Röschenflechte

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. November 2016
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Bei der Röschenflechte handelt es sich um eine Hauterkrankung, die bisher noch nicht vollkommen erforscht wurde. Während sie meistens aus nicht geklärten Gründen auftaucht, ist ihr Abklingen ohne weitere Therapie nicht unüblich. In manchen Fällen hingegen ist der Gang zum Arzt unausweichlich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Röschenflechte?

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Medikamente gegen: Juckreiz

Die Hauterkrankung führt zur Herausbildung von so genannten Mutterzellen. Bei diesen handelt es sich um eine rötliche Verfärbung in einem geschlossenen, abgegrenzten Rahmen, der meistens die Form eines Kreises einnimmt. In manchen Fällen tritt zudem eine Veränderung der Haut innerhalb der Mutterzelle auf. Dabei schuppt sich die Hautoberfläche.

Ein solches Symptom ist jedoch für die Diagnose Röschenflechte nicht zwingend notwendig, es tritt nur bei einigen Patienten auf. Auf die Mutterzelle, oder Primärfleck, folgend entwickeln sich weitere Hautverfärbungen in anderen Bereichen des Körpers. Abhängig von dem Grad der Erkrankung kommt es zu Erscheinungen wie Juckreiz. Beobachtungen haben ergeben, dass die Mehrheit der Erkrankten zwischen 10 und 35 Jahre alt ist. Des Weiteren verstärkt oder mildert sich der Juckreiz mit differenzierten Außentemperaturen.

Ursachen

Die genaue Ursache der Röschenflechte konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden. Es existieren jedoch Annahmen, in denen das Herpes-Virus an den Beschwerden Schuld sein soll. Besonders im Verdacht stehen die Herpestypen 6 und 7. Bei diesen handelt es sich um enge Verwandte der Typen, die Herpes genitales und Herpes simplex auslösen. Dennoch gehen Mediziner davon aus, dass bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen.

Zum einen ist die Haut des Menschen immer von den Herpestypen 6 und 7 besiedelt, zum anderen konnten Studien eine eindeute Korrelation noch nicht bestätigen. So wird davon ausgegangen, dass die Typen 6 und 7 nach der Erstinfektion im Körper verbleiben und durch bestimmte Faktoren ausgelöst werden. Während nur sehr wenige Personen, die den Erreger in sich tragen, Röschenflechte entwickeln, sind auch die genauen Auslöser nicht weiter erforscht. Stattdessen gehen einige Forscher davon aus, dass Betroffene eine genetische Anfälligkeit aufweisen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Röschenflechte:

Betroffene bemerken eine Veränderung der Haut auf ihrem Oberkörper. Zunächst bildet sich eine abgegrenzte, rote, manchmal schuppige Stelle. Im späteren Verlauf ist oft der gesamte Brust- und Rückenbereich von den Flecken betroffen. Der Durchmesser der Mutterzelle liegt bei bis zu 4 Zentimetern. Die folgenden Hautveränderungen sind meistens wesentlich kleiner und weisen nur noch einen Durchmesser von einigen Millimetern auf.

Typisch ist ein Ansiedeln der Flecken im Bereich der Körperachse. Nur in seltenen Fällen lassen sich die Veränderungen an den Beinen oder anderen Regionen abseits des Oberkörpers finden. Bei einigen Patienten tritt Juckreiz auf. Dieser nimmt oft durch den Kontakt mit Wasser oder Schweiß zu, weil die entsprechende Stelle austrocknet und gereizt wird. In sehr wenigen Fällen wird die Hautkrankheit durch Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen begleitet.

Dennoch handelt es sich eher um eine lästige Erscheinung als um eine ernsthafte Erkrankung. Die Röschenflechte heilt normalerweise komplett ab, ohne weitere Komplikationen oder bleibende Schäden zu verursachen. Oftmals genügt es sogar, die Symptome dem Körper zu überlassen, ohne durch eine Therapie einzugreifen, um die Röschenflechte abklingen zu lassen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt in den meisten Fällen bereits über ein Gespräch und eine oberflächliche Untersuchung. Wichtig sind hier vor allem die Art der Verteilung der Flecken und deren unterschiedliche Größe. Um Pilzerkrankungen oder andere Beschwerden auszuschließen, werden oft Abstriche von einer betroffenen Region untersucht. Zudem muss eine Differenzierung zu Syphilis gezogen werden.

Behandlung und Therapie

Bevor die Behandlung erfolgen kann, muss eine eindeutige Diagnose stehen. Hautveränderungen, die für Röschenflechte typisch sind, tauchen in dieser Form auch bei zahlreichen anderen Krankheiten auf, welche eventuell durch Medikamente geheilt werden müssen. In den meisten Fällen heilt die Röschenflechte selbstständig ab, ohne dass eine medizinische Therapie notwendig wäre.

Betroffene sollten alle Faktoren vermeiden, welche die Haut austrocknen. Zu diesen gehört auch langes Baden oder Duschen und starkes Schwitzen. Eng anliegende Kleidung kann die Regionen reizen und sollte dementsprechend durch andere ersetzt werden. Die Schuppung lässt sich bereits durch das regelmäßige Auftragen von Pflegelotions mildern. Liegt gleichzeitig Juckreiz vor, so kann zu Mitteln gegriffen werden, die Polidocanol oder eine geringe Menge Kortison beinhalten.

Nimmt der Juckreiz sehr starke Maße an, kommt ebenfalls eine Lichttherapie in Frage. Weil die Röschenflechte normalerweise alleine verschwindet, wird es oft empfohlen, erst nach sechs bis acht Wochen zum Dermatologen zu gehen, wenn die Beschwerden sich nicht gebessert haben. Das spezielle Beachten von lockerer Kleidung und dem Auftragen von Cremes muss eigentlich erst dann erfolgen, wenn auch nach diesem Zeitraum keine Anzeichen bestehen, dass die Röschenflechte sich allmählich zurück bildet.

Einige Ärzte verschreiben zudem Aciclovir. Hintergrund dieser Therapie ist die Annahme, dass Viren die Beschwerden verursachen. Dennoch konnten bisher keine Vorteile mit dem Medikament erzielt werden.

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Vorbeugung

Weil der Auslöser der Röschenflechte nicht bekannt ist, kann auch keine Prävention erfolgen. Die Beschwerden können erst dann gemildert werden, wenn sie sich herausgestellt haben.

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Weitere Infos

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