Prämenstruelle Blutung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
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Die prämenstruelle Blutung ist eine genitale Blutung bei der Frau und wird häufig auch als Schmierblutung oder Zwischenblutung bezeichnet. In der Regel ist solch eine Blutung deutlich schwächer als die normale Regelblutung und ist auch bräunlicher gefärbt. Wie der Name schon sagt, tritt sie vor der üblichen Monatsblutung auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine prämenstruelle Blutung?

Eine prämenstruelle Blutung tritt in der Regel wenige Tage vor der normalen Monatsblutung auf. Es handelt sich dabei nicht um eine normale Blutung, sondern eher um einen bräunlichen Ausfluss aus der Scheide. Ob diese Zwischenblutung regelmäßig oder nur vereinzelt auftritt, ist ebenso unterschiedlich, wie die Stärke und Länge der Schmierblutung. Einige Frauen haben sehr häufig oder gar jeden Monat prämenstruelle Blutungen, andere Frauen dagegen sehr selten bis überhaupt nicht. Bei manchen Betroffenen tritt diese Blutung mal einige Tage lang auf, sie kann aber auch nur für ein paar Stunden andauern.

Neben der prämenstruellen Blutung gibt es noch eine weitere Zwischenblutung, die sog. postmenstruelle Blutung. Diese tritt im Gegensatz zur prämenstruellen Blutung einige Tage nach der gewöhnlichen Periode auf.

Ursachen

Die Ursachen für eine prämenstruelle Blutung können sehr vielfältig sein. Unterscheiden kann man hier zwischen hormonell, organisch oder mechanisch bedingten Zwischenblutungen. Tritt die Blutung nach dem Geschlechtsverkehr auf, oder nachdem eine Spirale entfernt oder eingesetzt wurde, handelt es sich um eine mechanische Ursache. Dabei kann eine kleinere oder größere Verletzung entstanden sein, durch die es zu der Blutung kommt.

Zu den hormonellen Ursachen zählen vor allem die Wechseljahre, in denen viele Frauen unter Schmierblutungen leiden. Eine Gelbkörperschwäche kann ebenso dafür verantwortlich sein. Die dadurch bedingte niedrige Konzentration von Progesteron sorgt für einen unregelmäßigen Zyklus und damit verbundene Schmierblutungen. Auch Hormonbehandlungen oder die Einnahme hormonhaltiger Präparate, wie z.B. die Anti-Babypille, können Zwischenblutungen hervorrufen. Hormonschwankungen, die nach der Schwangerschaft und während Stillzeit auftreten, sind ebenso oft verantwortlich für unregelmäßige Blutungen.

Ist eine prämenstruelle Blutung organisch bedingt, kann die an Geschwülsten oder Myomen an der Gebärmutter liegen. Aber auch eine Entzündung an der Gebärmutterschleimhaut kann zu Zwischenblutungen führen. Seltener ist Gebärmutterhalskrebs oder eine andere Krebsart für prämenstruelle Blutungen verantwortlich.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der prämenstruellen Blutung:

Eine prämenstruelle Blutung ist sehr einfach festzustellen: Tritt kurz vor der eigentlichen Regelblutung ein bräunlich blutiger Ausfluss auf, der deutlich schwächer als die normale Periode ist, handelt es sich um eine prämenstruelle Blutung. Auch wenn es viele harmlose Gründe für diese Form der Zwischenblutung gibt, sollte die Ursache gefunden werden. Besonders wenn diese Schmierblutungen häufig oder gar regelmäßig auftreten, ist eine genaue Diagnose durch einen Arzt dringend anzuraten. Nur so kann das Vorliegen einer ernsthaften Krankheit ausgeschlossen werden, bzw. eine frühzeitige Behandlung erfolgen.

Prämenstruelle Blutungen sind in den meisten Fällen von keinen weiteren Symptomen, wie z.B. den typische Regelschmerzen, begleitet. Sie können zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen andauern. In der Regel setzt kurz nach Abklingen der prämenstruellen Blutung dann die normale Regelblutung ein.

Diagnose

Die Diagnose der prämenstruellen Blutung ist recht einfach anhand der vorliegenden Symptome und des zeitlichen Verlaufs zu stellen. Zur Ursachenfindung existieren verschiedene Untersuchungsmethoden, die je nach Anamnese Anwendung finden. Durch das innere Abtasten der Vagina von einem Gynäkologen, können mechanische Ursachen recht einfach festgestellt werden.

Bei dieser Untersuchung können unter Umständen auch Geschwulste oder Myome erkannt werden. Auch eine Ultraschalluntersuchung kann Ergebnisse zur Ursache für die prämenstruelle Blutung liefern. Bei hormonellen Ursachen muss eine Blutabnahme und anschließende -untersuchung erfolgen. Dabei kann die Hormonkonzentration im Blut ermittelt und Abweichungen von den Normwerten erkannt werden.

Behandlung

Die Behandlung von prämenstruellen Blutungen hängt natürlich von der Ursache ab. Aber nicht jede Form dieser Zwischenblutung muss auch behandelt werden. Ist die Ursache nach den erfolgten Untersuchungen ungeklärt, kann es an aufgetretenem Stress liegen, dass diese prämenstruelle Blutung aufgetreten ist. Sobald der Körper durch mehr Ruhephasen wieder ausgeglichener ist, werden dann die Beschwerden nicht mehr auftreten.

Ebenso verhält es sich nach einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit. Haben sich die Hormone wieder eingependelt, ist auch der Monatszyklus wieder regelmäßig. Liegen hormonelle Ursachen vor, können diese sehr gut medikamentöse behandelt werden. Durch eine gezielte Zufuhr von bestimmten Hormonen wird der Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht und das Auftreten von prämenstruellen Blutungen wird verhindert.

Gibt es organische Ursachen, muss hier eine gezielte Therapie erfolgen. Sollte es sich um ein Myom oder eine Geschwulst an der Gebärmutter handeln, kann diese entfernt werden und es kommt danach nicht mehr zu Zwischenblutungen. Wurde Gebärmutterkrebs oder Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, können operative Eingriffe und Bestrahlungen nötig sein.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung von prämenstruellen Blutung ist so gut wie nicht möglich. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt können Krankheiten jedoch frühzeitig erkannt und behandelt werden. Auch sollte nicht zu lange mit einem Besuch beim Arzt gewartet werden, wenn bereits häufig prämenstruelle Blutung auftreten.

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