Schwere Beine

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. Juni 2015
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Schwere Beine sind eine unangenehme Auffälligkeit, unter welcher nicht nur Seniorinnen und Senioren leiden. Allzu oft kommen schwere Beine auch bei jungen Menschen und im Erwachsenenalter vor. Meist sind schwere Beine nur vorübergehend. Schwere Beine können aber auch eine dauerhafte Plage sein.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schwere Beine?

Schwere Beine sind eine Wahrnehmung, die ebenfalls von anderen Erscheinungen begleitet werden kann. Die Betroffenen, welche schwere Beine fühlen, beschreiben dies so, dass die Beine sie nach unten ziehen, sich nur mit Anstrengung heben lassen und vorkommen "...als ob die Beine mit Blei angefüllt" sind.

Schwere Beine bringen schnelle Ermüdungserscheinungen mit sich, dass die Ruhephasen beim Gehen öfter eingehalten und verlängert werden müssen. Auch in Ruhephasen können schwere Beine eine Beeinträchtigung darstellen, wenn schmerzhafte Beschwerden oder Missempfindungen auftreten. Hin und wieder kann es normal sein, schwere Beine zu haben, wenn die Belastungen außergewöhnlich waren. Werden schwere Beine zu einem Dauerzustand, sollte eine medizinische Behandlung in Anspruch genommen werden.

Ursachen

Schwere Beine, die sich müde anfühlen, können nicht nur durch eine Überbeanspruchung oder eine Fehlbelastung begründet sein. Recht häufig treten schwere Beine auch durch das Gegenteil, einen Mangel an Bewegung auf. Durch zu wenige Aktivität der Beine kommt es zu einer unzureichenden Muskelarbeit, welche jedoch bedeutsam ist, um die Funktion der Beinvenen zu unterstützen.

Die Venen der Beine werden durch Muskeln darin verstärkt, das sauerstoffarme Blut zum Herzen hin transportieren zu können. Sind die Beinvenen und die Muskulatur zu schwach, dann "versackt" das Blut in den unteren Extremitäten, was wiederum schwere Beine auslösen kann.

Kommt es durch eintönige Bewegungsmuster oder falsches Schuhwerk immer wieder zu einer einseitigen Belastung der Beine, können schwere Beine ebenfalls eine Folge sein. Eine einseitige oder Fehlbelastung der Beine als Ursache für schwere Beine entsteht beispielsweise durch eine permanent sitzende Position im Büro, im Fahrzeug oder im Flugzeug.

In den meisten Fällen sind die Beine durch ein stark begrenztes Platzangebot zusätzlich eingeschränkte und schwere Beine treten auf. Eine Schwäche der Venen (Venenleiden) ist gleichermaßen als Ursache für schwere Beine anzusehen.

Diagnose und Verlauf

Bei der Diagnose, welche auf ein Symptom wie schwere Beine folgt, genügt es in der Regel nicht, die Anamnese des Patienten oder der Patientin abzuklären und ein persönliches Arztgespräch zu führen. Weisen die Dauer und die Stärke der Beeinträchtigung schwere darauf hin, dass es keine vorübergehenden und zu verharmlosenden Auslöser sind, schließen sich weiterführende diagnostische Erhebungen an. Diese Methodiken umfassen überwiegend bildgebende Technologien, welche unter den Bezeichnungen Dopplersonografie und Phlebografie bekannt sind.

Bei der Dopplersonografie, eine Spezialuntersuchung für schwere Beine auf der Basis des Ultraschalls kann die Fließgeschwindigkeit des Blutes gemessen werden. Die Phlebografie ist eine Untersuchungsvariante, welche eine Differentialdiagnose unterstützt und bei einer Vermutung auf Krampfadern eingesetzt werden kann.

Behandlung und Therapie

Damit schwere Beine nicht zu einem Risikofaktor werden, ist eine schnellstmögliche Therapie anzustreben. Nicht bei allen Ursachen, welche schwere Beine nach sich ziehen, ist immer medizinischer Handlungsbedarf angesagt. Häufig genügen eine Umstellung der individuellen Lebensweise und eine Erhöhung der körperlichen Bewegung sowie den Einsatz ergonomischer Einrichtungsgegenstände, um schwere Beine eigenständig zu beseitigen. Insbesondere das Hochlegen der unteren Extremitäten wirkt sehr schnell gegen schwere Beine und ist einfach umzusetzen.

Die Durchführung spezieller Übungen, welche sich als Venengymnastik eignen, lindern ebenfalls die Beschwerden, welche schwere Beine mit sich bringen. Hat es sich erwiesen, dass eine Schwäche der Venen oder eine angehende Herzinsuffizienz schwere Beine bedingen, werden hochwertige Therapie genutzt.

In diesem Zusammenhang werden gegen schwere Beine sogenannte medizinische Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsverbände eingesetzt, um das Fortschreiten einer weiteren Thrombosebildung zu vermeiden. Bewährt haben sich gegen schwere Beine zudem pharmazeutische Präparate, die sowohl mit als auch ohne Rezept erhältlich sind. In diesem Zusammenhang sollen verschiedene pflanzliche Arzneistoffe zweckmäßig sein, welche gegen schwere Beine äußerlich angewendet werden und die Durchblutung steigern.

Operative Eingriffe, welche bei einer Venenschwäche möglich sind, um gegen schwere Beine vorgehen zu können, werden gemeinsam mit dem behandelnden Arzt abgeklärt.

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Vorbeugung

Zur Vorbeugung gegen schwere Beine eignen sich zunächst eine ausgiebige körperliche Bewegung, die aus Sportarten wie Schwimmen, Joggen, Walken, Radfahren und Wandern bestehen kann. Darüber hinaus ist es wichtig, die Beine ab und an erhöht zu lagern, um schwere Beine zu vermeiden. Durch das Tragen von genau und professionell angepassten medizinischen Strümpfen entsteht eine Kompression auf die Beinvenen, was zu einer Vorbeugung gegen schwere Beine beiträgt. Diese Strümpfe helfen nicht nur älteren Menschen gegen schwere Beine. Menschen, die viel stehen müssen, sollten ebenfalls Kompressionsstrümpfe anziehen, um rechtzeitig gegen schwere Beine vorgehen zu können.

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