Rudern

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. November 2014
Gesundpedia.deSportarten Rudern

Rudern ist eine allgemeine durch die Kraft des Menschen angetriebene Fortbewegung eines Wasserfahrzeuges, das durch Riemen oder auch Skulls erfolgt. In der technischen Variante des Skullen (engl.sculling) befindet sich in jeder Hand des Sportler ein Ruder, das sogenannte Skull. In der technischen Variante des Riemenrudern (engl. rowing) hält der Ruderer allerdings nur ein Ruder mit beiden Händen, den sogenannten Riemen. Rudern ist eine Sportart, die auf Kraftausdauer basiert. Je nach der Bootsgattung sitzt eine unterschiedliche Anzahl an Ruderern im Boot, deren Anzahl in den verschiedenen olympischen Bootsgattungen vom Einer (auch Skiff genannt) bis zum Achter variiert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Rudern ist bereits aus der frühen Geschichte der Menschheit bekannt. Bereits in der antiken Welt war das Rudern auf Galeeren, Handels- und Kriegsschiffen allgegenwärtig. Bis in das 17. Jahrhundert hat man sich nicht allein auf den Wind verlassen, sondern die Schiffe zusätzlich Ruderern bestückt.

Der Ursprung des Sportruderns liegt in England. Von dort aus nahm ab dem 19. Jahrhundert die Sportart ihren Siegeszug durch die ganze Welt. Das erste Achterrennen fand 1829 als College-Wettbewerb zwischen Oxford und Cambridge statt.

Bereits 1836 wurde der „Hamburger und Germania Ruderclub“ als erster deutscher Ruderverein gegründet. Durch besondere Aufnahmeverfahren wurde dafür gesorgt, dass in diesen Bootsgesellschaften die begüterten Kreise unter sich blieben und Angehörige der Volksmassen nicht Mitglied werden konnten.

Bootstypen

Unterschieden werden im Rudern grundsätzlich die Bootstypen der Rennboote sowie der Gigs (engl. „leichtes Boot“). Bei gleichen Grundaufbau sind die äußeren Merkmale der Außenkiel bei den Gigs sowie der Innenkiel und das geringere Gewicht bei den Rennbooten. In diesem Zusammenhang werden jeweils noch die Skull - sowie Riemenboote unterschieden. In den Skullbooten bedient der Ruderer zwei Skulls (Skull heißt doppelseitiger Antrieb) gleichzeitig. Bei Riemenbooten bedient jeder Ruderer einen Riemen mit beiden Händen auf der jeweiligen Seite des Bootes.

Je nach Anzahl der Ruderer werden Einer, Zweier, Vierer sowie Achter unterschieden. Gelegentlich sind Sechser, in Sonderfällen auch Dreier Bootstypen anzutreffen. Der Steuermann spielt eine besondere Rolle und ist auf den Bootstypen der Achter anzutreffen. Die Numerierung der Bootsplätze beginnt am Bug (vorn) und endet am Heck. Die linke Bootsseite, aus der Fahrtrichtung betrachtet, heißt Backboard, die rechte Steuerbord.

Technik

Rudern erfordert ein hohes Maß an Schlagtechnik, Balancegefühl sowie Koordinationsfähigkeit. Wesentliche Unterschiede in der Technik zwischen dem Skullen sowie Riemen bestehen nicht. Eine gute Technik hängt mit der richtigen Rudertechnik sowie einer guten Körperarbeit zusammen.

Der Ruderschlag

Der Ruderschlag stellt eine zyklische Bewegung dar, bei der sich Spannung sowie Entspannung rhythmisch abwechseln. Während die Grundtechnik leicht erlernbar ist, erfordert ein vollendetes beherrschen des Bewegungsablaufes jahrelanges Training. Wie die Glieder einer Kette reiht sich schlag an Schlag. Dabei darf keine Pause entstehen.

Das Wasserfassen leitet die Arbeitsphase ein. Während des jeweiligen Durchzuges wird das Boot durch den Druck des Ruderblattes vorwärts getrieben. Das Blatt bewegt sich heckwärts, der Ruderer rollt bugwärts.

Mit dem Ausheben des Blattes beginnt nach einer Umkehrbewegung die Ruhepause, das sogenannte Vorrollen. Dabei rollt der Ruderer entspannt heckwärts in die Ausgangsstellung zurück.

Grundlegend für die Schlagwirkung ist die Wasserarbeit. Während des Durchzuges bewegt sich das Ruderblatt parallel zur Oberfläche in natürlicher Schwimmlage durch das Wasser. Dabei darf das Ruder weder angehoben noch künstlich in das Wasser gedrückt werden.

Das entsprechende Ausheben am Schlagende erfolgt ebenso wie der neue Schlageinsatz mit senkrechtem Blatt. Um den Luftwiderstand zu verringern sowie die Wasseroberfläche nicht zu berühren, wird das Blatt beim Vorrollen gedreht.

Die Körperarbeit

Große Bedeutung für effektives Rudern hat die Körperarbeit. In der Ruderauslage bereiten sich Oberkörper, Arme sowie Beine auf den Schlagbeginn vor. Im Mittelzug, während die Ruderblätter senkrecht zum Boot stehen, soll die höchste Kraft aufgewandt werden. In der Rücklage befindet sich die Position des Körpers knapp hinter der Senkrechten. Nun liegt der Schwerpunkt auf einem richtigen sowie sauberen Abschluss der Blattarbeit. Diese Phase wird auch als Endzug oder Finish bezeichnet.

Bücher über Rudern

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Rudern?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?