Pimpinelle

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. April 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Pimpinelle

Die Pimpinelle wird auch Kleiner Wiesenknopf genannt und gehört der Familie der Rosengewächse an. Es handelt sich um eines der ersten Frühlingskräuter, die im Beet erscheinen. Das Kraut sollte möglichst frisch verwendet werden, da es sonst an Aroma verliert.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Pimpinelle wissen

Die Pimpinelle ist eine ausdauernde krautige Pflanze , die auch unter der Bezeichnung Kleines Blutkraut, Drachenblut oder Wurmkraut bekannt ist. Die Pflanzen können bis einen Meter in die Höhe wachsen und besitzen einen aufrechten Stängel, an dem sich die rosettenartigen und sehr attraktiven gefiederten Blätter befinden. An den bis zu zwei Zentimeter langen Blättern befinden sich bis zu neun Zähne.

Die ursprüngliche Heimat der Pimpinelle ist Eurasien. Heute wird das Kraut kaum großzügig kultiviert und ist vermehrt wildwachsend auf Wiesen anzutreffen. Im Mittelalter war Pimpinelle ein geschätztes Lebensmittel und wurde besonders bei der Pestbekämpfung eingesetzt. Den Menschen wurde geraten, Pimpinelle zu verzehren, um nicht dem Schwarzen Tod zu Opfer zu fallen. Die Wirkung ist umstritten.

Das Verbreitungsgebiet der Pflanze liegt heute zwischen Nordafrika und Skandinavien. Zwischen Mai und August erscheinen die gelben Blütenköpfe. Pimpinelle besitzt ein leichtes Gurkenaroma und schmeckt angenehm frisch und nussig. Als Gartenpflanze ist die Pimpinelle anspruchslos und gedeiht bevorzugt auf lockerem Gartenboden.

Staunässe wird nicht vertragen und kann das Wachstum der Pimpinelle negativ beeinflussen. Dann werden die Pflanzen nur etwa 20 bis 40 cm an Wuchshöhe erreichen. Generell ist die Pimpinelle jedoch eine anspruchslose Gartenpflanze, die in der Sonne wie im Schatten gedeiht und auch weniger optimale Standorte nicht übelnimmt.

Bedeutung für die Gesundheit

Im Mittelalter war Pimpinelle als Pestmittel in aller Munde. Auch wenn diese Wirkung zweifelhaft erscheint, besitzt das Kraut einen positiven gesundheitlichen Nutzen. Die Naturheilkunde nutzt die Pflanze zur Blutreinigung, bei grippalen Infekten oder bei Entzündungen des Hals- und Rachenraumes. Pimpinelle hilft auch bei Sodbrennen, Durchfall oder Blähungen.

Auch die Frühjahrsmüdigkeit kann mit Pimpinelle vertrieben werden. Die enthaltenen ätherischen Öle, Harze und Bitterstoffe macht sich auch die Schulmedizin bei der Behandlung von Asthma zu Nutze. Dabei wird vorwiegend die Wurzel der Pimpinelle verwendet. Pimpinelle kann als eines der ersten Frühlingskräuter zur allgemeinen Stärkung des Organismus und der Abwehrkräfte empfohlen werden.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Die Pimpinelle ist eine reiche Vitamin-C Quelle. Daneben sind ätherische Öle, Cumarine, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stärke, Eiweiß, Kampferol und Saponine enthalten. Diese Inhaltsstoffe bewirken eine entgiftende, schweißtreibende, blutstillende und adstringierende Wirkung.

Blutungen können gelindert werden, der Organismus wird angeregt und das Hautbild sichtlich verbessert. Kampferol kann als natürliches Flavonoid der Pimpinelle sich positiv auf eine postmenopausale Osteoporose auswirken.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 42 kcal/ 177 kj
Eiweiß 3,50 g
Kohlenhydrate 5,00 g
Fett 0,80 g
Wasser 86,45 g
Ballaststoffe 3,00 g
Beta-Carotin 4000 µg
Vitamin E 1000 µg

Unverträglichkeiten

Pimpinelle kann botanisch leicht zu Verwechslungen führen. Die Bezeichnung gilt nicht nur für den hier beschriebenen Kleinen Wiesenknopf, sondern auch für die Bibernelle. Das Doldengewächs ist allerdings ebenfalls essbar, wenn auch vom Geschmack her viel schärfer und würziger. Durch eine Verwechslung kann es folglich zu keinen Unverträglichkeitsreaktionen oder Vergiftungserscheinungen kommen.

Wer allerdings auf Apiaceae-Vertreter allergisch reagiert, sollte beide Pflanzen besser nicht miteinander verwechseln. Als Rosengewächs ist die Pimpinelle weniger für Kreuzallergien verantwortlich als diverse Doldenblütler.

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Einkaufs- und Küchentipps

Pimpinelle im Supermarkt wird sich eher schwer finden lassen. Allein in Hessen ist das Angebot umfangreicher, denn das Kraut ist Bestandteil der dort allseits geschätzten Grünen Soße. Auf Bauern- und Biomärkten kann es hin und wieder vorkommen, dass Pimpinelle angeboten wird.

Die beste Qualität besitzen die jungen Blätter und Triebe der Pflanze, die im Frühling erhältlich sind. Essbar sind auch die gelben Blüten, die sich im Sommer zeigen. Pimpinelle welkt nach der Ernte schnell und sollte baldigst verbraucht werden. Zum Trocknen ist das Kraut weniger geeignet. Fein gehackt eingefroren lassen sich die Blättchen bei Bedarf frisch verwenden.

Wird vor dem Verzehr etwas Zitronensaft auf die Blätter gegeben, dann verstärkt sich das Aroma. Frisch werden die Blätter der Pimpinelle Salaten beigegeben oder zur Würze von Soßen, Suppen oder Marinaden verwendet. Die Pflanze ist im klassischen Bauerngarten zu finden, aber auch auf der Fensterbank kann die Pimpinelle herangezogen werden.

Zubereitungstipps

Als einer der wichtigsten Bestandteile der Grünen Soße findet die Pimpinelle besonders im hessischen Raum Beachtung. Sie ist eines der acht Kräuter, die in diesem regionalen Gericht Verwendung finden. Damit das Aroma erhalten bleibt, wird das Kraut stets den fertigen Gerichten zugegeben und niemals mit gegart.

Für Dips, Dressings oder Kräuterquark lässt sich das Kraut ebenso verwenden, wie Pimpinelle Kräuterbutter, Suppen oder Kräutersoßen jeglicher Art verfeinert. Auf Grund des gurkenähnlichen Aromas lässt sich besonders der Gurkensalat geschmacklich durch Pimpinelle abrunden.

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