Selbstbräuner

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. Dezember 2014
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Selbstbräuner haben in der Regel kaum medizinische Risiken, sondern stellen eine unbedenkliche Alternative zur puren Sonne oder zum Solarium dar. Mittlerweile dürfte jedem Menschen bekannt sein, dass die Sonneneinstrahlung nicht nur für Bräune sorgt, sondern auch das Hautkrebsrisiko deutlich erhöht und zudem die Haut schneller altern lässt.

Wer sich schützen will, meidet die pralle Sonne und cremt sich mit einem hohen Lichtschutzfaktor ein. Trotzdem muss niemand auf eine gesunde Bräune verzichten: Selbstbräuner sorgen für einen gebräunten Teint und sind leicht in der Handhabung.

Inhaltsverzeichnis

Wie wirken Selbstbräuner?

Um den Selbstbräuner optimal anzuwenden, sollten Anwender/innen verstehen, auf welchem Wirkprinzip das Produkt beruht. Synthetischer Zucker, das sogenannte DHA, ist der Wirkstoff, der für die Bräune sorgt.

DHA reagiert mit den Eiweißen der Hornschicht, diese wird dadurch gefärbt. Dabei beginnt die biochemische Farbreaktion sofort nach dem Auftragen des Selbstbräuners und ist nach etwa sechs Stunden komplett abgeschlossen.

Zu beachten ist, dass lediglich die obere Hautschicht gefärbt wird - die Bräune hält somit für etwa drei bis fünf Tage an. Danach ist im Regelfall die Wirkung des Selbstbräuners komplett verschwunden, wenn zwischenzeitlich nicht nachgecremt worden ist. Selbstbräuner gibt es in unterschiedlichen Wirkungsstufen.

Dabei bestimmt das enthaltene DHA die Intensität der Bräunung: Je mehr DHA im Produkt enthalten ist, umso deutlicher ist die Bräune zu sehen. Durchschnittlich enthält ein Selbstbräuner etwa 2% DHA, es gibt aber auch Produkte mit 5% - die sogenannten Turbo-Bräuner.

Anwendung

Damit der Selbstbräuner optimal wirken kann, sollte man ihn direkt nach dem Duschen auftragen. Die Haut ist dann fettfrei und wurde zum anderen durch das Frottieren mit dem Handtuch leicht gepeelt.

Ein Peeling ist generell sinnvoll, bevor man einen Selbstbräuner aufträgt. Die Haut sollte möglichst glatt und ebenmäßig sein, damit sich keine Flecken bilden. Gerade an tendenziell rauen Körperstellen wie beispielsweise den Ellbogen sollte man gut peelen.

Wenn die Haut nämlich zu rau ist, bilden sich gerne gelbe oder dunkle Flecken. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Übergänge zum Hals hin bedacht werden. Wie beim Make-Up sieht es unschön aus, wenn das Gesicht gebräunt, der Hals aber blass ist.

Produkte im Vergleich

Unsere Gesundheitsexperten empfehlen:

Selbstbräuner für Körper und Gesicht

Es gibt Selbstbräuner für den Körper und Selbstbräuner für das Gesicht, manche Hersteller offerieren auch Kombi-Produkte, die an beiden Stellen angewendet werden können. Es empfiehlt sich nicht, Selbstbräuner für den Körper im Gesicht zu verwenden.

Creme

Die Haut im Gesicht ist empfindlicher und nimmt die Farbe anders auf. Selbstbräuner gibt es in verschiedenen Varianten. Zum einen gibt es ihn in Form einer Creme, die man einfach wie eine Tagescreme aufträgt. Vorher sollte man allerdings keine andere Creme verwenden, damit das Gesicht auch wirklich fettfrei ist.

Gesichtstücher

Viele Hersteller bieten mittlerweile auch Selbstbräunungstücher an. Mit diesen reibt man wie mit einem Erfrischungstuch über die zu bräunenden Stellen. Gleich, welche Form von Selbstbräuner man verwendet - man sollte darauf achten, dass man anschließend die Augenbrauen vorsichtig abtupft, damit hier keine unschönen Flecken entstehen.

Spray

Selbstbräuner gibt es zum anderen auch als Spray. Dieses wird gleichmäßig ins Gesicht gesprüht, ein anschließendes Verreiben ist nicht mehr notwendig.


Turbobräuner

Turbobräuner enthalten einen sehr hohen DHA-Wert (synthetischer Zucker), der Wirkstoff der für die Bräunung der Haut verantwortlich ist.

Natürliche Selbstbräuner

Mittlerweile gibt es auch Selbstbräuner mit dem Wirkstoff Erythrulose. Dieses bewirkt einen sehr natürlichen Hautton und trocket die Haut auch weniger aus, wodurch wiederum die Bräune etwas länger anhält.

Sind Selbstbräuner schädlich? – Produkte im Test

Selbstbräuner sind grundsätzlich eine gesunde Alternative, auch ohne übermäßige Sonnenstrahlung einen frischen und sommerlichen Hautteint zu bekommen.

Möglich ist natürlich immer, dass einzelne Personen allergisch auf ein Produkt reagieren. Deshalb sollte man den Selbstbräuner zunächst an einer unsichtbaren Stelle austesten und schauen, ob Reizungen oder Rötungen auftreten. In diesem Fall macht es Sinn, einen Hautarzt zu kontaktieren.

In Einzelfällen wurden Selbstbräuner getestet, wovon auch einige teure Produkte unter Verdacht stehen bei Hitze und Überschreitung der Lagerzeit krebserregende Stoffe (Formaldehyd) zu entwickeln.

Die meisten Produkte sind aber als bedenkenlos einschätzen. Laut Ökotest hat vor allem ein sehr preisgünstiges Produkt mit der Note: „Sehr Gut“ abgeschlossen. Die AS Suncare – Selbstbräunungsmilch von Schlecker enthält nach Angaben von Ökotest keinerlei schädliche Inhaltsstoffe und gilt als absolut unbedenklich.

Selbstbräuner-Produkte

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