Quincke-Ödem

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. April 2015
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Unter dem Quincke-Ödem, welches auch Angioödem genannt wird, bezeichnet der Mediziner eine schmerzende, plötzlich auftretende Hautschwellung. Vorwiegend tritt das Quincke-Ödem im Gesicht, auf der Zunge, an den Augenlider, auf der Lippe oder im Rachen auf. Schwellungen, die im Rachenbereich auftreten, können mitunter eine Gefahr für das Leben des Betroffenen darstellen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Quincke-Ödem?

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Medikamente gegen: Hautkrankheiten

Der Mediziner beschreibt unter dem Begriff Quincke-Ödem eine Schwellung, die plötzlich auftritt und sich an der Unterhaut bildet. Die Schwellung ist gut sichtbar, verursacht Schmerzen und tritt vorwiegend im Bereich des Gesichts oder auch in der Rachenschleimhaut auf.

In einigen Fällen wurden Quincke-Ödeme auch in der Darmschleimhaut oder an den Genitalien festgestellt. Auch an diesen Positionen verursacht das Quincke-Ödem starke Schmerzen. Das Quincke-Ödem hält rund drei Tage an und tritt - in unregelmäßigen, aber mitunter kurzen Abständen - wiederholt auf. Die Schwellungen treten gleichermaßen bei Kindern bzw. auch Erwachsenen auf und müssen unbedingt medizinisch behandelt werden. Vor allem dann, wenn der Rachen- oder Halsraum von den Quincke-Ödemen betroffen ist; eine Schwellung im Rachenraum ist lebensgefährlich!

Ursachen

Die häufigste Ursache, warum sich Quincke-Ödeme bilden, wird auf eine allergische Reaktion zurückgeführt. Primär lösen Insektenstiche oder auch diverse Lebensmittelunverträglichkeiten die plötzlich auftretenden Schwellungen auf. Die Quincke-Ödeme werden oftmals von der Nesselsucht begleitet. Ebenfalls weisen die Quincke-Ödeme auch einen erblich bedingten Hintergrund auf. Liegt eine erblich bedingte Ursache vor, besteht in weiterer Folge eine Fehlbildung bzw. eine verminderte Bildung des Proteins, das mitunter für die Schwellung verantwortlich ist.

Jedoch treten Quincke-Ödeme, welche erblich bedingt sind, relativ seltener auf als jene Schwellungen, die sich auf Grund allergischer Reaktionen bilden. In einigen wenigen Fällen treten die Quincke-Ödeme auch ohne direkten Zusammenhang bzw. Auslöser auf, sodass es - medizinisch gesehen - keine Ursache gibt.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome des Quincke-Ödems:

Klassische Symptome sind das Anschwellen der Augenlider, der Zunge sowie der Lippen und Schwellungen im Rachenraum. Der Patient klagt über starke Schmerzen und kann, wenn die Schwellungen im Rachenraum auftreten, unter Atemnot leiden. Die Quincke-Ödeme können jedoch recht gut behandelt werden. Handelt es sich um eine allergische Ursache, muss zuerst der Auslöser jener Reaktion ermittelt und in weiterer Folge vermieden werden.

Tritt eine akute Schwellung auf, muss eine sofortige medizinische Behandlung erfolgen. Vor allem dann, wenn die Schwellungen im Rachen- sowie Halsraum auftreten. Der Patient leidet unter Atemnot; es besteht akute Lebensgefahr, da der Patient - auf Grund der Atemnot - ersticken kann.

Diagnose

Der Mediziner erkennt das Quincke-Ödem bereits auf Grund seiner charakteristischen Optik. Nur in den wenigsten Fällen (wenn der Mediziner andere Krankheiten nicht ausschließen kann) wird eine Gewebeprobe entnommen. Der Arzt unterhält ein Patientengespräch und überprüft die Krankengeschichte seines Patienten. Schlussendlich können bereits das Gespräch und die Krankengeschichte einen Hinweis darauf geben, weshalb der Patient vom Quincke-Ödem betroffen ist. Mittels spezieller Blutuntersuchungen ist es möglich, dass der Mediziner feststellt, ob es sich um ein erbliches oder ein allergisches Quincke-Ödem handelt.

Behandlung und Therapie

Der Mediziner kann, wenn es sich um ein akutes Quincke-Ödem handelt, eine unkomplizierte und schnell anwendbare Therapie beginnen. Jedoch ist das nur möglich, wenn der Auslöser (erblich bedingt oder allergische Reaktion) bekannt ist. Liegt eine allergische Reaktion vor, die das Quincke-Ödem ausgelöst hat, können entzündungshemmende Medikamente für eine Linderung der Symptome sorgen. Das können unter anderem Antihistaminika, kortisonhaltige Präparate, Kalzium oder auch Adrenalin sein.

Jene Medikamente werden vom Mediziner mittels Injektion verabreicht. Durch die verabreichte Injektion werden die Symptome relativ schnell gelindert. Damit weitere Bildungen der Quincke-Ödeme verhindert werden, muss der Auslöser, der die allergische Reaktion verursacht, vermieden werden. Liegt jedoch die erblich bedingte Variante des Quincke-Ödems vor, helfen keine entzündungshemmenden Medikamente.

Der Mediziner muss dem Patienten das fehlgebildete Protein intravenös injizieren. Liegt eine Schwellung im Rachenraum vor, welche in weiterer Folge für eine Atemnot sorgt, kann unter Umständen nur ein Luftröhrenschnitt das Überleben des Patienten gewähren. Klagt der Patient, sofern das Quincke-Ödem erblich bedingt ist, über immer wiederkehrende Schwellungen, kann eine Behandlung - im Rahmen der Verabreichung des männlichen Sexualhormons - für eine Linderung der Symptome und Beschwerden sorgen. Vor allem sorgt die Verabreichung des Sexualhormons für eine allgemeine Produktion von Proteinen, sodass die schmerzhaften und mitunter lebensgefährlichen Schwellungen verringert werden können.

Jene Behandlung wird aber nur selten und bei starken Symptomen bzw. bei einem häufigen Auftreten des Quincke-Ödems verabreicht. Dies deshalb, weil die Hormonbehandlung relativ viele (unerwünschte) Nebenwirkungen verursachen, die das tägliche Leben einschränken können.

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Vorbeugung

Eine Vorbeugung ist nur möglich, wenn jener Auslöser bestimmt ist, der mitunter die allergische Reaktion verursacht. Liegt eine erblich bedingte Ursache vor, kann das Quincke-Ödem nicht bzw. nicht direkt vorgebeugt werden. Wichtig ist, dass - wenn sich Schwellungen bilden - der Mediziner aufgesucht wird bzw. bei einem starken Befall der Schwellungen, mitunter eine Hormontherapie angedacht wird.

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