Schnarchen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. Juli 2015
Gesundpedia.deSymptome Schnarchen

Die teilweise recht große Lautstärke, welche beim Schnarchen entsteht und das Auf und Ab der Töne machen einen Schnarcher häufig einsam. Dadurch entsteht unter Umständen ein großer Leidensdruck. Außerdem kann Schnarchen durchaus zu einem lebensbedrohlichen Zustand werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Schnarchen?

Das Schnarchen ist ein Zustand, welcher mit typischen Geräuschen verbunden ist und begleitend zu einer Schlaf- oder Ruhephase auftritt. Das Schnarchen ist durch regelmäßige oder unregelmäßige knatternde, teilweise röchelnde oder kratzende Laute gekennzeichnet.

Diese können sehr stark werden, ohne dass die betroffenen dies selbst wahrnehmen. Ein enger Zusammenhang besteht zwischen dem Schnarchen und der sogenannten Schlafapnoe. Grundsätzlich sollte eine dauerhaftes Schnarchen einen Besuch beim Hals- Nasen-Ohrenarzt mit sich bringen, um die belastende Situation zu beheben.

Ursachen

Die beim Schnarchen erkannten Ursachen können in verschiedenen psychischen und physischen Aspekten liegen. So kann ein zu hohes Körpergewicht den Organismus so belasten, dass es zum Schnarchen kommt. Eine Erkältung, Eingengung der Atemwege und eine damit verbundene Mangelatmung sowie die Aufnahme von Alkohol rufen ebenfalls Schnarchen hervor.

Eine Vielzahl an Medikamenten, welche zu einer Muskelentspannung und einem tieferen Schlaf beitragen, die Schlafapnoe sowie entzündliche Vorgänge im Rachenbereich mit einhergehenden Schwellungen tragen ebenso zum Schnarchen bei. Durch eine falsche Lage des Kopfes können die Atemwege teilweise verlegt sein, sodass geschnarcht wird. Eine erbliche Veranlagung sowie ein Mangel des Geschlechtshormons Progesteron bedingen ebenfalls ein Schnarchen.

In den meisten Fällen entstehen die beim Schnarchen typischen Geräusche durch ein Nachlassen der Muskelspannung der oberen Atemwege, sodass es zu einem flatternden Effekt der entsprechenden Gewebsbereiche kommt. Auch das Rauchen kann ein Schnarchen auslösen.

Diagnose und Verlauf

Atmung beim Schnarchen.

Die diagnostischen Verfahrensweise, welche beim Schnarchen angewendet werden, sind überaus vielgestaltig und werden daher unter dem Begriff Schnarchdiagnostik zusammengefasst. Bei der modernen Diagnostik des Schlafens werden insbesondere verschiedene Etappen nacheinander absolviert.

Diese basieren auf einer Untersuchung der Atemwege und deren Funktionstüchtigkeit durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, einen als Schlaf-Apnoe Screening bezeichneten Untersuchungskomplex und letztendlich die Schlafendoskopie. Je nachdem, um welche Untersuchungsvariante es sich handelt, können die Ergebnisse durch spezielle Geräte aufgezeichnet werden, welche nachts getragen werden.

Durch eine im stationären Schlaflabor unter Beobachtung durchgeführte Maskenatmung während des Schlafes, kann das Schnarchen ebenfalls sicher festgestellt werden. Das Schlaf-Apnoe Screening umfasst beim Schnarchen die Kontrolle des Pulses und des Sauerstoffgehaltes des Blutes, die Motorik der Atemmuskulatur und die Beurteilung der beim Schnarchen entstehenden Laute.

Behandlung und Therapie

Gegen das Schnarchen werden neben den schulmedizinischen Therapien ebenfalls die heilkundlichen und homöopathischen Varianten sowie einige bewährte Hausmittel empfohlen. Die Wirkung und der erzielbare Erfolg dieser Varianten hängen jedoch immer von den Auslösern und dem Ausmaß des Schnarchens ab. Recht gute Behandlungsmethoden, die insbesondere auf die verschiedenen individuellen Aspekte beim Schnarchen eingehen, bieten die zeitgemäßen Schnarchtherapien.

Ein Fundament der Behandlung gegen das Schnarchen stellen bewährte Medikamente dar. Die Arzneistoffe werden in der Regel lokal verabreicht. Das bedeutet, dass die Wirkstoffe in den Gaumen injiziert werden. Diese werden gegen das Schnarchen eingesetzt, welches durch eine Behinderung der Atmung durch die Nase entsteht. Lösen anatomische Faktoren wie eine Volumenzunahme der Gaumenmandeln oder Tumore im Nasen-Rachenraum ein Schnarchen aus, können diese operativ beseitigt werden.

Auch operative Eingriffe im Zusammenhang mit der Straffung des Gaumensegels tragen zu einer endgültigen Geräuschbeseitigung durch das Schnarchen bei. Das zum Schnarchen führende Flattern des Gaumensegels kann in den meisten Fällen durch die Injektionen verhindert werden. Chirurgische Eingriffe können außerdem zu einer Begradigung der Nasenscheidewand beitragen, wodurch eine bessere nasale Atmung erzielbar ist.

Sind entzündliche Prozesse in der Kieferhöhle die Ursachen für das Schnarchen, erfolgt eine Verabreichung von Antibiotika. Eine weitere Linderung des Schnarchens kann durch entzündungshemmende und schleimlösende pharmazeutische Produkte erreicht werden. Eine Hilfe gegen das Schnarchen sind ebenfalls Schnarchpflaster und technische Geräte, welche ein Flattern des Gaumensegels verhindern.

Zu den weiteren operativen Maßnahmen gegen das Schnarchen gehören ein Vorpositionieren des Unterkiefers sowie spezielle Verlagerungen der Zunge und des Zungengrundes.

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Vorbeugung

Um dem Schnarchen effektiv entgegenwirken zu können, ist es möglich, eigene Verhaltensweisen zu ändern und sich entsprechend auf den Schlaf vorzubereiten. Dies betrifft bei der Prophylaxe gegen das Schnarchen durch eine richtige Position des Kopfes und Rückens, den Verzicht auf Alkohol, Nikotin sowie Speisen kurz vor dem Schlafen.

Die Schlafstätte sollte so beschaffen sein, dass eine Antischnarch-Position im Bett gewährleistet ist. Neben dem Tragen einer Schlafmaske kann auch die richtige Lage wichtig sein, um einem Schnarchen vorzubeugen. Werden spezielle Vorrichtungen verordnet, zu denen beispielsweise auch eine Gaumenspange gehört, sollte diese regelmäßig getragen werden, damit es nicht zum Schnarchen und damit verbundenen Komplikationen kommt.

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