Sonnenschutzmittel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Juni 2016
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Sonnenschutzmittel gehören zu jedem Urlaub dazu. Sie schützen die Haut vor den schädlichen Einflüssen intensiver Sonneneinstrahlung und können auf diese Weise die Entstehung von Hautkrebs vermeiden. Sonnenschutzmittel sind in unterschiedlichen Stärken erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Sonnenschutzmittel?

Durch Sonnenschutzmittel ist ein längerer Aufenthalt in der Sonne möglich, ohne dass ein schmerzhafter Sonnenbrand droht. Weil ein Sonnenbrand ein gesundheitliches Risiko ist, sollte an das Sonnenschutzmittel stets gedacht werden. Es gibt unterschiedliche Produkte auf dem Markt. Meistens werden Sonnenschutzmittel jedoch in Form von Cremes verkauft. Diese beinhalten einen spezifischen Lichtschutzfaktor und UV-Schutz. Weitere wichtige Angaben auf der Packung sind Schweiß- und Wasserfestigkeit, eine angemessene Haftung auf der Haut, gute Verträglichkeit sowie Stabilität gegen Luft und Hitze. In letzter Zeit haben sich die negativen Stimmen gegen Sonnenschutzmittel gemehrt. Einige Präparate lösen Allergien und andere Erkrankungen aus. Die Verwendung von einem biologischen Sonnenschutz kann weiterhelfen.

Wirkung und medizinische Anwendung

Zum Einsatz kommen Sonnenschutzmittel bei einer starken Sonneneinstrahlung. So werden die Präparate vor allem im Sommer und in anderen Ländern aufgetragen. Sie schützen die Haut vor Sonnenbränden. Jeder intensive Sonnenbrand erhöht das Risiko, zu einem späteren Zeitpunkt an Hautkrebs zu erkranken. Dementsprechend lassen sich Sonnenschutzmittel eingeschränkt als präventive Behandlung verstehen. Bei leichten Rötungen durch einen Sonnenbrand handelt es sich um eine Verbrennung ersten Grades.

Treten während des Heilungsprozesses Blasen auf, ist es zu einer Verbrennung zweiten Grades gekommen. Sonnenschutzmittel können sämtliche Verbrennungen vermeiden. Dafür müssen sie regelmäßig aufgetreten und nach dem Schwimmen erneuert werden. Wie groß der Schutz ist, verrät der Lichtschutzfaktor. Ein Lichtschutzfaktor von 20 bedeutet, dass sich die Eigenschutzzeit der Haut 20fach erhöht. Bei der Eigenschutzzeit handelt es sich um die Zeit, in der es trotz direkter Sonneneinstrahlung zu keiner Verbrennung kommt. Liegt die Eigenschutzzeit bei 15 Minuten und wird ein Sonnenschutzmittel mit dem Lichtschutzfaktor 20 aufgetragen, darf sich der Betroffene 15x 20 Minuten in der Sonne aufhalten. Allerdings schwankt die Eigenschutzzeit stark und ist zum Beispiel von der Hautfarbe abhängig. Sonnenschutzmittel verhindern insgesamt Sonnenbrände und reduzieren dadurch indirekt das Hautkrebsrisiko.

Formen und Gruppen

Es gibt viele unterschiedliche Sonnenschutzmittel. Diese werden in Supermärkten, Drogerien und Apotheken in Form von Cremes, Sprays oder Gels verkauft. Es wird zwischen organischen und mineralischen Filtern differenziert. Organische Filter weisen zwei UV-Filter auf. Sie fangen die UV-Strahlung in der Haut und verwandeln sie in Wärmestrahlung um, wodurch die UV-Strahlen keinen Schaden mehr anrichten können. Abhängig davon, welcher Wellenbereich verändert wird, gibt es UVA- und UVB- sowie Breitbandfilter.

Es kommen zum Beispiel Benzophenon, Benzon, Trisiloxan oder Drometrizol infrage. Minerale Filter verbleiben auf der Hautoberfläche und reflektieren das einfallende Sonnenlicht. Einige Präparate beinhalten unter anderem Titandioxid, Zinkoxid oder Magnesiumoxid. Sonnenschutzmittel kann zum Beispiel von Eco Cosmetics, Lavera oder Sun Dance erworben werden.

