Seitan - als Fleischersatz in aller Munde

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
Gesundpedia.deRatgeber Seitan - als Fleischersatz in aller Munde

Was ist Seitan überhaupt und wie schmeckt er? Was genau macht ihn zum Fleischimitat? Sind Bedenken gerechtfertigt? Oder kann man einfach probieren? Lesen Sie hier eine ausführliche Vorstellung der Alternative zu Tofu und Fleisch.

Inhaltsverzeichnis

Woher stammt Seitan?

Ursprünglich stammt das Produkt aus Japan. Zum Einen entwickelt und benannt durch einen Verfechter makrobiotischer Ernährungsweise namens George Ohsawa, zum Anderen gebraucht von buddhistischen Mönchen in Japan und China, die sich vegetarisch ernähren. In jedem Fall ist es als Fleischersatz vorhergesehen und Teil der alten und neuen japanischen Esskultur.

Wie wird Seitan hergestellt?

Seitan als schmackhafter Fleischersatz.

Auch wenn der Begriff "Seitan" exotisch klingen mag, beschreibt er ein äußerst simples rein pflanzliches Nahrungsmittel, bestehend aus Weizenmehl. Um genauer zu sein, aus dem im Weizenmehl enthaltenen wasserunlöslichen Eiweiß, genannt Gluten.

Das fertige Produkt erinnert durch seine Bissfestigkeit und Konsistenz an Fleisch und wird durch Auswaschen erzeugt. Es wird eine Teigmasse aus Mehl und Wasser hergestellt, die während des Ruhens in einem Wasserbad nach und nach ihren Stärkeanteil an das Wasser abgibt.

Sichtbar wird dieser Prozess, durch das sich trübende Wasser. Der Teig zerfällt, muss wieder zu einem Stück geknetet werden und wird immer wieder in frisches Wasser gegeben, bis keine Stärke mehr austritt. Übrig ist eine gummiartige Masse, welche mit Gewürzen, in Gemüsebrühe und Sojasoße, gegart oder gekocht werden muss, um Geschmack verliehen zu bekommen. Anschließend gebraten oder frittiert, fällt die Unterscheidung von Fleisch und Seitan gar nicht mehr so leicht.

Einfacher geht es auch - indem man auf Glutenmehl zurück greift. Dieses muss lediglich mit Brühe und den weiteren beliebigen Zutaten zu einem Teig geknetet werden. Des Weiteren wird die Masse wie oben beschrieben gekocht oder gegart und weiterverwendet. Man erspart sich hier die zeitraubende Trennung von Gluten und Stärke im Wasserbad.

Lebensmittel aus Seitan

Da Seitan wie jedes andere Lebensmittel vorrätig aufbewahrt werden kann, lohnt sich die Herstellung. Es ist möglich ihn bis zu einer Woche lang im Kühlschrank zu lagern oder ihn wie üblich einzufrieren. Mittlerweile gibt es auch Fertiggerichte, die man sich gar nicht fleischlos vorstellen kann, mit Seitan. Gängig sind Schnitzel, Ente, Gyros und Chilli con carne. Alles erhältlich in Reformhäusern oder gut sortierten Supermärkten. Wer das Rohprodukt verwendet ist bezüglich der Gerichte natürlich in keinster Art und Weise eingeschränkt.

Kann man Seitan bedenkenlos verwenden?

Auf Grund der erst neu aufgekommenen Popularität des Fleischersatzes begegnen viele dem Produkt mit Skepsis. Ungesund oder gar schädlich ist Seitan aber nicht. Lediglich für Gluten-Allergiker ist er natürlich auf Grund seines Hauptbestandteils absolut nicht geeignet.

Vegetarier schätzen Seitan hauptsächlich als geschmackliche Bereicherung. Abgesehen von den enthaltenen Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett ist es nicht besonders nährstoffreich. Vitamine und andere notwendige Vitalstoffe müssen dem Köper zusätzlich mit Hilfe von Obst und Gemüse zugeführt werden.

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