Schmerzen in den Beinen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Schmerzen in den Beinen

Schmerzen in den Beinen können verschiedene Stellen des Beins betreffen und viele verschiedene Gründe haben. Meist bestehen harmlose Ursachen. Wenn die Schmerzen jedoch längere Zeit andauern, sollte unbedingt ein Arzt zurate gezogen werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schmerzen in den Beinen?

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Medikamente gegen: Schmerzen

Die Art und der Ort der Schmerzen in den Beinen weisen oft bereits auf bestimmte Ursachen hin. So können die Gelenke, die Muskeln oder auch die Blutgefäße betroffen sein. Das Knochengerüst des Beins besteht aus dem Oberschenkelknochen, Schienbein, dem Wadenbein und den Fußknochen, die über das Gelenksystem miteinander verbunden sind. Weiterhin enthält das Bein viele Muskeln, Sehnen, Bänder und Nerven.

Besonders häufig sind die Gelenke von Schmerzen betroffen. So treten häufig Knieschmerzen, Schmerzen in den Fußgelenken oder an der Verbindungsstelle zwischen Oberschenkelknochen und Becken auf. Andere Ursachen für Schmerzen in den Beinen sind oft Durchblutungsstörungen und Veränderungen der Blutgefäße.

Ursachen

Wie bereits erwähnt, führen vielfältige Ursachen zu Schmerzen in den Beinen. Dazu zählen Verletzungen, wie z. B. Knochenbrüche, Verstauchungen oder oberflächliche Verletzungen. Weiterhin verursachen oft Überbeanspruchungen von Gelenken Gelenkschmerzen, die sich durch starke Schmerzen, Schwellungen und Wärmeentwicklung äußern. Häufig treten auch Gelenkverletzungen durch Gelenktausrenkungen und Gelenkluxationen auf.

Bei Überbeanspruchung der Muskeln äußern sich Muskelschmerzen in den Beinen meist als harmloser Muskelkater. Jedoch es gibt auch einige seltene, mit Schmerzen verbundene Muskelerkrankungen. Knochenerkrankungen, wie Osteoporose, sind weitere Ursachen. Häufig treten Gelenkentzündungen auf, welche als Arthritis bezeichnet werden.

Hinzu kommt besonders im Alter die Arthrose (Gelenkverschleiß) hinzu. Auch autoimmunologisch bedingte Gelenkbeschwerden, wie Rheuma, können zu Beinschmerzen führen. Bei einem Bandscheibenvorfall entstehen die Beinschmerzen meist durch Quetschung der Nervenwurzel des Ischiasnervs. Eine Hauptursache für Schmerzen in den Beinen sind jedoch Durchblutungsstörungen aufgrund einer Arteriosklerose.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

In vielen Fällen ist keine genaue Diagnose bei Schmerzen in den Beinen notwendig, wenn sie durch eine Überlastung der Muskeln entstehen. Ein daraus entstehender Muskelkater besteht nur zeitweilig und verschwindet nach einigen Tagen. Auch für kurzfristige Gelenkschmerzen gibt es häufig harmlose Ursachen.

Wenn die Schmerzen jedoch längere Zeit bestehen, sollte unbedingt der Arzt konsultiert werden. Auf der Basis von Ort und Art der Schmerzen kann der Arzt bereits oft eine Verdachtsdiagnose stellen. Wichtig ist jedoch das Patienten-Arzt-Gespräch, in dem bekannte Vorerkrankungen, wie Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Arthrose oder Bandscheibenvorfall unbedingt erwähnt werden müssen. Dann wird der Arzt das Bein untersuchen und bestimmte Bewegungstests durchführen.

Bei der Untersuchung können Schwellungen, Blutergüsse, Gelenkergüsse und Bewegungsfähigkeit des Beines festgestellt werden. Diese charakteristischen Veränderungen weisen häufig auf eine bestimmte Erkrankung hin, welche noch durch bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen bestätigt werden müssen.

Zu den angewendeten bildgebenden Verfahren gehören z. B. Röntgenaufnahmen, Ultraschalluntersuchungen, Gelenkspiegelungen oder die Kernspintomografie (MRT). Des Weiteren finden neurologische und elektrophysiologische Untersuchungen statt, die die Nervenbeteiligung an den Schmerzen in den Beinen feststellen sollen. So werden Nervenschädigungen und die Nervenleitfähigkeit bestimmt.

Eine Gelenkpunktion kann einen Gelenkerguss feststellen. Blutuntersuchungen werden beim Verdacht auf Entzündungsprozesse durchgeführt. Eine eventuelle Durchblutungsstörung kann durch eine Angiografie diagnostiziert werden. Oftmals ist es notwendig, alle vorgestellten Untersuchungen durchzuführen, wenn nicht eindeutig bestimmt werden kann, ob die Gelenke, die Knochen oder gar eine Durchblutungsstörung für die Schmerzen in den Beinen verantwortlich sind.

Behandlung

Die Therapie der Schmerzen in den Beinen richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Muskelschmerzen durch Überbeanspruchung der Muskeln bedürfen keiner Behandlung, da sie von alleine wieder verschwinden. Bei Verletzungen von Knochen und Gelenken muss für die Ruhigstellung durch Bandagen oder Gipsverbände gesorgt werden. Wenn die Schmerzen durch Gelenkentzündungen entstehen, werden oft auch entzündungshemmende Medikamente, wie z. B. Acetylsalicylsäure, in Form von Tabletten oder Salben verabreicht.

Unter Umständen können bei starken Gelenkschmerzen Gelenkinjektionen mit Kortison durchgeführt werden. Bei Durchblutungsstörungen hilft viel Bewegung, Ernährungsumstellung und eventuell Medikamente. Teilweise ist auch eine operative Behandlung zur Sicherung der Durchlässigkeit der Blutgefäße notwendig. Um bei Krampfadern Schmerzen zu vermeiden, sollten Kompressionsstrümpfe getragen werden.

Welche weitergehende Maßnahmen durchgeführt werden, ist abhängig von der Ursache der Beinbeschwerden. Bewährt hat sich Krankengymnastik, Wärme- oder Kältebehandlung, allgemeine Bewegung, Wasser- Elektro- oder die Ultraschalltherapie. Welche Therapieform letztlich bei Schmerzen in den Beinen sinnvoll ist, sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.



Vorbeugung

Den Schmerzen in den Beinen kann man in vielen Fällen vorbeugen. Unabhängig davon, ob Durchblutungsstörungen, Gelenkentzündungen, Arthrose oder Osteoporose vorliegen, kann körperliche Bewegung viele dieser Erkrankungen verhindern oder zumindest hinauszögern.

Selbstverständlich helfen auch eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Alkohol oder Rauchen, den Durchblutungsstörungen, aber auch den Knochen- und Gelenkbeschwerden vorzubeugen.

Selbst bei bestehenden Schmerzen in den Beinen haben körperliche Bewegung und ausgewogene Ernährung einen positiven Einfluss auf den Heilungsprozess.

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