Rippen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Dezember 2016
Gesundpedia.deAnatomie Rippen

Die Rippen des Menschen bestimmen Form und Aussehen des Brustkorbs. Sie liegen in der Regel in Paaren vor. Verletzungen wie Prellungen und Brüche sind nicht nur oft schmerzhaft. Sie können darüber hinaus die Bewegungsfreiheit des Patienten einschränken. Oft entstehen die Beschwerden im Rahmen eines Unfalls.

Inhaltsverzeichnis

Definition

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Die Definition von Rippen ordnet der knöchernen Struktur ein stabförmiges Erscheinungsbild zu. Dabei entspringen die Rippen der Rückseite der Brustwirbel. Brustwirbel, Brustbein und Rippen stellen gemeinsam den Brustkorb dar, auf medizinischer Ebene auch als Thorax bezeichnet.

Schmerzen im Bereich der Rippen können auf verschiedene Beschwerden hinweisen. Vor allem nach einer externen Krafteinwirkung lässt sich eine Funktionsstörung aufgrund einer Fraktur nicht ausschließen. Dementsprechend sollte ein Arzt aufgesucht werden, um weitere Symptome zu verhindern.

Anatomie

Die Mehrheit der Menschen verfügt über insgesamt 12 Rippenpaare. Generell können Personen jedoch auch mehr oder weniger Rippen aufweisen, die Zahl unterliegt anatomischen Schwankungen. Dabei existiert eine Verbindung zwischen den Rippen sowie der Brustwirbelsäule. Während die unteren beiden Rippenpaare nicht weiter befestigt sind, kann bei den oberen 10 Rippen eine gelenkige Verknüpfung mit dem Brustbein beobachtet werden.

Mediziner teilen die Rippen in drei Gruppen ein. Während die ersten sieben Rippen als "wahre Rippen" bezeichnet werden, gehören die Rippen 8 bis 10 in die Kategorie "falsche Rippen". Der Name "falsche Rippe" kommt zustande, weil die Gruppenmitglieder keine direkte Verbindung mit dem Brustbein aufweisen, sondern stattdessen durch Knorpel mit der 7. Rippe in Kontakt stehen. Nummer 11 und 12 werden als rudimentäre Rippen bezeichnet. Sie sind kürzer als die restlichen Rippen und erreichen den Rippenbogen nicht.

Jede einzelne Rippe besteht aus einer knöchernen und einer knorpeligen Struktur. An der Quelle, aus der sie entspringen, der Wirbelsäule, liegt ein knöchernes Aussehen vor. Im weiteren Verlauf Richtung Brustbein verändert sich der Aufbau der Rippen, sie werden knorpelig.

Ungefähr 0,5 Prozent der Bevölkerung verfügen über eine Hals- oder Lendenrippe. Diese kommt aufgrund einer Fehlanlage der Rippen zustande, wird jedoch in den meisten Fällen nur zufällig entdeckt und geht selten mit Beschwerden einher. Zwischen den Rippen befindet sich die Zwischenrippenmuskulatur.

Funktion

Die Funktion der Rippen beruht zum einen auf der Herstellung des äußeren Erscheinungsbildes des Menschen, zum anderen auf dem Schutz körperlicher Strukturen. So bestimmen die Rippen die Form des gesamten Brustkorbs. Darüber hinaus befinden sich unter den knöchernen Strukturen wichtige Organe. Hier sind vor allem die Lunge und das Herz zu nennen.

Die Härte des Materials sorgt dafür, dass die Elemente im Alltag geschützt werden. Ansonsten würde bereits ein harmloser Sturz zu schwerwiegenden Verletzungen führen. So ist es stattdessen notwendig, bei einigen spezifischen Operationen den Brustkorb zu öffnen, um zum Beispiel an das Herz zu gelangen.

Darüber hinaus spielen die Rippen bei der Atmung eine wichtige Rolle. Diese erfolgt vor allem über die Atemmuskulatur, welche im Rahmen ihrer Arbeit dafür sorgt, dass sich der Brustkorb verengt und weitet. Die Rippen ermöglichen das Heben und Senken des Thoraxes während des Ein- und Ausatmens. Dabei wird der Prozess durch die Rippenbrustbeingelenke und Rippenwirbelgelenke abgewickelt, in einem Zusammenspiel mit unterschiedlichen Muskelgruppen.

Die beteiligten Muskeln gehören zur Kategorie Musculi intercostali. Damit sind die Rippen im Alltag des Menschen von Bedeutung, obwohl ihnen nur selten Aufmerksamkeit gewidmet wird. Sie schützen das Herz und die Lunge und tragen zudem zu einer optimal ablaufenden Atmung bei.



Erkrankungen der Rippen

Beschwerden im Bereich der Rippen machen sich vor allem über Schmerzen bemerkbar. Diese können auf verschiedene zugrunde liegende Erkrankungen hinweisen. So liegt zum Beispiel eine Entzündung der Rippengelenke vor.

Während die Rippen selbst keine Entzündung aufweisen können, lässt sich eine solche Veränderung im Bereich der Knorpel und des Gelenks nicht ausschließen. Oft ist das Tietze-Syndrom für die Symptome verantwortlich. Wie genau das Syndrom entsteht, konnten Wissenschaftler bisher jedoch nicht herausfinden. Betroffene berichten von starken Schmerzen.

Weiterhin ist eine Reizung der Rippennerven möglich. Diese entwickelt sich bevorzugt aufgrund einer Entzündung mit einem spezifischen Virus. Rippen werden nicht durch eine weitere Struktur geschützt. Stattdessen lassen sie sich unter der Haut gut erfüllen.

Wegen ihrer anatomischen Lage stellt ein Bruch keine Seltenheit dar. Insbesondere Stürze und harte Schläge führen zu einer Fraktur, die sich manchmal auch äußerlich erkennen lässt. Häufig lösen sich die Rippen aus ihrem Gelenk, bevor es zu einem Bruch kommt.

Abhängig von dem Ausmaß des Unfalls leiden Betroffene unter nur einer gebrochenen Rippe oder mehreren. Bei einer Rippenreihenfraktur verfügt eine einzelne Rippe über einen mehrfachen Bruch.

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