Sojabohnen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 14. August 2016
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Sojabohnen gehören zu den bedeutendsten Nutzpflanzen. Sie sind auch als Soja bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Sojabohnen wissen

Die Sojabohne (Glycine max) stellt eine Pflanzenart dar, die Bestandteil der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) ist. Außerdem gehört sie zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Die Sojabohnen zählen weltweit zu den ältesten und wichtigsten Kulturpflanzen. So entstehen aus ihnen zahlreiche unterschiedliche Produkte. Dazu gehören Sojadrinks wie Sojamilch, Sojamehl, Sojaöl, Sojamargarine, Sojasahne, Sojajoghurt, Sojasauce, das Sojabrot Tempeh sowie die Paste Miso.

Bedeutung für die Gesundheit

Bei der Sojabohne handelt es sich um eine krautige einjährige Pflanze, die eine Vielzahl an Varietäten bildet. Die Sorten, die aufrecht wachsen, können eine Höhe zwischen 20 und 80 Zentimetern erreichen. Einige Sorten bringen es sogar auf zwei Meter Höhe. Die Blühperiode der Pflanze dauert ca. drei bis vier Wochen.

Die Sojabohne enthält Östrogene und wirkt somit lindernd bei Beschwerden der Menopause.

Aus den Blüten gehen schließlich die essbaren Hülsenfrüchte hervor, die eine Länge zwischen 2 und 10 Zentimetern erzielen. In den Hülsenfrüchten befinden sich ein bis fünf Samen, die eine grüne, braune oder schwarzviolette Färbung aufweisen. Sie können die Form eines Eies, einer Niere oder einer Kugel haben. Die Ernte der Sojabohnen findet oftmals auf mechanisierte Weise mithilfe eines Mähdreschers statt.

Ihren Ursprung hat die Sojabohne im alten China, wo sie bereits vor rund 5000 Jahren angepflanzt wurde und zu den Grundnahrungsmitteln zählte. Nach Europa gelangten die Sojabohnen ab dem 17. Jahrhundert. Bis sie jedoch für die Pflanzenzucht genutzt wurden, dauerte es bis 1872. Die Vereinigten Staaten von Amerika begannen im 20. Jahrhundert Sojabohnen großflächig anzubauen.

In der heutigen Zeit erfreuen sich die Bohnen auf der ganzen Welt großer Beliebtheit. In Deutschland werden die Sojabohnen noch relativ selten genutzt. Dabei greifen jedoch nicht nur Vegetarier und Veganer auf sie zurück. Allerdings spielen die Sojabohnen in der vegetarischen bzw. veganen Küche eine bedeutende Rolle.

Wichtigste Hauptanbaugebiete stellen China, die USA, Indien, die Philippinen, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Bolivien, Russland und Afrika dar. In einigen Staaten finden allerdings gentechnische Veränderungen der Sojabohnen statt.

Eine spezielle Saison für die Sojabohnen gibt es nicht. Sie sind also das ganze Jahr über erhältlich. Hierzulande werden die Bohnen in der Regel als Trockenfrüchte angeboten, die einen neutralen Geschmack haben. In den USA und Asien findet dagegen meist eine frische Verarbeitung der Sojabohnen statt.

Bedeutung für die Gesundheit

Sojabohnen werden zu den gesündesten Nahrungsmitteln gezählt. So ist in ihnen ein umfangreicher Gehalt an Eiweiß enthalten. Des Weiteren verfügen sie über acht essentielle Aminosäuren. Diese braucht der Mensch, um körpereigenes Protein aufzubauen. Als positiv für die Gesundheit gelten außerdem die sekundären Pflanzenstoffe, denen das Absenken des Cholesterinspiegels nachgesagt wird. Dies wirkt sich wiederum positiv auf das Herzinfarktrisiko aus.

Weiterhin haben die sekundären Pflanzenstoffe lindernde Effekte bei Beschwerden, die während der Menopause auftreten. Auch Haut und Haare können von dem Genuss von Sojabohnen profitieren. Ferner weisen die asiatischen Bohnen einen hohen Gehalt an Ballaststoffen auf, was sich anregend auf die Verdauung auswirkt.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

In den Sojabohnen befinden sich wertvolle Inhaltsstoffe wie Magnesium und Eisen sowie Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin E.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 143 kcal/ 598 kj
Eiweiß 11,90 g
Kohlenhydrate 10,40 g
Fett 5,90 g
Wasser 67,55 g
Ballaststoffe 3,00 g
Beta-Carotin 400 µg
Vitamin E 300 µg

Unverträglichkeiten

Obwohl Sojabohnen grundsätzlich sehr gesund sind, können sie bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Bemerkbar macht sich die Allergie durch Symptome wie Ekzeme, Hautausschlag, Nesselfieber, Schwellungen, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Atemprobleme. Im schlimmsten Fall kann sogar ein anaphylaktischer Schock mit lebensgefährlichen Folgen auftreten. Die betroffenen Personen müssen daher auf eine Ernährung mit Sojabohnen verzichten.



Einkaufs- und Küchentipps

In Deutschland werden Sojabohnen zumeist getrocknet und luftdicht angeboten. Auf besondere Kriterien ist daher beim Einkauf nicht zu achten. Außerdem lassen sich die Sojabohnen mindestens ein Jahr lang lagern. Frische Sojabohnen kann der Kunde in speziellen Asia-Shops beziehen. Im Kühlschrank sind die frischen Schoten ungefähr zwei Tage lang haltbar.

Sollen nur die Samen aus frischen Sojabohnen zur Anwendung kommen, ist es ratsam, sie solange in der Hülle zu lassen, bis sie verarbeitet werden. So können die Sojabohnenkerne schon nach kurzer Zeit verderben. Aus den USA werden Sojabohnen angeboten, bei denen eine gentechnische Manipulation erfolgt. Wer darauf verzichten möchte, greift besser auf Sojabohnen zurück, die aus biologischem Anbau stammen.

Die Zubereitung der Sojabohnen gestaltet sich recht simpel. Sie werden solange im Wasser gekocht, bis sie ausreichend weich sind.

Zubereitungstipps

Sojabohnen eignen sich für sämtliche Rezepte, bei denen andere getrocknete Bohnen zur Anwendung gelangen. So bilden sie eine delikate Beilage zu Gerichten wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eiern, Salaten, Gemüse und Suppen.

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