Dosierung

Sonnenschutzmittel benötigen eine großzügige Verteilung für einen ausreichenden Schutz. Kein frei liegendes Körperteil sollte ausgespart werden. Deswegen ist es hilfreich, Freunde oder Familienmitglieder darum zu bitten, den Rücken einzucremen. Erwachsene benötigen für ihren gesamten Körper ungefähr 30 Milliliter. Zum Schutz der Haut ist es wichtig, dass auch Bereiche wie Ohren, Nacken oder Fuß- und Handrücken nicht in Vergessenheit geraten. Aufgetragen werden sollte das Sonnenschutzmittel nicht in der Sonne, weil die Wirkstoffe einige Zeit benötigen, bis ein ausreichender Schutz hergestellt ist. Die Sonnencreme wird am besten zuhause auf der Haut verteilt. Nach dem Schwimmen oder intensiven Schwitzen ist das Erneuern des Sonnenschutzmittels von Bedeutung. Nach 15 bis 30 Minuten sollte ein zweites Mal eingecremt werden. Danach ist es ausreichend, den Schutz alle zwei Stunden zu erneuern.

Pflanzliche, natürliche und pharmazeutische Alternativen

Alternativ zum Sonnenschutzmittel empfehlen sich einige Vorsichtsmaßnamen. So sollte eine sehr starke Sonneneinstrahlung vermieden werden. Besonders intensiv ist die Sonne in der Regel am Mittag. Zu dieser Zeit vermeidet der Aufenthalt in schattigen Orten einen Sonnenbrand. Gerade bei Menschen mit einer sehr hellen Haut kann über die Verwendung von schützender Kleidung nachgedacht werden. Diese verhindert auch beim Schwimmen Sonnenbrände. Ungeschützte Hautstellen dürfen nicht vergessen werden. Darüber hinaus lassen sich viele Rezepte finden, in denen natürliche Substanzen wie pflanzliche Öle zum Einsatz kommen. Weil Sonnenbrände unangenehm sind und das Hautkrebsrisiko erhöhen, sollte auf Experimente jedoch lieber verzichtet werden. Bei Zweifeln ist es hilfreich, das Thema Sonnenschutzmittel bei dem behandelnden Hautarzt anzusprechen.



Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Sonnenschutzmittel galten lange als unantastbar. Mittlerweile häufen sich jedoch wissenschaftliche Erkenntnisse, denen zufolge Sonnencremes schädlich sind. Einige Sonnenschutzmittel enthalten krebserregende Substanzen. Nanopartikel können in die Haut eindringen. Die gesundheitlichen Folgen von Nanopartikeln sind noch nicht ausreichend erforscht. Gerade organische Sonnenschutzmittel führen bei Menschen mit empfindlicher Haut vermehrt zu allergischen Reaktionen. Bei Bio-Sonnenschutzmitteln wird der Körper häufig durch einen mineralischen Filter geschützt. Dieser gilt insgesamt als verträglicher und unbedenklicher.

Sonnenschutzmittel dürfen nicht als umfassender Schutz gegen einen potentiellen Hautkrebs gesehen werden. Sie senken das Hautkrebsrisiko, indem sie Sonnenbrände vermeiden. Ein solcher Tumor kann jedoch auch aufgrund von UV-A-Strahlen entstehen. Diese dringen weitaus tiefer in die Haut ein und werden durch Sonnenschutzmittel nicht blockiert. Sonnenschutzmittel halten UV-B-Strahlen fern. UV-B-Strahlen gelten jedoch als weniger gefährlich als UV-A-Strahlen. Deswegen sollten Sonnenbäder trotz Sonnenschutzmittel eingeschränkt genossen werden. Sonnenschutzmittel können die unangenehmen Folgen eines Sonnenbrandes verhindern. Eine umfassende Krebsvorsorge stellen Sonnenschutzmittel allerdings nicht dar.

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