Osteosarkom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Bei einem Osteosarkom handelt es sich um eine Krebserkrankung. Der Tumor tritt in den Knochen auf und ist Teil der primär osteogenen malignen Tumoren. In diese Gruppe werden bösartige Krebserkrankungen zusammengefasst, welche Knochen betreffen. Das Osteosakrom ist dabei der am häufigsten auftretende bösartige Knochentumor.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Osteosarkom?

Osteosarkome finden sich vor allem in langen Röhrenknochen wieder. Zu diesen gehören beispielsweise Elle und Speiche. Aber auch in der Wirbelsäule, dem Knie und dem Hüftgelenk wird der Tumor oft diagnostiziert. In etwa 50 Prozent aller Fälle tritt er in dieser Region auf. Ein Tumor entsteht dann, wenn Zellen entarten.

Als Folge dieses Prozesses vermehren sie sich unkontrolliert und fortlaufend. Bei einem Osteosarkom handelt es sich um polymorphen knochenbildende Zellen, aus denen der Tumor wächst. Darüber hinaus neigen Osteosarkome dazu, bereits in frühen Stadien Metastasen zu streuen. Neben der generellen Bösartigkeit erhöht dieser Faktor das allgemeine Gesundheitsrisiko bei Vorliegen eines Osteosarkoms.

Ursachen

Bisher konnte noch nicht geklärt werden, welche Ursachen hinter der Entstehung eines solchen Knochentumors stecken. Jedoch existieren mittlerweile einige Faktoren, bei denen davon ausgegangen wird, dass sie eine wichtige Rolle spielen. Zu diesen gehören insbesondere hormonelle Bedingungen.

Dass ein Osteosarkom sich aufgrund der Strahlentherapie wegen eines anderen Tumors bildet, ist nicht ausgeschlossen. Jedoch wird die Wahrscheinlichkeit eines solchen Prozesses als sehr niedrig eingeschätzt. Statistische Untersuchungen hingegen deuten daraufhin, dass ein Osteosarkom vermehrt nach einem Retinoblastom auftritt. Hierbei handelt es sich um einen Tumor in der Region des Auges, der vermehrt bei Kindern diagnostiziert wird.

Zudem ist es auffällig, dass Osteosarkome häufiger bei Menschen in der Wachstumsphase entstehen. Somit wird davon ausgegangen, dass wachstumsbedingte Faktoren sowie die erhöhte Aktivität des Knochens den Tumor beeinflussen könnten.

Zudem besteht die Annahme, dass genetische Komponenten eine Verantwortung tragen. Der Verdacht bezieht sich insbesondere bei der parallelen Existenz von anderen erblichen Krankheiten wie multipler Osteochondrome und Morbus Paget. Bei beiden Erkrankungen verändert sich die Struktur des Knochens. Dies scheint einen geeigneten Nährboden für Osteosarkome zu bieten.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome gegen Osteosarkome:

Osteosarkome äußern sich vor allem durch Schmerzen. Der betroffene Bereich reagiert druckempfindlich und ist teilweise gerötet. Auch Schwellungen sind keine Seltenheit. Wenn der Tumor in direkter Nähe zu einem Gelenk sitzt, kann die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt sein.

Ein Osteosarkom beschädigt die Knochenstruktur. Daraus resultiert eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche. Häufig werden Knochenbrüche verzeichnet, die ohne äußere Gewalteinwirkung entstanden sind. Im weiteren Verlauf der Erkrankung fühlen Betroffene sich schlapp, es kommt zu Fieber und Abgeschlagenheit. Sobald diese Symptome auftreten, hat der Tumor bereits andere Organe befallen.

Osteosarkome verlaufen oftmals schwerwiegend. Dabei hängt die Prognose stark von individuellen Bedingungen wie Tumorgröße, Lokalisation, Metastasierung und Ansprechen auf die Chemotherapie ab. Ausschlaggebend ist ebenfalls der Zeitpunkt, an dem der Tumor diagnostiziert und behandelt wurde.

Durch technische Weiterentwicklung besteht mittlerweile eine ungefähre 60 prozentige Überlebenschance der ersten fünf Jahre. Konnte das Osteosarkom erfolgreich behandelt werden, ist es für den weiteren Verlauf wichtig, dass Patienten regelmäßige Nachuntersuchungen aufsuchen.

Diagnose

Die äußeren Symptome bieten bereits einen ersten Hinweis auf Vorliegen des Tumors. Um den Verdacht zu bestätigen, werden unterschiedliche Hilfsmittel angewendet. Zu diesen gehört beispielsweise ein Röntgenbild. Konnte ein Osteosarkom bereits diagnostiziert werden, wird oft zu einer Sonographie gegriffen, um weitere Informationen über den Tumor zu erhalten. Neben MRT und CT ist es ebenfalls üblich, ein Blutbild zu erstellen.

Behandlung und Thearapie

Die Therapie hängt letztendlich von bestimmten Faktoren ab. Ausschlaggebend ist vor allem der Stand der Erkrankung. Grundlage der Therapie ist jedoch zunächst meistens eine Chemotherapie. Diese soll dabei helfen, den bestehenden Tumor zu verkleinern und gestreute Zellen abzutöten.

Anschließend erfolgt eine Operation. Im Rahmen des chirurgischen Eingriffes soll der Tumor aus dem Knochen entfernt werden. Ziel der Operation ist es dabei, eine Amputation zu vermeiden. Dafür ist es oftmals notwendig, die entstandenen Schäden durch Endoprothesen zu kompensieren. Hierbei handelt es sich um Implantate, die in einem späteren Stadium nicht entfernt werden müssen. Sie verbleiben dauerhaft in der eingesetzten Region.

Konnten zusätzlich Metastasen entdeckt werden, müssen auch diese operativ entnommen werden aus dem Körper. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor bereits gestreut hat, ist relativ groß. Wegen unspezifischer Symptome werden Osteosarkome meistens erst in einem fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Gleichzeitig verfügen die Tumore über das Potenzial, bereits kurze Zeit nach ihrer Entstehung Tochtergeschwüre zu verbreiten.

Nach der Operation wird erneut eine Chemotherapie angewendet, um den Erfolg des chirurgischen Eingriffes zu unterstützen. Nur selten kommt hingegen eine Strahlentherapie zum Einsatz. Dies liegt vor allem daran, dass der Tumor nicht oder nur sehr eingeschränkt auf die Strahlen reagiert. Konnte die Therapie die Zurückbildung der Tumore erreichen, so müssen Patienten regelmäßige Nachsorgetermine in Anspruch nehmen, um ein erneutes Aufflammen frühzeitig zu diagnostizieren.

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Vorbeugung

Ein Osteosarkom lässt sich nicht vorbeugen, weil die genauen Ursachen noch unerforscht sind. Darüber hinaus handelt es sich bei den vermuteten Faktoren um Bedingungen, die nicht beeinflussbar sind. Somit ist es unmöglich, genetische Defekte oder Erbkrankheiten effektiv vorzubeugen. Insbesondere während der Wachstumsphase kann es sich als hilfreich herausstellen, den Körper bewusst auf Veränderungen zu untersuchen und bei bestehenden Schmerzen frühzeitig einen Arzt kontaktieren.

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