Pityriasis versicolor

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Juni 2015
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Mit der Erkrankung Pityriasis versicolor ist eine Infektion mit der Kleienpilzflechte gemeint. Dabei handelt es sich um eine harmlose Pilzerkrankung, welche oberflächlich auf der Haut auftritt, hervorgerufen durch einen Hefepilz (Malassezia furfur). Diese Erkrankung ist zwar unbedenklich, stellt aber für Betroffene häufig ein ästhetisches Problem dar.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Pityriasis versicolor?

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Mit dem Begriff Pityriasis versicolor wird eine Infektion der Haut mit dem Pilz Malasseuia furfur beschrieben. Auf der Haut erscheinen kreisförmige Stellen, welche eine andere Pigmentierung aufweisen. Sie sind heller bzw. dunkler als die übrige Haut. Die Haut kann allerdings jucken. Durch das Kratzen kommt es zu einer Schuppung der Haut.

Das Reservoir für diese Krankheitserreger der Kleienpilzflechte ist die behaarte Kopfhaut. Diese wird jedoch nicht infiziert. Mit den richtigen Medikamenten kann die Pityriasis versicolor effizient behandelt werden. Die Haut färbt sich mit der Zeit dann wieder in ihre Ursprungsfarbe zurück, nachdem die Pityriasis versicolor erfolgreich behandelt worden ist.

Ursachen

Der Grund für eine Pityriasis versicolor liegt in einer Infektion mit dem Pilz Malassezia furfur. Dieser Hefepilz ist eine pathologische Form der Hefepilze Pityrosporon orbiculare und Pityrosporon ovale, welche bei allen Menschen auf der Haut vertreten sind. Der Hefepilz vermehrt sich verstärkt im feucht-warmen Milieu. Warum es zu einem plötzlichen Ausbruch der Kleienpilzflechte kommt, ist bisher nicht abschließend geklärt.

Es existieren jedoch einige Risikofaktoren, zu denen ein feuchtes Klima, ein starkes Schwitzen, die übermäßige Produktion von Talk und fettsäurehaltigen Lotionen gehören. Des Weiteren können einige Grunderkrankungen und ein geschwächtes Immunsystem zum Ausbruch führen. Auch einige Medikamente wie die Antibabypille und einige Antibiotika können eine Pityriasis versicolor provozieren. Die begleitenden Hautverfärbungen bei einer Pityriasis versicolor entstehen, wenn die Verteilung und die Bildung des Hautpigmentes Melanin gestört sind.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Pityriasis versicolor sind kreisförmige Stellen auf der Haut, welche anders pigmentiert sind. Teilweise sind diese dunkler bzw. heller als die übrige Haut. Zudem ensteht meist ein Juckreiz sowie eine Schuppung der Haut. Die Stellen treten insbesondere an Brust und Rücken auf, da dort verstärkt Talgdrüsen und Schweißdrüsen vorhanden sind. Diese oberflächliche Veränderung der Haut ist nicht schmerzhaft und harmlos. Die Diagnose Pityriasis versicolor nimmt meist einen sehr guten Verlauf, da sie effektiv mit Medikamenten behandelt werden kann. Bereits nach kurzer Zeit verschwinden die Symptome einer Pityriasis versicolor und die Haut färbt sich zurück.

Diagnose

Bei der Pityriasis versicolor reicht häufig eine Blickdiagnose aus. Einige Erkrankungen weisen jedoch ein vergleichbares Erscheinungsbild auf. Daher kann eine Sicherung der Diagnose durch eine klinische Analyse erfolgen. Der Arzt raut dafür die Haut mit einem kleinen Spatel auf und fertigt im Anschluss ein Abrisspräparat von den betroffenen Stellen an.

Bei einer mikroskopischen Untersuchung kann festgestellt werden, ob es sich um die Erreger einer Pityriasis versicolor handelt. Des Weiteren steht das Diagnoseverfahren mit sogenanntem Wood-Licht zur Verfügung. Diese Lampe gibt vor allem Ultraviolettstrahlen ab, mit denen unterschiedliche Pilzarten anhand der Fluoreszenz identifiziert werden können.

Behandlung und Therapie

Zur Behandlung der Pityriasis versicolor bietet sich ein Antipilzmittel an, welches äußerlich eingesetzt wird. Dieses steht in Form einer Waschemulsion, einer Creme oder eines Shampoos zur Verfügung. Da der behaarte Kopf das Reservoir für die Erreger ist, sollte er mit in die Behandlung einbezogen werden. Die Dauer der Therapie beträgt mindestens zwei Wochen. Eine zusätzliche Therapiemöglichkeit sind Hausmittel wie Essigwasser oder Molke.

Wird mit der äußerlichen Behandlung kein Erfolg erzielt, erfolgt eine innere Anwendung von den Medikamenten. Antipilzmittel gibt es in Tablettenform. Sie weisen Wirkstoffe wie Fluconazol, Ketoconazol und Otraconazol auf. Die Wirksamkeit dieser Präparate kann gesteigert werden, indem eine Stunde nach der Medikamenteneinnahme Sport betrieben wird. Durch den Schweiß kann der Wirkstoff besser zu den befallenen Hautpartien gelangen. Des Weiteren sollten die betroffenen Stellen vor dem Sonnenlicht geschützt werden. Es besteht die Möglichkeit, dass die Pityriasis versicolor trotz einer erfolgreichen Behandlung erneut auftritt.

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Vorbeugung

Der Pityriasis versicolor kann nur bedingt vorgebeugt werden. Die Haut sollte stets sauber und trocken gehalten werden. Als Reinigung empfiehlt sich eine milde Waschlotion. In warmen Klimazonen ist eine weite und lockere Bekleidung empfehlenswert. Kann die Wäsche nicht mit hohen Temperaturen gewaschen werden, sollte sie mit speziellen Produkten desinfiziert werden. Trotz dieser Maßnahmen kann eine Pityriasis versicolor auftreten.

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