So schützen Sie Ihr Knie vor Verletzungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Januar 2015
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Das Knie ist ein besonders empfindliches Gelenk. Eine falsche Bewegung und es drohen Kreuzbandriss, Meniskusschaden, Schleimbeutelentzündung oder Kniescheiben-Verrenkung. Doch kein Sport ist ja auch keine Lösung. Im folgenden Artikel lesen Sie, wie Sie sich vor Knieverletzungen schützen können!

Inhaltsverzeichnis

Was begünstigt Knieverletzungen?

Anatomie eines Kniegelenks.

Das Knie wird besonders stark bei Sportarten beansprucht, bei denen Ober- und Unterschenkel schnell und kräftig bewegt werden, zu Beispiel beim Joggen aber auch Fußball oder Volleyball spielen.

Bei einem Sprung kommt man hart auf dem Boden auf, macht schnelle Richtungswechsel, beschleunigt und stoppt häufig kurz hintereinander. All dies belastet die Bänder und Sehnen am Knie stark. Bei besonders ruckartigen Bewegungen reißen sie.

Auch Sportarten mit Gegnerkontakt sind prädestiniert für viele Knieverletzungen. Wer zu stark mit dem Gegner in den Zweikampf geht, kann ungünstig aufeinanderprallen und Verletzungen herbeiführen.

Wer wenig trainiert ist und noch schwache Muskeln hat, muss besonders vorsichtig sein. Aber auch X- oder O-Beine oder wenn die Kniescheibe bei Bewegungen schlecht geführt wird (meist angeboren), erhöhen das Risiko sich das Knie zu verletzen.

Welche Sportarten beugen Knieverletzungen vor?

Wer bisher keine Verletzungen am Knie hatte und bei wem das Gelenk stabil und gesund ist, kann ohne Einschränkungen jede beliebige Sportart durchführen. Selbst Sportarten, die schnelle Richtungs- oder Tempowechsel erfordern sind dann kein Problem. Jogger sollten darauf achten, nicht auf zu hartem Untergrund oder auf hügeligem Gelände zu laufen.

Wer bereits Verletzungen am Knie hatte oder bei wem das Kniegelenk instabil ist, sollte auf gewisse Sportarten verzichten. Schonend fürs Knie sind Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen.

Am besten stimmt man jedoch vorab mit seinem Orthopäden ab, welcher Sport für einen geeignet ist und welcher nicht. Dies gilt auch für Personen, die über 35 Jahre alt und eine neue Sportart ausprobieren möchten. Vor allem chronisch Kranke sollten sich vorab beraten lassen.

Ganz auf Sport verzichten?

Völlig auf Sport zu verzichten, wäre kontraproduktiv. Je untrainierter man ist, desto anfälliger ist man für Verletzungen. Kein Sport würde dies noch verstärken. Zudem kämen weitere Probleme hinzu. Denn wenn die Muskeln am Oberschenkel verkümmert sind, kann dies zu Rückenschmerzen führen. Auch Arthrose entsteht bei Bewegungsmangel schneller.

Die Lösung heißt also: Sport treiben! Nur bei akuten Verletzungen sollte man eine Trainingspause einrichten.

Wie schütze ich mich vor Knieverletzungen?

Am einfachsten durch Bewegung. Trainierte Muskeln sorgen für Stabilität und reduzieren die Verletzungsgefahr. Die Bewegung versorgt zudem die Knorpel mit Gelenkschmiere und Nährstoffen und verringert damit das Arthrose-Risiko.

Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an die Belastung. Untrainierte sollten ihre Muskeln nach und nach aufbauen. Wer schon trainierter ist, kann seinem Körper mehr zumuten. Achten Sie vor allem auf Warnsignale. Spüren Sie erste Schmerzen im Knie, reduzieren Sie die Intensität des Trainings ein wenig.

Allerdings trainiert eine Sportart meist nur eine bestimmte Muskelgruppe und lässt alle anderen verkümmern. Empfehlenswert ist es daher, sich einen zweiten Ausgleichsport zu suchen oder die vernachlässigten Bereiche durch Kraftübungen zu trainieren.

Was tun wenn es zwickt und zwackt im Knie?

Leichte Beschwerden nach dem Sport, die nach kurzer Zeit wieder weg sind, sind noch kein Grund zur Beunruhigung. Wenn die Beschwerden allerdings länger als vier Wochen andauern, sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen. Schwillt das Knie an, holen Sie sich besser sofort Rat beim Experten.

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