liegen etwa erste Hautveränderungen vor, sollten diese - so schnell wie möglich - medizinisch abgeklärt werden. Nur wer rechtzeitig den Arzt aufsucht und abklärt, ob es sich tatsächlich um ein Spinaliom handelt, hat sehr gute Heilungschancen.

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