Raue Füße

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Dezember 2014
Gesundpedia.deSymptome Raue Füße

Raue Füße beschreiben eine raue und hart gewordene Hornhautschicht auf der Fußsohle. Manchmal sind schon Teenager stellenweise davon betroffen, einige Erwachsene leiden unter großflächigen rauen, verhornten Stellen an der Fußsohle. Der Zustand ist an sich harmlos, aber unangenehm und kosmetisch problematisch.

Inhaltsverzeichnis

Was sind raue Füße?

Raue Füße beschreiben beanspruchte Fußsohlen, die versuchen, mit dem Aufbau einer belastungsspezifisch dicken und harten Schicht Hornhaut Schutz für die empfindliche Haut zu schaffen.

Normalerweise unterscheidet sich die Haut der Fußsohle kaum von vergleichbaren Hautstellen, doch unter starker Belastung entwickelt sich stellenweise eine dickere Schicht Hornhaut zum Schutz. Das passiert besonders an den Ballen und Gelenken, um sie vor Abrieb zu bewahren. Schlimmstenfalls zieht sich die Hornhaut über die gesamte Fußsohle, sie kann auch aufbrechen und schmerzen.

Ursachen

Raue Füße entstehen in erster Linie durch Beanspruchung der Füße. Diese ist im normalen Alltag eines erwachsenen Menschen schon durch das Tragen von Schuhen gegeben.

Bereits bei Jugendlichen entstehen bei schlecht sitzenden Schuhen Druckstellen, die langfristig Schmerzen verursachen könnten und die auch schon bei ihrer Entstehung die Gelenke belasten. Da das ganze Gewicht des Menschen auf seinen Füßen lastet, versucht die Fußsohle, durch die Bildung einer ersten Schicht Hornhaut, die Belastung beim Auftreten zu dämmen. Ändert sich nichts, so setzt sich die Hornhautbildung fort und es entstehen raue Füße.

Häufig entwickelt sich dann auch ein Teufelskreis, sodass immer mehr Hornhaut angesetzt wird, da sich die älteren Schichten ablösen und dabei Verletzungen hinterlassen. Diese will der Körper kitten und sorgt so für noch rauere Füße.

Diagnose und Verlauf

Raue Füße entstehen nicht selten schon in der Jugend. Sportliche Jugendliche oder solche, die schlecht sitzendes Schuhwerk über einen längeren Zeitraum hinweg tragen, sind dafür besonders anfällig. Meistens werden in diesem Alter zunächst nur die Gelenke und typische Druckstellen rau, die rauen Füße entwickeln sich dann mit zunehmendem Alter und die Hornhaut greift auch auf Bereiche über, die weniger stark belastet sind. Auch durch falsche Behandlung der schon entstandenen Hornhaut kann die Fußsohle stärker zur Bildung rauer Füße neigen.

Hinzu kommen je nach Dicke der Hornhaut auch Risse und ähnliche Verletzungen, die ihrerseits mit neuer Hornhaut gekittet werden. Die Diagnose rauer Füße fällt daher leicht und kann bereits vom Patienten selbst vorgenommen werden. Von ersten rauen Stellen an Ballen und Druckstellen bis zur Feststellung einer immer dicker werdenden Hornhaut an den rauen Füßen kann jeder selbst die Entwicklung der Hornhaut am Fuß feststellen. Von alleine bildet sich diese in der Regel nicht wieder zurück.

Behandlung

Raue Füße stellen in den meisten Fällen kein gesundheitliches Problem dar, sind jedoch für den Betroffenen in kosmetischer Hinsicht unangenehm. Je dicker und weitläufiger die Hornhautschicht, desto deutlicher wird sie sichtbar. Bei beginnenden rauen Füßen ist auch schon die beste Zeit zur Behandlung gekommen. Meist spüren die Betroffenen selbst die Druckstellen in ihrem Schuhwerk und müssen dann versuchen, besser passende Schuhe zu finden oder ihre Schuhe auszupolstern. Hilft all das nicht, kann eine ärztliche Untersuchung Aufschluss darüber geben, ob die Füße vielleicht eine Fehlstellung aufweisen, die zur Hornhautbildung an der Fußsohle führt.

Raue Füße im fortgeschrittenen Stadium können mit einer Bimssteinbürste massiert werden, dabei lösen sich einzelne Partikel der Hornhaut nach und nach. Pflegende Cremes sind hierbei ein Muss, der Arzt kann geeignete sanfte Produkte empfehlen.

Peelings sind als Behandlung in der Regel falsch, vielmehr sind feuchtigkeitsspendende Produkte angemessen. Sie lockern auch härtere Hornhautschichten und sorgen dafür, dass sie sich mit einem Bimsstein leichter ablösen lassen. Hilft beides nicht, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Für raue Füße gibt es auch spezielle Pflegeprodukte, die die rauen Stellen nach und nach auflösen und die aufgerissene Haut an der Fußsohle beruhigen. Nur so können sich die rauen Füße bessern.

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Vorbeugung

Am besten beugt man rauen Füßen schon bei Jugendlichen durch passendes Schuhwerk vor. Unangenehme Druckstellen sind Warnzeichen; werden diese Schuhe zu lange getragen, dann entsteht an den Druckstellen Hornhaut.

Jugendliche wie auch Erwachsene sollten ihre Füße regelmäßig auf raue Stellen untersuchen und diese gezielt mit einem feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukt behandeln.

Bimssteinbürsten empfehlen sich generell eher bei fortgeschrittenen rauen Füßen und können nur leicht raue Stellen zu grob behandeln. Sie würden empfindlich reagieren und im Endeffekt noch dicker werden. Bei Fehlstellungen sollten zum Schutz vor rauen Füßen generell nur orthopädisch angepasste Schuhe getragen werden, die für diese Fehlstellung konzipiert sind.

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