Progenie (Kieferfehlstellung)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Juli 2015
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Der Ober- und Unterkiefer sind Bestandteile des Schädels, welche bei einer normalen Funktion sowohl für ein ästhetisches Erscheinungsbild als auch für andere Aufgaben perfekt sind. Ist diese anatomische und physiologische Perfektion durch Anomalien der Kiefer wie eine Progenie (Kieferfehlstellung) eingeschränkt, können massive gesundheitliche Probleme auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Progenie (Kieferfehlstellung)?

Die Progenie, welche einer der verschiedenen Fehlstellungen der Kiefer darstellt, kann verschiedene Beeinträchtigungen im Rahmen der Funktionalität der Kiefer bedeuten. Durch eine Progenie (Kieferfehlstellung) kann es zudem zu Schädigungen anderer Bereiche des Schädels kommen.

Die Kieferfehlstellung wird in der Zahnmedizin, der Kieferchirurgie und Kieferorthopädie als Fehlbiss oder Dysgnathie bezeichnet. In diesem Zusammenhang ist die Progenie dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Reihen der Zähne nicht so zueinander angeordnet sind, wie dies eigentlich normal wäre.

Ursachen

Die kausalen Faktoren, welche eine Progenie (Kieferfehlstellung) in Form einer Dysgnathie bedingen, werden in zwei Kategorien unterteilt. Zum einen kann ein nicht richtig entwickelter Oberkiefer gegenüber einem gesunden Unterkiefer einen Fehlstand aufweisen, sodass der Oberkiefer bei der Progenie (Kieferfehlstellung) hinter den Unterkiefer rückt. Der Unterkiefer steht bei der Progenie (Kieferfehlstellung) zu weit nach vorn.

Zum anderen kann der Unterkiefer im Vergleich zum Oberkiefer zu kräftig oder zu groß gewachsen sein. Aus diesem Grund tritt bei einer sogenannten echten Progenie die untere Zahnreihe vor die obere. Diese Entwicklung trägt bei der Progenie als Dysgnathie die Bezeichnung Unterkiefervorstand. In der Regel sind genetische Kriterien für die Ausbildung einer Kieferfehlstellung verantwortlich.

Symptome und Verlauf

Eine Progenie (Kieferfehlstellung) ist zunächst ein sichtbarer Makel, welcher sich darin zeigt, dass sich das Kinn nach vorn schiebt und meist die Lippen nicht komplett geschlossen werden können. Der Grund für diese Auffälligkeit ist eine als positive Lippenstufe, welche bei der Kieferfehlstellung durch ein verstärktes Vorschieben der Unterlippen gegenüber der Oberlippe in Erscheinung tritt.

Weitere Anzeichen einer Progenie sind Probleme beim Kauen und beim Sprechen sowie später sogar Kieferschmerzen in den gelenkigen Arealen beider Kiefer. Aus ästhetischer Sicht tritt bei einer Progenie eine stark vertiefte Nasolabialfalte auf und das Profil des Gesichts erscheint in einer konkaven Form. Durch die Veränderungen der Kieferposition durch eine Progenie leiden die Betroffen unter einer unzureichenden Atmungsfähigkeit durch die Nase.

Diagnose

Die Stellung der Diagnose beim Vorliegen einer Progenie (Kieferfehlstellung) ist, rein optisch betrachtet, nicht allzu schwierig, zumal die typischen Gesichtsmerkmale der Progenie deutlich zu sehen sind.

Bei der Weiterführung der diagnostischen Untersuchungen bei einer Progenie (Kieferfehlstellung) kommt es den Medizinern insbesondere darauf an, eine Abgrenzung der unechten zur echten Kieferfehlstellung vornehmen zu können. In diesem Bezug werden zur visuellen Begutachtung der Aufbisse und der Gesichts- sowie Kiefergestalt bei einer Kieferfehlstellung ebenfalls röntgenologische Aufnahmen gemacht.

Behandlung und Therapie

Für eine Korrektur der Progenie (Kieferfehlstellung) stehen den Fachärzten verschiedene Varianten zur Verfügung. Nach der Durchführung einer gezielten, aussagefähigen Diagnostik und einer exakten Bestimmung, um welchen Verlauf der Progenie es sich handelt, eröffnen sich mehrere Therapiewege.

Zu den nicht einfachen und eher belastenden Behandlungen der Kieferfehlstellung gehört der Einsatz einer speziellen Vorrichtung. Dieses therapeutische Hilfsmittel muss bei einer Progenie längere Zeit getragen werden und ist äußerst unangenehm. Mit dieser Innovation lässt sich die Position des Oberkiefers bei einer Kieferfehlstellung um bis zu 5 mm verändern und sich der Oberkiefer somit vor den Unterkiefer schieben.

Eine andere Behandlungsmöglichkeit ist bei einer Progenie die sogenannte dentale Kompensation des Unterkiefers. Eingesetzt wird für diesen Zweck eine individuell angefertigte Zahnspange, welche bei einer Progenie die unteren Zahnreihen nach rückwärts verlagern soll.

Die letzte Vorgehensweise ist bei einer Progenie ein operativer Eingriff. Die Chirurgen verfahren bei einer Kieferfehlstellung so, dass ein normaler Stand von Oberkiefer gegenüber Unterkiefer erreicht wird. Gleichzeitig wird bei diesem korrigierenden Verfahren die seitliche Ansicht des Gesichtes optimiert. In der Regel übernehmen auch die Schönheitsmediziner diese Operationen, um den unter einer Progenie leidenden Patientinnen und Patienten eine ästhetische Gesichtsform zu verleihen und deren Lebensqualität zu verbessern.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung der Progenie (Kieferfehlstellung) bedeutet im eigentlichen Sinne eine Früherkennung. Die rechtzeitige Diagnose einer entstehenden Progenie schon bei kleinen Kindern kann extrem hilfreich sein, um spätere Ausmaße der Kieferfehlstellung zu vermeiden. Aus diesem Grund ist es für eine indirekte Prophylaxe zu empfehlen, schon Kinder mit dem Milchgebiss regelmäßig zu zahnärztlichen Untersuchungen zu führen. So lassen sich auftretende Fehlentwicklungen der Zahnstellung und der Kieferanatomie rechtzeitig erkennen, sodass eine frühzeitige Therapie der Progenie eingeleitet werden kann.

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