Pigmentflecken

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Pigmentflecken

Als Pigmentflecken werden farbliche und teils tastbare Unregelmäßigkeiten der Haut bezeichnet. Pigmentstörungen sind oft völlig harmlos und für viele Menschen eher ein kosmetisch-ästhetisches Problem. Allerdings kann es ich auch um bösartige Hautveränderungen handeln. Unklare Pigmentveränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Pigmentflecken?

Woher kommen diese Pigmentflecken und was hilft eigentlich gegen sie? Dies sind wohl sehr häufig gestellte Fragen, die aber gar nicht so leicht zu beantworten sind.

Bei Pigmentflecken gibt es sehr große und auch gravierende Unterschiede hinsichtlich ihrer Form und Entstehung. Pigmentflecken sind entweder angeborenen oder in einzelnen Fällen auch erworbenen Hautmerkmale, die auch keine Krankheit bezeichnen.

Bei der Weißfleckenkrankheit handelt es sich um eine typische Pigmentstörung. Diese Hauterkrankung verläuft chronisch, aber nicht ansteckend. Die typischen Merkmale dieser Erkrankung sind Pigmentstörungen, die sich als weiße und pigmentfreie Hautflecken zeigen.

Leberflecke

Die sogenannten Leberflecke zählen auch zu den Pigmentstörungen und sollten in gar keiner Weise unterschätzt werden. Leberflecke können angeboren sein oder sich erst im mittleren Alter eines Patienten bilden.

Auch Leberflecke können sich völlig unabhängig vom Typ der Pigmentierung und auch vom Sonnenlicht bilden. Man erkennt diese Flecken grundsätzlich an ihrer sehr glatten Oberfläche und der sehr scharf abgezeichneten Kontur.

Die Entstehung der Leberflecke bezeichnen Mediziner als eine Anhäufung von Pigmentzellen in den verschiedensten Hautschichten.

Wer an sich einen oder mehrere Leberflecken entdeckt haben sollte, ist zur Vorsicht angeraten. Die Flecken sollten grundsätzlich beobachtet werden und bei einer etwaigen Veränderung, in Größe und Form, umgehend einen Arzt zu konsultieren.

Muttermale

Auch Muttermale gehören offiziell zu den sogenannten Pigmentflecken. Woher das Wort Muttermal aber eigentlich kommt, ist auch weiterhin sehr umstritten. Es gibt Muttermale, die in der Regel als glatt gelten, die angeboren worden sind. Des Weiteren werden als Muttermal auch Pigmentflecke bezeichnet, die sicher erst im Laufe der Entwicklung durch Veranlagung bilden können.

Diese Muttermale sind auch Pigmentflecken, die durch eine Pigmentstörung hervorgerufen werden und diese bilden sich auch völlig unabhängig vom Sonnenlicht und vom Pigmenttyp. Beachten sollte man hier, dass diese Art von Pigmentflecken sich durchaus auch entarten kann, deshalb sollte immer eine ärztliche Kontrolle nach Auftreten vorgenommen werden.

Sommersprossen

Weitere, nicht als Krankheit deklarierte Pigmentflecken sind beispielsweise die Sommersprossen. Hierbei bilden sich ganz kleine Pünktchen besonders in den Sommermonaten, meistens auch bei veranlagten Personen, wie Rotblonden und Albinos.

Werden die Monate dann wieder etwas sonnenärmer, bilden sich auch die Pigmentflecken zurück. Auch im fortgeschrittenen Alter der betroffenen Personen wird die Pigmentierung eindeutig zurück gehen.

Altersflecken

Wer sein empfindlichstes und wichtigstes Organ, die Haut, jahrelang großer Sonneneinstrahlung aussetzt, der muss zwangsweise auch mit den Folgeerscheinungen, nämlich den unregelmäßigen Altersflecken rechnen. Es handelt sich hierbei um bräunliche linsengroße Flecken, die meistens an den Unterarmen und im Gesicht der Patienten auftreten werden. Diese Hauterscheinungen sind in der Regel gutartig und treten häufig im fortgeschrittenen Alter auf.

Melasma oder Chloasma

Auch das sogenannte Melasma oder Chloasma zählt zu den Pigmentflecken, es ist aber besser bekannt als Schwangerschaftsmaske. Diese entsteht als deutliches Merkmal im Gesicht, welches sehr großflächig und dunkel pigmentiert ist. Es ist die Folge einer hormonellen Veränderung während der Schwangerschaft oder auch durch die Einnahme der Antibabypille. In der Regel bildet sich die Pigmentstörung nach der Entbindung fast völlig zurück, allerdings bleibt sie bei manchen betroffenen Frauen, ein Leben lang.

Behandlung und Vorbeugung

Es gibt auch einige vorbeugende Maßnahmen, die zur Minderung von Pigmentflecken führen. So sollten beispielsweise in den Sommermonaten grundsätzlich Cremes verwendet werden, die einen sehr hohen Lichtschutzfaktor aufweisen.

Alle Sonnenschutzmittel sollten immer auf den vorliegenden Hauttyp abgestimmt sein, dieser Sonnenschutz ist allerdings auch im Schatten anzuwenden. Auch im Schattenbereich herrscht ein hohes Risiko, die Pigmentfleckenbildung zu fördern.

Wer von der Weißfleckenkrankheit betroffen ist, sollte gerade die weißen Stellen der Haut besonders pflegen und schützen. Hierbei empfiehlt sich grundsätzlich Schutz durch hautbedeckende Kleidung und die Anwendung von Pflegeprodukten ab einem Lichtschutzfaktor 30.



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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

maria kommentierte am 28.01.2016 um 14:51 Uhr

Ich habe nach einer Schwangerschaft ein Melasma im Gesicht entwickelt, das sich nach der 2. Schwangerschaft noch weiter ausgebreitet hat! Vor allem nach dem Abstillen wurde es immer schlimmer! Inzwischen ist das Kind 2 Jahre, die Flecken sind etwas blasser geworden, aber immer noch deutlich sichtbar! Keine versuchte Behandlung brachte Erfolg: Hydrochinon reizte die Haut zu stark, Fruchtsäurepellings hellten die Haut nur kurzfristig etwas auf, Microdermabrasion brachte gar nichts, Kojisäure, Azelainsäure, Vitamin C, Rucinol auch nicht! Nicht einmal eine minimale Aufhellung konnte erreicht werden! Hoher Sonnenschutz und vermeiden von Sonnenbädern können im besten Fall eine Nachdunkelung verhindern! Innerliche Behandlungen mit Vitamin B, Vitamin A, Sepia blieben auch erfolglos! Schade!