Schmerzen beim Atmen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Oktober 2016
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Schmerzen beim Atmen Schmerzen beim Atmen können Ausdruck verschiedenster Erkrankungen sein. Ebenso vielfältig sind die Behandlungsmöglichkeiten bei entsprechender Schmerzen. Vorbeugen lässt sich ihnen nur begrenzt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schmerzen beim Atmen?

Unter Schmerzen beim Atmen versteht man meist stechende Schmerzen, die hauptsächlich beim Ein- und Ausatmen auftreten. Sie sind die Folge unterschiedlichster Erkrankungen und können deshalb auf vielen Wegen behandelt werden.

Auch der Verlauf sowie die vorbeugenden Maßnahmen hängen von der Grunderkrankung ab, weshalb es sinnvoll ist, die Diagnose frühzeitig stellen zu lassen und im Anschluss daran eine umfassende Behandlung einzuleiten.

Schematischer Aufbau (Anatomie) der menschlichen Lunge.

Ursachen

Schmerzen beim Atmen können verschiedenste Ursachen haben. Häufig sind sie ein Begleitsymptom einer Infektionskrankheit wie Grippe, Scharlach, Masern oder Röteln.

Auch Rheumatismus kann Atemschmerzen auslösen, was in diesem Fall auf eine Entzündung der Zwischenrippenmuskeln zurückzuführen ist. Die Lungen sind bei erwähnten Ursachen nicht mit einbezogen.

Treten die Atemschmerzen einseitig auf, kann eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels zugrunde liegen. Da die Nerven hier mit einbezogen sind, gehen viele Patienten allerdings davon aus, dass die Beschwerden tatsächlich von den Atmungsorganen ausgehen.

Weitere Ursachen für Atemschmerzen können Entzündungen des Rippenfells als Grundlage haben. Ebenso kann die Gürtelrose bis zu den Atmungsorganen ausstrahlen und dort starke Schmerzen verursachen.

Zuletzt können Atemschmerzen auch von klassischen Lungenbeschwerden wie etwa einer Lungenentzündung oder einer herrühren. Es gibt also eine Vielzahl unterschiedlicher Ursachen, die meist jedoch nicht direkt mit der Lunge zu tun haben. Die Behandlung konzentriert sich dementsprechend auf die Behebung der eigentlichen Auslöser im Brustbereich.

Krankheiten

Diagnose

Schmerzen beim Atmen werden mit Hilfe verschiedener Untersuchungen diagnostiziert. Da es eine Vielzahl an Symptomen gibt, die als Auslöser in Frage kommen, führt der Arzt zunächst eine Anamnese durch. Innerhalb dieser grenzt er die möglichen Auslöser durch Fragen zur Schmerzintensität, zu Begleiterscheinungen, zu eventuellen Vorerkrankungen und zum allgemeinen Gesundheitszustand ein.

Im Anschluss daran wird die körperliche Untersuchung durchgeführt. Je nachdem, welchen Verdacht der Arzt hat, wird dann die Lunge abgehört oder eine Röntgenaufnahme des Brustbereichs gemacht. Oftmals ist es auch notwendig, Blut oder Urin abzunehmen, um die Entzündungswerte zu messen.

Liegt nach diesen Untersuchungen noch kein konkreter Verdacht vor, muss unter Umständen eine CT durchgeführt werden. Dabei wird der Patient komplett durchleuchtet, wodurch Verletzungen, Entzündungen oder Tumore in Lunge, Rachen oder Brust festgestellt werden können.

Je nachdem, welche Grunderkrankung den Atemschmerzen zugrunde liegt, kann der Verlauf ganz unterschiedlich sein. Eine Entzündung beispielsweise, kann schwerwiegende Folgen haben, während Husten und leichte Bronchitis durch eine entsprechende Behandlung positiv verlaufen.

Behandlung und Therapie

Schmerzen beim Atmen werden je nach Ursache behandelt. Liegt ihnen eine Infektionskrankheit zugrunde, müssen entsprechende Antibiotika verabreicht werden, wobei auch Bettruhe und eine Schonung der Atemwege sinnvoll ist.

Atemschmerzen, die auf Durchblutungsstörungen des Herzmuskels zurückzuführen sind, werden behandelt, indem Medikamente eingesetzt werden. Zudem wird das Präparat Heparin verabreicht, welches das Blut verdünnt und somit auch den Durchblutungsstörungen entgegenwirkt. Darüber hinaus ist es notwendig, die Risikofaktoren wie etwa Diabetes mellitus zu behandeln und die Fließeigenschaften des Blutes durch verschiedene Medikamente wie Buflomedil oder Naftidrofuryl zu verbessern.

Löst eine Rippenfellentzündung die Schmerzen beim Atmen aus, können neben der eigentlichen Erkrankung zahlreiche Hausmittel helfen. Dazu zählen warme Brustwickel, eine Heublumentherapie und andere Maßnahmen.

Begleitend sollte eine Atemgymnastik durchgeführt werden. Sind die Beschwerden schwerwiegend, kommt neben der Einnahme von Antibiotika auch eine Punktion des Brustfells in Frage.

Ist eine Lungenentzündung die Ursache, werden ebenfalls Antibiotika verschrieben. Zudem werden hustendämpfende Medikamente mit dem Wirkstoff Codein verschrieben.

Eine Atemtherapie hilft dabei, die Schmerzen zu verringern und die Gesundheit der Lunge wieder herzustellen. Je nachdem, wie schwerwiegend die Beschwerden sind, kann es auch notwendig sein, Expektorantien und andere Schleimlöser zu nutzen.

Zuletzt können Schmerzen beim Atmen auch von Verspannungen herrühren. Ist das der Fall, kann eine Atemgymnastik sinnvoll sein. In Verbindung mit schmerzstillenden Mitteln kann auch das Atemvolumen schnell wieder gesteigert werden. Anderweitige Erkrankungen, die Atemschmerzen als Begleiterscheinung haben, müssen individuell und je nach Schwere der Symptome behandelt werden. Da es unterschiedlichste Auslöser geben kann, ist es sinnvoll, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen.



Vorbeugung

Schmerzen beim Atmen lässt sich in manchen Fällen vorbeugen. Bei einer Lungenentzündung beispielsweise, kann durch die zeitnahe Gabe von Schmerzmitteln verhindert werden, dass es zu Schmerzen kommt. Auch bei Entzündungen und anderen Auslösern hilft diese Maßnahme. Natürlich kann auch den einzelnen Erkrankungen vorgebeugt werden. Ein gesunder Lebensstil ist hier in jedem Fall ein unterstützender Faktor. Ausreichend Bewegung ist ebenso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Alkohol, Nikotin oder Drogen.

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