Schokolade

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. März 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Schokolade

Bei Schokolade handelt es sich um ein Nahrungs- und Genussmittel, das zum Großteil aus Kakaoerzeugnissen und diversen Zuckerarten besteht. Bei Milchschokolade sind auch Milcherzeugnisse enthalten. Schokolade kann sowohl in reiner Form als auch als weiterverarbeitetes Halbfertigprodukt genossen werden. Der Begriff Schokolade leitet sich vom einem kakaohaltigen Getränk der Azteken ab.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Schokolade wissen

Die Basis für die Herstellung der Schokolade ist die Kakaobohne, die ursprünglich aus Mexiko stammt und während des 16. Jahrhunderts nach Europa eingeführt wurde. Zu damaliger Zeit wurde die Schokolade in Form eines süßen Getränks verzehrt. Erst ab dem 19. Jahrhundert wurde Schokolade auch in fester Form hergestellt.

Ursprünglich wurde die Schokolade von Mayas und Azteken vor circa 3000 Jahren als Powergetränk zubereitet. Ebenso wurde die Schokolade in Europa vorerst als flüssiges Stärkungsmittel angeboten. 1847 wurde die erste Tafelschokolade in England produziert. Inzwischen ist die Schokolade in unzähligen Varianten erhältlich, die sich in Aussehen, Konsistenz und Geschmack unterscheiden.

Prinzipiell existieren drei verschiedene Sorten, die Milchschokolade, die dunkle bzw. bittere und die weiße Schokolade. Dabei sind die Schokoladen entsprechend ihres Kakaoanteils definiert, der zwischen 20 und 100 Prozent liegen kann. Dieser Kakaoanteil besteht aus gemahlenen und gerösteten Kakaobohnen.

Werden die Bohnen zermahlen, so verbinden sich deren Zellbestandteile mit der freigesetzten Kakaobutter, sodass die Kakaomasse entsteht. Bei dunkler Schokolade sollte der Kakaoanteil 35 Prozent oder mehr betragen. Hierbei wird in die Sorten halbbitter, bitter sowie extrabitter unterteilt. Bei Milchschokolade muss der Kakaoanteil wenigstens 25 Prozent betragen. Umso höher der Kakaoanteil, umso geringer ist der Zuckeranteil der Schokolade.

Bedeutung für die Gesundheit

Schokolade wird gern als Nervennahrung bezeichnet und verdient diesen Ruf zurecht. Tatsächlich kann der Verzehr von Schokolade Stress reduzieren, da sie im Körper dazu führt, dass vermehrt Serotonin gebildet wird. Serotonin ist ein Glückhormon und erhöht folglich das Wohlbefinden. Hierbei gilt, dass umso mehr entsprechende Wirkstoffe enthalten sind, je dunkler die verzehrte Schokolade ist.

Darüber hinaus kann insbesondere dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil zur Vorbeugung oder Linderung diverser Volkskrankheiten beitragen. So kann die Schokolade etwa Entzündungen hemmen, den Blutdruck senken, den Cholesterinspiegel regulieren und bei Thrombosen sowie Herzbeschwerden helfen.

Auch kann dunkle Schokolade aufgrund der vielfach enthaltenen Antioxidantien zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Sogar bei Übergewicht kann dunkle Schokolade helfen, weil Kakao die Wirksamkeit des Insulins verbessert und dadurch die in Folge von Übergewicht oftmals auftretende Insulinresistenz verringert.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Schokolade besteht zum Großteil aus Kakao, Wasser, Vanille und einer bestimmten Art von Pfeffer. Kakaobutter enthält circa 60 Prozent gesättigte Fettsäuren und lediglich 7 Prozent mehrfach ungesättigte Fette. Aus diesem Grund ist die Kakaobutter relativ stabil und wird nur sehr langsam ranzig.

Bei den gesättigten Fetten handelt es sich überwiegend um die gesundheitlich vollkommen unbedenkliche Palmitin- und Stearinsäure. Diese stellen für den Menschen hervorragende Energiequellen dar. Darüber hinaus enthält Schokolade Ballaststoffe, Kohlenhydrate, Mineralien und einen variierenden Gehalt an Zucker und Fett.

Der Zuckeranteil liegt im Durchschnitt bei circa 35 Prozent, während der Fettanteil etwa 13 Prozent beträgt. Auch enthält Schokolade Mineralien wie etwa Eisen, Phosphor, Kupfer und Kalium. Flavonoide in der Schokolade sind vermutlich für die blutdrucksenkende Wirkung dunkler Schokolade verantwortlich.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 536 kcal/ 2245 kj
Eiweiß 9,20 g
Kohlenhydrate 54,10 g
Fett 31,50 g
Wasser 1,40 g
Ballaststoffe 1,36 g
Vitamin B5 900 µg
Vitamin A 59 µg

Unverträglichkeiten

Schokolade kann bei einigen Menschen Hautunreinheiten oder sogar Akne hervorrufen. Auch von einem übermäßigen Konsum von Bitterschokolade sollte abgesehen werden, da sich bestimmte Inhaltsstoffe gesundheitsschädigend auswirken können. In Kombination mit einem Milchgetränk würde dies neutralisiert werden.

Generell sollte auf einen maßvollen Genuss geachtet werden, insbesondere im Hinblick auf den hohen Fett- und Zuckergehalt, der hauptsächlich in Milchschokolade enthalten ist.

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Einkaufs- und Küchentipps

Beim Kauf von Schokolade sollte darauf geachtet werden, dass die Kakaobohnen aus ökologischen Anbau stammen. Schokolade sollte vor Hitze und generellen Temperaturschwankungen geschützt werden. Die Lagertemperatur von Schokolade liegt bestenfalls zwischen 12 und 20°C und sollte nach Möglichkeit konstant sein.

Auch nimmt Schokolade leicht Fremdgerüche an, weshalb die Lagerung luftdicht in einer geruchsneutralen Packung erfolgen sollte. Stark riechende Nahrungsmittel wie beispielsweise Fisch, Käse und Fleisch sollten nicht in der Nähe gelagert werden.

Zubereitungstipps

Schokolade kann sowohl direkt verzehrt als auch weiterverarbeitet werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. So können etwa Pralinen mit einer Schokoglasur überzogen oder Soßen für ein exotisches Aroma abgeschmeckt werden.

Schokoladenglasuren für Kekse oder Kuchen werden in einer Schüssel mit warmem Wasserbad geschmolzen und im Anschluss zur Verfeinerung des Gebäcks verwendet.

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