Schleimbeutelentzündung - Hüfte

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. März 2016
Gesundpedia.deSymptome Schleimbeutelentzündung - Hüfte

Von einer Schleimbeutelentzündung kann auch die Hüfte betroffen sein. Die Schleimbeutelentzündung - Hüfte wird durch ständige Reizungen des Gewebes oder Verletzungen hervorgerufen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schleimbeutelentzündung - Hüfte?

Als Schleimbeutelentzündung (Bursitis) der Hüfte werden entzündliche Reaktionen des Hüftschleimbeutels bezeichnet. Schleimbeutel sind in jedem echten Gelenk vorhanden. Sie befinden sich zwischen festen Strukturen, die sich gegeneinander verschieben lassen. So wird der Hüftschleimbeutel von der Gelenkpfanne des Hüftknochens sowie dem Oberschenkelhalskopf umgeben. Der Schleimbeutel hat die Funktion, den Druck gleichmäßig zu verteilen. Außerdem macht er das Aufeinandergleiten von Knochen und Knorpel leichter.

Schleimbeutelentzündungen an der Hüfte treten im Vergleich zu Entzündungen an den Knien und den Ellenbogen etwas seltener auf. Es ist möglich, dass dabei unterschiedliche Schleimbeutel in Mitleidenschaft gezogen werden. Zu den häufigsten Entzündungsformen an der Hüfte zählen die Bursitis iliopectinea an der Leiste sowie die Bursitis trochanterica, die sich an der Hüftaußenseite zeigt. Bemerkbar macht sich eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte durch Schmerzen nach verstärkten Belastungen. Bei Bewegung verschlimmern sich die Beschwerden noch. Die Bursitis der Hüfte tritt bei Frauen etwas häufiger auf als beim männlichen Geschlecht. Nicht selten leiden die betroffenen Personen unter Übergewicht.

Ursachen

Umgeben wird der Schleimbeutel der Hüfte von einer Membran und einer Kapsel, die zum Teil durchlässig ist. Auf diese Weise gelangen wichtige Nährstoffe aus der Blutbahn durch die Hülle des Schleimbeutels hindurch. Allerdings erhalten auch Krankheitserreger dadurch die Möglichkeit, bis in das Hüftgelenk vorzudringen und dort eine Entzündung auszulösen. Ihren Ursprung haben die Keime an einer anderen Körperstelle. Wird diese nicht behandelt, können Viren oder Bakterien von dort aus ins Blut übergehen und sich an einer anderen Stelle einnisten. Gelingt es den Keimen, die Gelenkkapsel der Hüfte zu durchqueren, siedeln sie sich im Schleimbeutel an, was eine Entzündung zur Folge hat.

Aber auch sportliche Aktivitäten, die zu einer Überlastung des Hüftgelenks führen, können der Grund für die Entstehung einer Bursitis in der Hüfte sein. Schuld daran sind sich ständig wiederholende Bewegungsabläufe. So zeigen sich Schleimbeutelentzündungen der Hüfte nicht selten bei Sportlern wie Langläufern. Als weitere Ursache für eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte kommen Verletzungen infrage. Diese werden zumeist durch die unmittelbare Einwirkung von Gewalt wie Schläge auf die Hüfte ausgelöst. Der Schleimbeutel füllt sich dann mit Blut, was zu einer Entzündung führt.

Zu Beginn der Schleimbeutelentzündung lassen sich kaum Beschwerden an der Hüfte wahrnehmen. Mitunter zeigt sich ein leicht reibendes oder brennendes Gefühl im Hüftbereich. Setzt sich die Belastung der Hüfte fort, verstärken sich die Beschwerden deutlich bei der Entstehung von Druck. Darüber hinaus erwärmt sich der betroffene Hüftteil spürbar. Von außen lässt sich die Bursitis nicht durch die typischen Anzeichen einer Entzündung erkennen. Zum Arzt gehen die Betroffenen meist erst dann, wenn sie unter starken stechenden Schmerzen leiden.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Besteht Verdacht auf eine Schleimbeutelentzündung in der Hüfte, befasst sich der behandelnde Arzt zunächst mit der Krankengeschichte des Patienten. Des Weiteren nimmt er eine körperliche Untersuchung vor, in deren Verlauf er die Hüfte abtastet und auf Druckschmerzen überprüft. Mitunter lässt sich auch eine Schwellung oder Überwärmung erfühlen. Weiteren Aufschluss gibt eine Blutuntersuchung im Labor. Dabei kann der Arzt das Vorliegen einer Entzündung durch das Bestimmen spezieller Parameter ermitteln. Durch eine Infektion tritt eine Veränderung der Blutwerte im Körper ein, wodurch diese sich erhöhen. Sind die Blutwerte jedoch normal, deutet dies auf eine überlastete Hüfte hin.

Ebenfalls zu den Diagnoseverfahren gehört die Sonographie (Ultraschalluntersuchung), durch die sich die Hüfte sichtbar machen lässt. Auf diese Weise hat der Arzt die Möglichkeit, das Vorliegen einer Entzündung zu erkennen. Normalerweise reicht das Schonen des Hüftgelenks kombiniert mit einer medikamentösen Behandlung aus, damit die Bursitis an der Hüfte wieder abheilen kann. Die Heilungsdauer schwankt zwischen einigen Tagen und Wochen. Als besonders günstig gilt der Krankheitsverlauf, wenn eine Überlastung die Ursache der Schleimbeutelentzündung ist. Bei bakteriellen Infektionen muss dagegen mit Komplikationen wie Bewegungseinschränkungen, Infektionen oder Schädigungen der Nerven gerechnet werden.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung einer Schleimbeutelentzündung richtet sich nach der auslösenden Ursache. Schonen die Patienten ihr Hüftgelenk, heilt die Bursitis in der Regel problemlos wieder ab. Zur Bekämpfung der Schmerzen dienen kühlende Gels und Salben, die der Patient auf die betroffenen Stellen aufträgt. Auch die Anwendung von Kühlpads gilt als hilfreich. Wärmende Mittel sind hingegen zu vermeiden, da sie die Entzündung fördern.

Sinnvoll kann zudem die Verwendung einer Schiene oder eines Verbands sein, wodurch die Hüfte ruhiggestellt wird. Auch das regelmäßige Durchführen von krankengymnastischen Übungen fördert den Heilungsprozess. Ist eine bakterielle Infektion für das Auftreten der Schleimbeutelentzündung verantwortlich, wird diese mit einem passenden Antibiotikum behandelt. Zeigen die konservativen Therapiemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Dabei entfernt der Operateur den entzündeten Schleimbeutel.

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Vorbeugung

Damit es an der Hüfte gar nicht erst zu einer Schleimbeutelentzündung kommt, wird empfohlen, das Hüftgelenk mechanisch nicht zu stark zu belasten. Dies gilt besonders für das Ausüben von bestimmten Sportarten.

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