Rosinen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. Mai 2016
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Rosinen sind Trockenfrüchte die aus Weintrauben gewonnen werden. Die nährstoffreichen braunen Früchte versorgen den Körper schnell mit Energie. Ein regelmäßiger aber gemäßigter Verzehr kann unterschiedlichen Krankheiten vorbeugen. Während in der westlichen Welt Rosinen hauptsächlich in Süßspeisen verwendet werden, werden die Trockenfrüchte vor allem in arabischen Staaten zur Verfeinerung von deftigen Speisen beigegeben.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Rosinen wissen

Rosinen sind getrocknete Weintrauben. Zur Herstellung werden die Beeren reif geerntet und in der Sonne zum Trocknen ausgelegt. Der Trockenvorgang erfolgt solange, bis der Feuchtigkeitsgehalt auf 15-18 Prozent reduziert wurde. Rosinen haben eine dunkelbraune bis honiggelbe Färbung. Ein Kilogramm Rosinen ergibt sich aus vier bis fünf Kilogramm Weinbeeren.

Herkunftsbedingt und sortenabhängig werden bestimmte Arten von Rosinen einer spezifischen Bezeichnung untergeordnet. Sultaninen werden aus der Sultana-Traube hergestellt. Diese ist besonders süß und kernlos. Diese Rosinen sind voll goldgelber Farbe. Anbaugebiete für diese Rebsorte sind die Türkei, Australien, Südafrika und die USA.

Die Sorte Korinthiaki bringt Korinthen hervor. Diese weisen eine schwarzblaue bis schwarzbraune Farbe auf und haben einen kräftigen Geschmack. Die Produktion findet in Griechenland, Südafrika, Australien und Kalifornien statt.

Trockenbeeren am Rebstock werden Zibeben genannt. Diese Trauben werden zur Herstellung von ungarischem Tokajer-Wein verwendet. Die Bezeichnung ist vor allem in Österreich und Süddeutschland sehr geläufig und bezieht sich dabei auf getrocknete Weinbeeren im Allgemeinen.

Der Verzehr von Rosinen ist für Hunde und Katzen giftig. Die Trockenfrüchte dürfen nach der Herstellung geschwefelt werden. Durch die Schwefelung verlängert sich ihre Haltbarkeit.

Bedeutung für die Gesundheit

Rosinen sind sehr nährstoffreich und versorgen den Körper schnell mit Energie. Zudem liefern sie wichtige Mikronährstoffe wie Kalium, Eisen und Zink. Der Verzehr von Rosinen kann bei chronischem Erschöpfungssyndrom und Stress empfohlen werden.

Enthaltene B-Vitamine wirkend vitalisierend und stärken das Nervensystem. Sie sind Bestandteil des Studentenfutters, da sie die Gedächtnisfähigkeit steigern. Die getrockneten Trauben liefern darüberhinaus wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien und Flavanoide. Diese Stoffe stärken das Immunsystem und helfen bei der Vorbeugung unterschiedlicher Erkrankungen indem sie freie Radikale im Körper auffangen und diese unschädlich machen.

Enthaltene Katechine in den Rosinen senken den Cholesterinspiegel. Ein langfristig zu hoher Cholesterinspiegel ist ein Risikofaktor für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und sollte daher vermieden werden.

Des Weiteren wird der Konsum von getrockneten Früchten wie Rosinen bei Magenbeschwerden wie Verstopfungen empfohlen. Sie haben eine leicht abführende Wirkung und bringen durch Stoffe wie Pektin und Fruchtzucker die Verdauung in Schwung. Pektin hat eine darmreinigende Wirkung und kann somit zur Prävention von Darmkrebs einen Beitrag leisten. Rosinen sind reich an Kalzium und Magnesium. Diese Mineralstoffe sind unentbehrlich für die Knochengesundheit und können Erkrankungen wie Osteoporose und Arthrose vorbeugen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Rosinen liefern wertvolle Vitamine wie Vitamin A, Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B9 und Vitamin C. Zudem enthalten sie Mineralien wie Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink und Selen.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 298 kcal/ 1247 kj
Eiweiß 2,46 g
Kohlenhydrate 66,20 g
Fett 0,55 g
Wasser 18,76 g
Ballaststoffe 5,40 g
Vitamin E 600 µg

Unverträglichkeiten

Eine überempfindliche Reaktion des menschlichen Immunsystems gegen bestimmte Allergene wird auch Unverträglichkeit oder Allergie genannt. Diese Reaktion ist durch unspezifische Symptome wie Juckreiz, Ausschlag und Atembeschwerden gekennzeichnet.

Rosinen sind Trockenfrüchte, ihr Zuckergehalt ist recht hoch. Bei einer Unverträglichkeit gegenüber Rosinen ist es möglich, dass eine Fructoseintoleranz vorliegt. In diesem Fall sollten Lebensmittel mit hohem Fruchtzuckergehalt wie Trockenfrüchte, Honig und Obstsäfte gemieden werden.



Einkaufs- und Küchentipps

Rosinen sind ganzjährig in Supermärkten und bei Obst- und Gemüsehändlern erhältlich. Während sie in den meisten Supermärkten in abgepackten Dosen oder Beuteln vertrieben werden, können sie auf Märkten und bei Obsthändlern auch als lose Frucht gekauft werden. Rosinen sollten stets trocken und kühl gelagert werden. So sind Rosinen bis zu einem Jahr lang haltbar.

Werden sie bei zu hohen Temperaturen aufbewahrt, können sie schnell verzuckern. Bei einer zu feuchten Lagerung besteht die Gefahr von Schimmelbefall. Um überprüfen zu können, ob die getrockneten Trauben von Krankheitserregern wie Milben befallen sind, empfiehlt es sich, sie in einem durchsichtigen Behälter zu lagern. Sobald die Früchte von ihrer ursprünglichen Farbe und Konsistenz stark abweichen, sollten sie nicht mehr verzehrt werden.

Zubereitungstipps

Rosinen enthalten viel Zucker und eignen sich daher zur Zubereitung unterschiedlicher Süßspeisen. Rosinen können Backwaren wie Rosinenbrötchen, Apfelstrudel oder den Christstollen verfeinern. Sie eignen sich zum Rohverzehr und geben Müsli den letzten Feinschliff.

Auch im sogenannten Studentenfutter sind sie wichtiger Bestandteil. Vor allem in arabischen Ländern verfeinern Rosinen in diesem Zusammenhang auch deftige Gerichte und geben diesen eine süßliche Note.

Bücher & Produkte über Rosinen

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