Quallen – Wie gefährlich sind sie wirklich

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
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Quallen sind der Feind aller Badenixen. Während viele einfach nur glibberig und unangenehm sind, geht von einigen gar eine reelle Gefahr aus. Welche das sind und was Sie tun sollten, wenn Sie mit einer in Berührung kommen, lesen Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Quallen?

90 Prozent der Qualle besteht aus Wasser. Anders als bei anderen Lebewesen, haben sie kein Blut. Die Gefahr kommt aus ihren Tentakeln, in denen Gift gespeichert ist. Berühren Sie eine giftige Qualle, schießt diese mit ihrer Tentakel das Gift wie einen Pfeil in die Haut. Dies kann sich dann wie eine Hautverbrennung anfühlen und besonders für Allergiker eine langwierige Prozedur werden. Je nach Quallenart können die Tentakel unterschiedlich unangenehm auf der Haut werden.

Leuchtquallen sind äußerst schmerzhaft

Berührt man in der Dunkelheit eine Leuchtqualle, färbt sich diese zartrosa. Was vielleicht schön anzusehen ist, ist für Betroffene äußerst schmerzhaft. Starke Verbrennungen, dunkel gefärbte Haut und eine langsame Heilung sind die Folgen des Tentakel-Stiches. Bei Allergikern können sich auch mehrere Monate danach kleine Bläschen bilden.

Feuerquallen verursachen brennen wie bei einer Brennnessel

Die allseits bekannte Feuerqualle brennt wie eine Brennnessel, rötet die Haut und verursacht unangenehme Schmerzen. Sie ist in unseren heimischen Meeresgewässern, der Nord- und Ostsee anzutreffen, seltener auch im Mittelmeer.

Was tun gegen das Brennen?

Feuerquallen können schmerzhafte Verbrennungen hervorrufen.

Sind Sie mit einer dieser Quallen in Berührung gekommen, sollten Sie direkt reagieren, damit die Hautverletzungen keine Narben hinterlassen. Am effektivsten ist es die Stellen mit Essig oder Meerwasser zu übergießen. Alkohol und Süßwasser sollten keines Falls zum Einsatz kommen, sie würden die noch in der Haut steckenden Giftzellen aufplatzen lassen und noch stärkere Schmerzen hervorrufen.

Hilfreich ist es auch nach dem Meersalz oder Essig die Stellen mit Sand abzudecken und nach einiger Zeit mit einer Art Spatel abzustreichen. Dies entfernt die restlichen Tentakel, die noch in der Haut stecken. Bestreut man die Haut mit Backpulver werden giftige Bestandteile, die vielleicht doch noch nicht entfernt wurden, blockiert. Grundsätzlich sollte die Haut gekühlt werden.

Portugiesische Galeere ruft Lähmungserscheinungen hervor

Die Portugiesische Galeere (hier am Strand angespült). Immer häufiger werden südeuropäische Küsten von ihr heimgesucht.

Eine der giftigsten Quallen ist die Portugiesische Galeere. Sie ist hauptsächlich in der Karibik anzutreffen. Gelegentlich wurde sie aber auch schon an Stränden Südspaniens gesehen.

Eine Berührung mit ihren Tentakeln ruft Lähmungserscheinungen und Atemversagen, im Extremfall sogar Herzstillstand hervor. Vor allem Allergikern und bereits geschwächten Personen droht ein anaphylaktischer Schock, der sogar tödlich enden kann.

Im Falle einer Berührung sollte der Betroffene sofort aus dem Wasser gezogen und in ein Krankenhaus gebracht werden. Auf die entsprechende Stelle als Erste-Hilfe-Maßnahme Essig aufgetragen werden. Das Einreiben mit Sand oder schmerzstillende Salben eignen sich weniger gut.

Ohrenqualle in Nord- und Ostsee ist völlig harmlos

Es gibt jedoch keinen Grund zur Panik. Die häufigsten Quallen in den heimischen Gewässern sind auch bei Berührung harmlos und verursachen keine Verbrennungen. Die Ohrenqualle wird am häufigsten an deutschen Stränden angetroffen.

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