Renke (Felchen)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. April 2016
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Bei der Renke handelt es sich um eine Süßwasserfischart. Die Gattung trägt auch die Bezeichnungen Felchen oder Maräne.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Renke wissen

Die Renke (Coregonus) bildet eine Fischgattung, die aus der Familie der Lachsfische (Salmonidae) hervorgeht. Sie ist zudem unter den Namen Felchen, Maräne, Coregone, Schnäpel und Rheinanke bekannt. Von der Gattung Coregonus wird in der Ordnung der Lachsartigen die mannigfaltigste Art gebildet. Die äußeren Merkmale lassen nur eine schwierige Unterscheidung zu.

Gemeinsam haben die Renken, dass sie als wohlschmeckende Speisefische gelten. Aufgrund starker Überfischung werden zahlreiche Renkenarten jedoch als gefährdet eingestuft. In der heutigen Zeit gilt vor allem die Verschmutzung der Gewässer als größter Risikofaktor für die Felchen.

Die Renken werden als nahe Verwandte von Forelle und Lachs eingestuft und zählen zu den Süßwasserfischen. Sie gelten als ebenso delikat wie die anderen Angehörigen der Lachsfischfamilie. Die Bezeichnung Renke lässt sich auf den Umstand zurückführen, dass sich die Fischart am liebsten auf dem Gewässergrund tummelt. Dieser trägt bei Experten auch den Namen „Renke“.

Beheimatet ist die Renke in den kalten Gewässern von Europa, Nordamerika und Asien. Ferner sind die Fische in Russland, Sibirien sowie an der Arktisküste zu finden. Da die Felchen als sesshaft gelten, halten sie sich zumeist in Seen auf. Einige Renkenarten begeben sich von den Brackwasserregionen des Meeres hinauf zu den Flüssen, wo sie ablaichen. In Deutschland gibt es Renken oder Felchen zum Beispiel in einigen Voralpenseen sowie im Bodensee. Weitere deutsche Destinationen sind in Norddeutschland zu finden, wie der Schweriner See, der Schaalsee und der Ratzeburger See.

Wichtig für die Renken sind tiefe, kühle Gewässer. Diese sollten sauber sein und eine gute Wasserqualität aufweisen. Darüber hinaus eignen sich die Felchen sehr gut zur Züchtung. Auch wirtschaftlich spielen sie eine bedeutende Rolle. So stellen die Felchen eine wichtige Einnahmequelle für viele regionale Fischer dar.

In den Bodensee gelangten die Felchen erst im 20. Jahrhundert, weil sie dort aus anderen Seen angesiedelt wurden. In der Gegenwart bildet der Bodensee in Deutschland das größte Fanggebiet der Renken. So stehen dort spezielle Brutanlagen für die Bewirtschaftung zur Verfügung. Die Ernährung der Fische erfolgt durch größere Tiere oder Plankton.

Die Ablaichzeit der Felchen findet in den Monaten November und Dezember an der Seeoberfläche statt. Bei einem Laichüberschuss können die Fischer auch Kaviar aus den Eiern erzeugen. Da dieser überaus selten ist, wird er als Delikatesse eingestuft. Das Fangen der Renken, Felchen oder Maränen findet zumeist zwischen Mai und September mithilfe von Stellnetzen statt.

Besonders kleinere Renken sind mit zartem Fleisch ausgestattet. Als überaus schmackhaft gelten die Fische in geräucherter Form.

Bedeutung für die Gesundheit

Ebenso wie die anderen Exemplare der Lachsfischfamilie werden auch die Renken nicht als besonders mager angesehen. Allerdings weisen sie immer noch einen relativ niedrigen Fettanteil auf.

Außerdem haben sie einen hohen Gehalt an Proteinen und eignen sich aufgrund ihres Kohlenhydratanteils von 0 Gramm perfekt für eine Low-Carb-Diät. Günstig ist weiterhin der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Die Renke enthält auch mehrere gesunde Inhaltsstoffe. Dazu gehören Vitamin A, einige B-Vitamine, Vitamin C und Vitamin E. Außerdem sind Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Natrium, Magnesium und Eisen vorhanden.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 102 kcal/ 425 kj
Eiweiß 18,00 g
Kohlenhydrate 0,00 g
Fett 3,21 g
Wasser 77,46 g
Ballaststoffe 0,00 g
Vitamin B3 3300 µg
Vitamin E 2678 µg

Unverträglichkeiten

Obwohl die Renke als gesundes Lebensmittel gilt, kann ihr Genuss Menschen Probleme bereiten, die unter einer Fischallergie leiden. Besonders häufig vertreten sind Fischallergien in Regionen, in denen reichlich Fisch verzehrt wird. Bemerkbar machen sich die allergischen Reaktionen zumeist durch Quaddelbildung, Rötungen, Schwellungen und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Selten tritt auch eine lebensgefährliche anaphylaktische Reaktion auf.

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Einkaufs- und Küchentipps

In mehreren Ländern stellen die Renken eine bedeutende Speisefischart dar. Erhalten lassen sich die Felchen in der Regel beim Fischhändler. Dort werden sie auch in Filetform angeboten. Beim Kauf ist natürlich auf die Frische zu achten. Als wichtige Kriterien gelten rote Kiemen mit feuchtem Glanz, klare Augen und ein angenehmer Duft.

Wichtig ist zudem die Festigkeit des Fischfleisches. So sollte es auf Druck nur ein wenig zurückweichen. Lagern lässt sich die Renke im Kühlschrank für 1 bis 2 Tage.

Das Ausnehmen und Vorbereiten der Felchen kann bereits der Fischhändler übernehmen. Handelt es sich um Renkefilet, wird es vor der Zubereitung kurz unter fließendem Wasser abgewaschen und behutsam abgetrocknet.

Zubereitungstipps

Während größere Renken gegrillt oder gebraten werden, lassen sich kleinere Exemplare wie Heringe auch marinieren. Als Beilagen sind Zwiebeln, Rote Bete oder Saure Sahne zu empfehlen.

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