Schwellungen am Fuß

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. April 2015
Gesundpedia.deSymptome Schwellungen am Fuß

Im Alltag oder gerade während des Sports kann es leicht zu einer Bewegung kommen, die außerhalb des Bewegungsradius des Knöchels liegt wodurch Schwellungen am Fuß auftreten können. Nach dem Umknicken schwillt der Fuß an und kann Hämatome aufweisen. Aber Unfälle sind nicht die einzigen Gründe, weshalb der Fuß an Umfang zunehmen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schwellungen am Fuß?

Eine Schwellung wird auch als Ödem bezeichnet. Es handelt sich um Wassereinlagerungen im Gewebe. Dieses gelangt dann ins Gewebe, wenn die Flüssigkeit außerhalb der Zellen hergestellt wird. Das Wasser verharrt in den Körperinnenräumen und lässt sich identifizieren, indem auf die betroffene Stelle Druck ausgeübt wird. Wenn ein Abdruck bleibt, so handelt es sich meistens um eine Schwellung. Schwellungen können am ganzen Körper auftreten und sind oftmals Symptom einer Krankheit, die diagnostiziert werden sollte.

Schwellungen an den Füßen sind zum Beispiel Zeichen für Überbelastung, Arthrose, Bandverletzungen oder Überdehnungen. Genauso gut kann ein Ödem aber auch ohne vorherige äußerliche Verletzung erscheinen. Dann ist es ein Symptom einer grundlegenderen Krankheit. Ödeme äußern sich oftmals durch ein unangenehmes Spannungsgefühl, Schwere und Schmerzen.

Ursachen

Schwillt der Fuß in Folge eines Unfalls an, begleitet die Schwellung meistens Bänderüberdehnungen- oder Risse. Dies geschieht oft in Folge einer unbeabsichtigten Drehung des Knöchels. Blutergüsse zeigen, dass bei der Verletzung auch Blut ins Gewebe gedrungen ist. Liegt eine Schwellung ohne Verletzung vor, sind die Ursachen tiefgründiger. Bei einem Lymphödem schwillt der gesamte Fuß inklusive den Zehen an. Das Ödem tritt vermehrt einseitig auf, ein beidseitiges Vorliegen ist jedoch ebenfalls möglich.

Ursache ist eine Störung der Lymphen. Das Wasser sammelt sich zwischen den Zellen und kann nicht abtransportiert werden. Die Krankheit wird in mehrere Stadien unterteilt. Während das Wasser im ersten Stadium durch das Hochlegen der Beine zurückgeht, verhärtet sich die Schwellung im vierten und letzten Stadium, wodurch auch die Hautstruktur verändert wird. Bei Lymphödemen unterscheidet man zwischen primären und sekundären Lymphödemen. Primäre Lymphödeme sind angeboren, bei sekundären wird das Transportsystem durch Entzündungen, Traumen oder bösartige Erkrankungen geschädigt und in der Funktion eingeschränkt.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Durch den Lymphstau entstehen tiefe Falten im Bereich des Sprunggelenkes und der Zehen. Besonders beim primären Lymphödem verformen sich die Zehen quadratartig. Der Verlauf der Krankheit wird in vier Phasen unterteilt. In der ersten liegt eine Schwellung vor, diese verschwindet jedoch durch das gezielte Hochlegen des betroffenen Beins. Die Schwellungen sind weich und lassen sich durch Druckausübung erkennen. In den folgenden Stadien verhärten die Schwellungen sich zunehmend und auch bei Druck bleibt kein Abdruck mehr zurück.

Die Haut ist rau, aber intakt und nicht verfärbt. In der letzten Phase entstehen Wucherungen des Bindegewebes, falls das Lymphödem unbehandelt bleibt. Die Schwellungen erreichen ihren maximalen Härtegrad und bleiben trotz Hochlagerung der Beine. Haut und Bein verformen sich, es wird von Elephantiasis gesprochen. Bei der Diagnose hilft das Stemmersche Zeichen. Wenn es nicht mehr möglich ist, eine Hautfalte zu separieren, ist dies bereits ein eindeutiges Zeichen. Zudem werden Aterien, Venen, Herz-Kreislaufsystem und Lymphknoten untersucht.

Behandlung und Therapie

Ziel der Therapie ist es, den behinderten Abfluss der Flüssigkeit wieder zu regulieren. Je früher ein Lymphödem diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die meisten Behandlungsmethoden sind physikalischer Natur. Im ersten Stadium kann es sogar schon ausreichen, das betroffene Bein regelmäßig erhöht abzulagern und eng sitzende Socken sowie Schuhe zu vermeiden. Primäre Lymphödeme in fortgeschrittenem Stadium bedürfen einer anderen Behandlung.

Bei der Entstauungstherapie wird eine Lymphdrainage mit den Händen praktiziert. Durch vier Grundgriffe soll die Pumpleistung der Lymphen gesteigert werden. Es wird ein Reiz auf das Gewebe ausgeübt, woraufhin sich die Pumpfrequenz der Lymphen erhöht. Gleichzeitig gelangt das Wasser durch die Druckmassage in Gebiete, welche nicht von Ödemen betroffen und dazu in der Lage sind, die Flüssigkeit abzutransportieren. Ein weiterer Teil ist die Kompressionsbehandlung durch Bandagen sowie ergänzender Gymnastik. Wenn die Schwellung zurückgewichen ist, werden Kompressionsstrümpfe angelegt.

Zur Vermeidung von unangenehmen Hautrissen und Verletzungen, die sich infizieren könnten, ist die pflegende Behandlung von Haut und Fuß ein weiterer wichtiger Unterpunkt der Entstauungstherapie. Entzündet die Haut sich immer wieder, hilft Antibiotika.

Neben diesen manuellen Methoden helfen ebenfalls Medikamente die entwässernd wirken. Diese werden besonders zu Beginn einer Therapie verschrieben, dürfen jedoch nicht langfristig eingenommen werden. In besonders schweren Fällen können Lymphgefäße auch chirugisch wiederhergestellt werden, um weitere Lymphödeme zu verhindern. Diese Methode ist jedoch kompliziert und wird nur bei wenigen Patienten angewendet.

Rezeptfreie Medikamente gegen Schwellungen und Entzündungen


Vorbeugung

Primäre Lymphödeme können nicht vorgebeugt werden. Sie entspringen den individuellen Genen. Das Risiko, an einem sekundären Lymphödem zu erkranken, lässt sich hingegen reduzieren. Hier ist es wichtig, kein Übergewicht aufzuweisen und die Beine regelmäßig hochzulagern. Langes Stehen sollte vermieden und regelmäßige Bewegung in den Alltag integriert werden. Besteht der Verdacht auf ein Lymphödem, so ist es ratsam, möglichst schnell medizinische Hilfe aufzusuchen, um eventuelle Konsequenzen in ihrem Umfang einzuschränken.

Bücher über Fußschwellungen und gesunde Füße

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Schwellungen am Fuß?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?