Parotitis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. Mai 2016
Gesundpedia.deKrankheiten Parotitis

Wenn das Kauen Schmerzen auslöst und zusätzlich noch die Wange anschwillt, kann eine eventuell eine Parotitis vorliegen. Aber dieser Erkrankung kann man sehr leicht vorbeugen und auch die Behandlungsmethoden führen bei einer Parotitis grundsätzlich ohne Risiken zum Erfolg.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Parotitis?

Bei einer Parotitis handelt es sich um eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse. Dies äußert sich in einem kleinen „Ei“, das sich vor oder unter dem Ohr der betroffenen Person bildet. Beim Essen kann sich die Parotitis durch Schmerzen bemerkbar machen.

Die Entzündung wird ebenfalls durch den Mund ausgelöst. Eine mangelnde Mundhygiene führt dazu, dass die Parotitis verursachenden Bakterien durch den Mund in die Ohrspeicheldrüse hochwandern können. Hierdurch kommt es schließlich zu der unangenehmen Entzündung, die mit einer vermehrten Produktion von Eiter stattfindet. Die Parotitis findet dabei meist nur einseitig satt und unterscheidet sich somit von der bekannten Erkrankung Mumps.

Ursachen

Ursache für das Ausbrechen einer Parotitis ist eine Infektion mit Bakterien. Bei dieser Form der Speicheldrüsenentzündung spielt besonders der Erreger Staphylococcus aureus eine Rolle.

Häufigste Ursache ist dabei eine mangelnde Mundhygiene. Auch die Zahnhygiene oder eine Entzündung der Schleimhaut des Mundes kann eine Parotitis begünstigen.

Des Weiteren kann es auch bei der Einnahme von Medikamenten, die den Speichelfluss im Mund reduzieren, zu einer Parotitis kommen. Dies betrifft vor allem Medikamente gegen Herzbeschwerden, Allergien oder auch Depressionen.

Zudem wurde bei der Durchführung einer Strahlentherapie ein erhöhtes Auftreten von Parotitis medizinisch festgestellt.

Symtpome und Verlauf

Typische Symptome von Parotitis:

Die Symptome einer Parotitis treten meist einseitig auf und unterscheiden sich daher vom bekannten Mumps. Die betroffenen Personen vernehmen ein Druckgefühl und Schmerzen im Bereich der Ohrspeicheldrüse. Zudem bildet sich eine Schwellung, die ebenfalls starke Schmerzen verursachen kann. Diese Schwellung ist bei einer Parotitis vor dem Ohr oder unter diesem zu finden. Zudem tritt starkes Fieber ein und die Aufnahme von Essen ist auf Grund der Schmerzen kaum noch möglich. Der Verlauf einer Parotitis ist nach einer medikamentösen Behandlung folgenlos. Nur sehr selten bildet sich ein Abszess, der für die Heilung der Parotitis operativ geöffnet werden muss.

Diagnose und Verlauf

Zur Diagnose einer Parotitis genügt meist eine gründliche Anamnese. Bereits die Tatsache wann die Beschwerden aufgetreten sind und wie diese sich äußern, kann dem Arzt hier Aufschluss geben. Durch eine körperliche Untersuchung wird der Verdacht meist bestätigt. Der Arzt tastet hier die entsprechende Drüse ab. Dabei wird ein leichter Druck auf diese ausgeübt, sodass sich etwas von dem darin befindenden Eiter in den Mundraum entleert. Hiervon wird ein Abstrich genommen und im Labor untersucht. Zudem kann zur Klärung der Ursache einer Parotitis eine Entnahme von Blut und eine Ultraschalluntersuchung helfen. In sehr seltenen Fällen können außerdem eine MRT und eine Gewebeuntersuchung für eine Diagnose der Parotitis notwendig sein.

Behandlung

Eine Parotitis wird in erster Linie mit der Verabreichung von Medikamenten therapiert. Hier wird auf Antibiotika und schmerz- und entzündungshemmende Medikamente zurückgegriffen. Des Weiteren wird versucht mit kühlenden Umschlägen die Beschwerden zu lindern. Zudem sollte in dieser Zeit darauf geachtete werden, dass man nur weiche Kost zu sich nimmt und sehr viel trinkt.

Auch das Kauen von Kaugummi wird von Ärzten immer wieder empfohlen. Sauer Bonbons, wie zum Beispiel Brausestäbchen, können die Beschwerden ebenfalls lindern.

Außerdem sollte noch mehr als sonst auf eine ausreichende Mundhygiene geachtet werden. Denn grade diese gilt als eine der häufigsten Ursachen für ein Ausbrechen der Parotitis.

Grundsätzlich verschwindet durch die Einnahme von Medikamenten und die Einhaltung von den durch den Arzt vorgeschriebenen Verhaltensweisen die Parotitis von alleine wieder.

Dennoch kann es im Verlauf einer solchen Erkrankung auch zur Bildung eines Abszesses kommen. In einem solchen Abszess befindet sich viel Eiter, der die Heilung verhindern kann. Aus diesem Grund muss der Abszess operativ geöffnet und der Eiter entfernt werden. Nur so kann die Parotitis heilen.



Vorbeugung

Um Parotitis vorzubeugen, sollte man sich intensiv mit seiner Mundhygiene auseinander setzten. Nur wenn diese einwandfrei ist, kann man der Erkrankung entgehen. Hierzu empfiehlt sich das regelmäßige Lutschen von Brausestäbchen, die den Speichelfluss im Mund anregen. Selbstverständlich spielt auch die Zahnhygiene hier eine Rolle und sollte nicht vernachlässigt werden. Zudem sollte man auf sein Immunsystem achten, damit dieses den Erreger besser bekämpfen kann. Des Weiteren kann dieser Speichelfluss auch durch die täglich empfohlene Aufnahme von Wasser erlangt werden und somit kann einer Parotitis vorgebeugt werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

ohrspeicheldrüsenentzündung kommentierte am 12.03.2016 um 23:03 Uhr

Ich hatte vor 1 Jahr eine Ohrspeicheldrüsenentzündung und ich habe noch immer Beschwerden. Ich habe ein fremdes Gefühl im Gesicht bis in den Hals, Probleme beim Schlucken, Krämpfe, Brennen, Kribbeln und habe kein Leben mehr vor Schmerzen. Es wurden bereits viele Untersuchungen gemacht, aber alle ohne Erfolg. Vor kurzem hat in einem CT jemand einen Knochen gesehen. Kann es durch die Entzündung möglich sein, dass die Querfortsätze vom Kiefer wachsen und auf die Nerven drücken? Ich hab nur noch Angst und es geht mir sehr schlecht. Ich bin seit 3 Tagen nur noch zu Hause und weine. Können Sie mir vielleicht helfen?