Paroxysmale Hemikranie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. April 2015
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Unter dem Begriff Paroxysmale Hemikranie wird eine spezielle Kopfschmerz-Krankheit bezeichnet. Vor allem zeichnet sich die Paroxysmale Hemikranie durch anfallsartige, sehr starke und halbseitige Kopfschmerz-Attacken aus. In weiterer Folge treten die Kopfschmerzen in Verbindung mit einer geröteten Gesichtshälfte auf. Die Anfallsdauer des Kopfschmerzes beträgt zwischen wenige Minuten bis zu knapp einer Stunde.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Paroxysmale Hemikranie?

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Übersetzt bedeutet Paroxysmale Hemikranie "anfallsartiger, halbseitiger Kopfschmerz". Jene Worte fassen auch bereits die Charakteristik der Paroxysmale Hemikranie zusammen. Denn jene Erkrankung ist eine spezielle Form des Kopfschmerzes, bei welchem der Betroffene über einen einseitigen, relativ heftigen und anfallsartigen Kopfschmerz klagt.

Die Dauer des Schmerzes kann wenige Minuten, mitunter aber auch knapp eine Stunde andauern. Pro Tag können die Kopfschmerzen zwischen 5 und auch 40 Mal auftreten. Paroxysmale Hemikranie ist eine relativ seltene Erkrankung, die bei Personen zwischen dem 30 und 40 Lebensjahr auftritt. Zu Beginn der Dokumentation wurde das Krankheitsbild vermehrt bei Frauen festgestellt. Jedoch haben neue Ergebnisse gezeigt, dass es bei Paroxysmale Hemikranie keine geschlechtsspezifischen Faktoren gibt.

Ursachen

Bislang gibt es keine Erkenntnisse darüber, weshalb die Paroxysmale Hemikranie verursacht wird. Vor allem liegt dies daran, da der spezielle Kopfschmerz erst seit geraumer Zeit eine eigenständige Krankheit mit einer eigenständigen Symptomatik aufweist. Jedoch berichteten Patienten immer wieder über klassische "Ereignisse", welche den Kopfschmerz ausgelöst haben.

Das sind mitunter körperliche Belastungen, diverse Nahrungsmittel wie Käse, Schokolade sowie Kaffee und auch Alkoholkonsum oder aber Stress. Auch gravierende Temperaturveränderungen oder auch spezielle Kopfbewegungen haben bei gewissen Patienten einen Anfall ausgelöst. In neueren Berichten haben Ärzte einen Zusammenhang zwischen der Paroxysmale Hemikranie und dem Hypophysenadenom gefunden. Jedoch gibt es noch keine 100%-ige Gewissheit, welche den Zusammenhang tatsächlich bestätigt.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Paroxysmale Hemikranie:

Charakteristisch für die Paroxysmale Hemikranie sind der einseitige Kopfschmerz sowie plötzlich auftretende Kopfschmerzattacken. Ebenfalls kann die betroffene Gesichtshälfte erröten bzw. eine Schwellung der Augenlider sowie des Auges erfolgen. Weitere Symptome sind das plötzliche bzw. schubhafte Auftreten der Kopfschmerzen. So kann die Paroxysmale Hemikranie binnen weniger Augenblicke auftreten und binnen weniger Minuten wieder vorbei sein.

Es sind aber auch Anfälle möglich, die mitunter bis zu einer Stunde anhalten können. Ein weiteres klassisches Symptom ist das mehrfache tägliche Auftreten jeglicher Attacken. Der Betroffene klagt auch immer wieder über eine geschwollene Gesichtshälfte bzw. können die Augenlider derart geschwollen sein, dass jene herabhängen.

Die Krankheit verfügt über unterschiedliche Verlaufsformen. In den häufigsten Fällen leidet der Patient unter einem chronischen Paroxysmalen Hemikranie. Jene verursacht tagtägliche Anfälle. Bei der anderen Verlaufsform, die jedoch seltener auftritt, können die Patienten oftmals wochen- bzw. monatelang beschwerdefrei sein. Eine vollständige Heilung gibt es nicht.

Diagnose

Auf Grund der speziellen Symptomatik ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Anamnese gründlich durchgeführt wird. Das bedeutet, dass der Patient sehr wohl detailliert über seine Symptome berichten muss, damit der Mediziner auf den richtigen Weg der Paroxysmale Hemikranie geführt wird. Liegt der Verdacht der Paroxysmale Hemikranie vor, verabreicht der Mediziner Indometacin. Tritt eine positive Wirkung ein, kann der Verdacht der Paroxysmalen Hemikranie bestätigt werden. Im weiteren Diagnoseverlauf wird auch eine Magnetresonanztomographie durchgeführt.

Behandlung und Therapie

Zu Beginn der Behandlung versucht der Mediziner, dass er mittels Therapie den Patienten wieder schmerzfrei bekommt. Das bedeutet, dass der Arzt die Erkrankung auf ihre bestimmte Verlaufsform abstimmen muss. Als wesentliches Mittel wird Indometacin verordnet. Die Dosierung liegt bei rund 150 mg/Tag; jedoch können auch hier Abweichungen vorkommen, sodass manche Patienten nur 30 mg/Tag und andere bis zu 300 mg/Tag bekommen können.

Mit jenem Wirkstoff soll es möglich sein, dass der Patient wieder seine Schmerzfreiheit erlangt. Indometacin gilt als klassisches Medikament zur Dauertherapie. Findet eine Schmerzfreiheit statt, wird die Dosis soweit reduziert, dass eine nur geringe Erhaltungsdosis verabreicht wird. Alternativ zu Indometacin stehen unter anderem nicht-steroidale Entzündungshemmer zur Verfügung.

Das sind sogenannte NSAID. Jene werden in Form von Flurbiprofen, Diclofenac sowie Naproxen verabreicht. Liegt eine chronische Form der Krankheit vor, kann als weitere Therapie-Möglichkeit eine Psychotherapie empfohlen werden. Vor allem dann, wenn etwaige auslösende Faktoren wie bestimmte Nahrungsmittel oder Stress verantwortlich sind, können jene Situation - gemeinsam mit dem Psychotherapeuten besprochen und behandelt werden.

Für viele Patienten stellt der Weg zum Psychotherapeuten die letzte Möglichkeit dar, mit ihrem Schicksal des unheilbaren Kopfschmerzes fertig zu werden bzw. sich damit abzufinden. Auch wenn mittels Medikamente eine Schmerzfreiheit geschaffen wird, kann - je nach Patient - diese nur für kurze Zeit anhalten bzw. können sich die Symptome auch (im weiteren Krankheitsverlauf) verschlechtern.

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Vorbeugung

Auf Grund der Tatsache, dass die Ärzte noch keine genaue Ursache für Paroxysmale Hemikranie gefunden haben, ist auch eine dementsprechende Vorbeugung nicht möglich. Ob ein ruhiger Lebensstil, eine gesunde Ernährung oder das Vermeiden von Stress tatsächlich vorbeugende Maßnahmen sind, nicht an Paroxysmale Hemikranie zu erkranken, steht aus diesen Gründen daher nicht fest.

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