Polyarthrose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. Juli 2015
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Der komplexe und ganz systematisch aufgebaute Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen kann durch die unterschiedlichsten Einflüsse so erkranken, dass die Lebensqualität ganz massiv eingeschränkt ist. Dies wird bei einer Polyarthrose recht deutlich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Polyarthrose?

Eine Polyarthrose ist eine Erkrankung, die nicht nur Patientinnen und Patienten reifer Jahrgänge, sondern auch schon jugendliche Erwachsenen betreffen kann.

Die Bezeichnung Polyarthrose ist ein zusammengesetzter Begriff, der sich aus dem Wortteil poly- oder viel, mehrfach und dem Part -arthr für Gelenk zusammensetzt. Bei einer Polyarthrose geht es um eine Krankheit, welche sich gerade durch ihre extreme Schmerzhaftigkeit und die weiteren Begleitsymptome einen Namen gemacht hat. Außerdem erfasst die Polyarthrose alle gelenkigen Bereiche mehr oder weniger zur gleichen Zeit.

Ursachen

Die äußerst hartnäckige und quälende Erkrankung der Polyarthrose wird durch ursächliche Faktoren begründet, die in der individuellen Konstitution liegen. Dies sind neben einem körperlichen Übergewicht und einer daraus resultierenden Mehrbelastung der Gelenke die Fehlstellungen von Knochen und den zugehörigen Gelenken sowie die Erkrankungen, die sich im Binde- und Stützgewebe vollziehen.

Darüber hinaus kann eine Gicht eine Polyarthrose verursachen. Nach überstandenen Knochen- und Gelenksverletzungen ist eine Polyarthose ebenfalls möglich. Durch eine Fehl- und permanente Überbeanspruchung der Knochen und Gelenke erhöht sich deren Abnutzung, wodurch in Folge eine Polyarthrose eintreten kann.

Ständig auf die Knochen und Gelenke einwirkende Vibrationen und wellenartige Stöße sowie ständig wiederkehrende einseitige Belastungen führen auf Dauer ebenso zu einer Polyarthrose. Eine familiäre, erblich bedingte Häufung ist bei der Polyarthrose gleichermaßen zu beobachten.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Polyarthrose:

Um eine Polyarthrose festzustellen, lassen sich die Fachmediziner zunächst die Beschwerden der Betroffenen schildern und beziehen sich gleichsam auf die Familienanamnese. Als Erweiterung der Diagnostik werden die entsprechenden Symptome eingeordnet, welche für eine chronische Polyarthrose typisch sind. Die Hilfe suchenden Patientinnen und Patienten weisen zudem körperliche Auffälligkeiten auf, die visuell und manuell nachvollzogen werden können.

Durch die extreme Beanspruchung der Knochen, Gelenke und deren Knorpelzonen zeigen sich in aufwendigen bildgebenden Untersuchungen deutliche Abnormitäten. Diese werden ganz präzise aufgezeigt, wenn neben den Röntgenaufnahmen eine Kernspintomografie oder Computertomografie erfolgt.

Ganz markante Symptome bei einer Polyarthrose sind die schmerzhafte Gelenke, geschwollene Gelenke und die Belastungsschmerzen, die sich fortgeschrittenen Stadium als dauerhafte Beschwerden einstellen. Verspannungen der Muskulatur sowie Knirsch- und Mahlgeräusche treten bei einer Polyarthrose ebenfalls vereinzelt auf.

Diagnose

Sind die Kardinalsymptome der Polyarthrose bei den vorstelligen Patienten und Patientinnen erfasst worden und zeigt es sich, dass eine beginnende oder fortgeschrittene Polyarthrose vorliegt, beginnt eine wirkungsvolle Therapie. Die einzelnen schrittweisen Behandlungsvorgänge führen zwar zu einer Linderung der Symptome und ermöglichen eine bessere Lebensqualität. Geheilt werden kann eine Polyarthrose jedoch nicht.

Behandlung und Therapie

Bei der Therapie der Polyarthrose werden umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, die aufgrund ihrer Vielfalt als konventionelle und alternative medikamentöse Behandlung, als zentrale Schmerztherapie und sogenannte arthroskopische sowie chirurgische Varianten bezeichnet werden.

Grundsätzlich werden die Behandlungsmaßnahmen bei einer Polyarthrose immer interdisziplinär betrieben. Diese Konzeption bezieht außer den genannten Fachbereichen die Physiotherapie, die Ergotherapie und die Orthopädietechnik mit ein. Die operativen Eingriffe umfassen die Spülungen der Gelenke über ein eingeführtes Endoskop und die meist lasergestützte Glättung von Knorpelauffaserungen.

Darüber hinaus können die Betroffenen bei einer Polyarthrose von den Chancen der Transplantation von Knorpelzellen und Knorpel- sowie Knochengewebe profitieren. Zu den weiterführenden therapeutischen Verfahren gehören der Ersatz zerstörter Gelenke durch eine Prothese und eine sogenannte Achskorrektur bei Knochen- und Gelenksfehlstellungen.

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Vorbeugung

Als präventive Lebensweise gegen eine Polyarthrose gelten alle Aktivitäten, die auf mehr körperliche Bewegung und die Vermeidung einseitiger Belastungen der Gelenke abzielen. Darüber hinaus ist es wichtig, einer Polyarthrose vorbeugend entgegen zu wirken, indem der Halte- und Muskelapparat gekräftigt und beansprucht wird.

Im Rahmen einer Auswahl spezieller Bewegungsmuster und damit verbundener Sportarten ist es vorrangig, auf solche Übungen zu verzichten, die die Gelenke stark in Mitleidenschaft ziehen. Dies sind beispielsweise aggressive Sportarten wie Marathon oder Skispringen.

Optimal gegen eine vorzeitige Polyarthrose sind gelenkschonendes Schwimmen, Radfahren oder das Walken mit fußgerechtem Schuhwerk. Diese Ausgleichssportarten sind besonders wichtig, um eine einseitige, sitzende Tätigkeit auszugleichen.

Im täglichen Alltag sollten gelenkfordernde Bewegungen vermieden sowie ein zu hohes Körpergewicht reduziert werden. Durch eine zu hohe Körpermasse werden die Gelenke und Knochen übermäßig belastet und in gleichem Maße fehlbelastet. Treten durch Verspannungen der Muskulatur und damit einher gehende Schmerzen die sogenannten Entlastungshaltungen auf, sollten diese korrigiert werden.

Das gelingt in der Regel durch eine medizinische Krankengymnastik und durch einen Behandlung beim Orthopäden. Durch das Lösen der Verspannungen lassen die Schmerzen nach und Schonhaltungen sind nicht mehr nötig. Dies ist ein weiterer sinnvoller Beitrag, um einer Polyarthrose vorzubeugen.

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