Plaques

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. März 2016
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Plaques werden in der Medizin als fleckförmige Strukturen oder Veränderungen definiert. Sie bestehen meist aus Einlagerung bestimmter Substanzen ins Gewebe. Am bekanntesten sind die Plaques der Blutgefäße, die auch Arteriosklerose genannt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Plaques?

Die Plaques der Blutgefäße gehören zu den wichtigsten Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da diese Plaques eine sklerotische Veränderung der Blutgefäße hervorrufen, werden sie auch als Arteriosklerose bezeichnet. Die Arteriosklerose entsteht während eines langen Prozesses und führt zur Verengung der Arterien. Dabei besitzen die Plaques keine einheitliche Zusammensetzung.

Sie enthalten neben abgestorbenen fettbeladenen Schaumzellen und Bindegewebszellen auch aggregierte Blutzellen (Thromben) und in geringem Maße Kalk. Diese Ablagerungen führen zur Versteifung der Blutgefäße, die dabei starr und brüchig werden. Im Endstadium einer Arteriosklerose haben die Plaques solche Ausmaße erreicht, dass es durch eine Verstopfung von Arterien zu einem Infarkt kommen kann, wobei dann meist das Herz, das Gehirn oder die Lunge betroffen ist.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung von Plaques sind noch nicht genau geklärt. Man kennt die Risikofaktoren und weiß, dass sie oft Folge von falscher Ernährung, Bewegungsmangel, Adipositas, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes sind. Auch bei Stress und autoimmunologisch bedingten Erkrankungen entsteht häufig eine Arteriosklerose.

Untersuchungen haben ergeben, dass Verletzungen, Entzündungen und andere Störungen der Arterieninnenwand eine verstärkte Bildung von Plaques hervorrufen. Diese ersten Veränderungen an der Arterieninnenwand können vielfältige Ursachen haben, wie erhöhter Blutzuckerspiegel oder auch die Zerstörung von Bindegewebszellen der Arterien durch eine Fehlreaktion des Immunsystems.

Durch die entzündlichen Prozesse werden in verstärktem Maße sogenannte freie Radikale gebildet, die durch Antioxidanzien (z. B. Vitamine) neutralisiert werden. Verstärken sich die entzündlichen Prozesse, erhöht sich auch die Konzentration der freien Radikale. Die Antioxidanzien werden verbraucht, sodass dann Cholesterin die Funktion der Vitamine übernimmt und unter Oxidation die freien Radikale abfängt. Das oxidierte Cholesterin wird von Makrophagen umschlossen, die sich dadurch in lipidhaltige Schaumzellen verwandeln. Diese bilden zusammen mit den umgebauten Bindegewebszellen, Thromben und Kalkablagerungen die Plaques.

Symptome und Verlauf

Veränderung der Blutgefäße bei Arteriosklerose Oben: Normalbefund eines Blutgefäßes, Mitte: schrittweise Ablagerung von Fett, Thromben, Bindegewebe und Kalk (Plaques) führen zur Verhärtung, Verdickung und Einengung der Gefäßwände Unten: Durchblutungsstörungen infolge eines Gefäßverschluss können Infarkt auslösen.

Typische Symptome von Plaques:

Die Plaques entwickeln sich sehr langsam und die daraus resultierende Arteriosklerose kann lange symptomlos bleiben. Die Symptome sind abhängig vom Ort der Plaques. Das kann sich äußern in langsam stärker werdenden Durchblutungsstörungen.

Ein typisches Symptom ist die sogenannte Schaufensterkrankheit. Dabei sind die Arterien im Bereich der Beine so stark verengt, dass die schweren Durchblutungsstörungen beim Gehen Beinschmerzen verursachen.

Da die Beinmuskulatur nicht mehr richtig versorgt werden kann, sind längere Spaziergänge nicht möglich. Bei verminderter Sauerstoffversorgung des Gehirns kann es zu Verwirrtheit, Schwindel und Gedächtnisstörungen kommen. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, kommt es zu einem Engegefühl in der Brust. Man spricht von Angina pectoris. Die dramatischsten Auswirkungen der Plaques sind jedoch Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Lungenembolien.

Diagnose

Um das Ausmaß der Plaques in den Blutgefäßen festzustellen, bietet die Anamnese der Krankengeschichte des Patienten wichtige Hinweise. Blutuntersuchungen können typische Grunderkrankungen einer Arteriosklerose, wie Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen bestätigen oder ausschließen.

Ultraschalluntersuchungen zeigen z. B. die Veränderungen an den Blutgefäßen gut an. Am besten kann die Verengung der Arterien durch eine Röntgenkontrastmittel-Darstellung sichtbar gemacht werden. Dabei wird eine Flüssigkeit eingesetzt, die im Röntgenbild gut gesehen wird. Alternativ dazu können die Plaques durch Computer- oder Kernspintomografie gut diagnostiziert werden.

Behandlung

Zur Behandlung der Arteriosklerose stehen viele medikamentöse Therapien bis hin zu einer operativen Entfernung von Plaques zur Verfügung. Liegt bereits eine schwerwiegende Arteriosklerose mit starken Durchblutungsstörungen vor, kann die entsprechende Arterie z. B. durch eine sogenannte Ballondilatation erweitert werden. Um eine erneute Verengung zu vermeiden, wird oft ein Stent platziert.

Als Alternative bietet sich auch an, mithilfe eines kleinen Messers, welches mittels eines Schlauches in die Arterie eingeführt wird, die Plaques zu entfernen. In schweren Fällen können oft nur noch Bypass-Operationen helfen. Bei fortgeschrittener Arteriosklerose ist immer eine medikamentöse Behandlung notwendig. Bisher gibt es jedoch noch keine Medikamente, welche die Plaques auflösen können. Aber man kann durch sogenannte Blutverdünner, wie Acetylsalizylsäure, die Blutgerinnung hemmen und damit eine Blutgerinnselbildung verhindern.

Besteht eine erhöhte Infarkt- oder Schlaganfallgefahr, sollte diese Therapie auch dauerhaft durchgeführt werden. Bei Fettstoffwechselstörungen werden Lipidsenker eingesetzt, die die Cholesterinsynthese hemmt. Da auch ein hoher Glukosespiegel ein Risikofaktor für die Entstehung von Plaques ist, sollten bei fortgeschrittenem Diabetes Blutzucker senkende Mittel verabreicht werden.

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Vorbeugung

Den Plaques kann man sehr gut durch eine gesunde Lebensweise vorbeugen. Dabei ist auf eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung zu achten. Auch auf Nikotin sollte verzichtet werden. Vorhandene Vorerkrankungen, die zu Plaques führen können, wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck sind optimal zu behandeln.

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