Osteochondrosis dissecans

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Bei Osteochondrosis dissecans handelt es sich um eine Erkrankung des Knochens. In der Mehrheit der Fälle betrifft sie das Kniegelenk und entwickelt sich in der Wachstumsphase oder bei jungen Erwachsenen. Osteochondrosis dissecans führt oftmals zu starken Schmerzen, welche die Lebensqualität stark einschränken können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Osteochondrosis dissecans?

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Bei der Erkrankung Osteochondrosis dissecans sterben bestimmte Regionen von Knochen und Knorpel im Bereich der Gelenke ab. Die betroffenen Knochen befinden sich unmittelbar unter der Gelenkfläche. Dabei verläuft Osteochondrosis dissecans in vier Schritten. In weit fortgeschrittenen Stadien löst sich der Knochen unter der Knorpelschicht. Diese verbleiben unbehandelt losgelöst im Gelenk. In etwa 80 Prozent aller Fälle ist das Kniegelenk von der Erkrankung betroffen. Nicht auszuschließen ist das Auftreten jedoch auch im Hüft- oder Sprunggelenk. Die meisten Patienten sind sportlich sehr aktiv oder befinden sich in einem jungen Lebensalter. Es besteht die Gefahr, dass sich aufgrund von Osteochondrosis dissecans Arthrose bildet.

Ursachen

Bisher sind die zugrunde liegenden Ursachen der Erkrankung noch unerforscht. Es existieren jedoch eine Theorien, welche die Entstehung von Osteochondrosis dissecans erklären sollen. Eine der Theorien, die eine breite Akzeptanz unter Ärzten findet, ist die der mechanischen Schädigung. Durch äußere Gewalteinwirkungen in Form bestimmter Bewegungen und Impulsen soll sich Osteochondrosis dissecans entwickeln. Dementsprechend wird die Ursache hier vor allem bei sportlichen Aktivitäten gesucht.

Insbesondere Abstop- und Stoßbewegungen stehen in dem Verdacht, die Beschwerden auszulösen. Belegt wird die Annahme durch die Tatsache, dass Osteochondrosis dissecans vermehrt an den Zonen auftritt, die bei Bewegungen hauptsächlich belastet werden. Darüber hinaus existieren jedoch noch weitere Theorien, welche der Entwicklung der Krankheit auf den Grund gehen wollen. So nehmen andere Wissenschaftler an, dass Durchblutungsstörungen an Osteochondrosis dissecans schuld sind. Weitere Hypothesen gehen von genetischen Faktoren, Fehlbelastungen und Verknöcherungsstörungen aus. Dennoch ist es bisher nicht möglich, eine der Theorien als wahrhaftig anzuerkennen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Osteochondrosis dissecans:

Osteochondrosis dissecans verläuft in vier Stadien. Zu Beginn kommt es zu einer Verdichtung des Gelenkknorpels. Der Knochen unter der Gelenkfläche stirbt allmählich ab. Der Knorpel hingegen, welcher den Knochen schützt, kann trotzdem über einen längeren Zeitraum hinweg weiterhin seinen Funktionen nachkommen, ohne eingeschränkt zu sein. Im zweiten Stadium kommt es schließlich zum Abriss von einem Knorpel-Knochen-Stückchen. Dieses befindet sich jedoch noch in Verbindung mit dem Oberschenkelknochen.

Erst im weiteren Verlauf löst es sich, bis es im Endstadium in das Gelenk verlagert wird. Osteochondrosis dissecans äußert sich dabei vor allem durch Schmerzen, die in der Tiefe des oberen Sprunggelenkes lokalisiert werden. Dabei treten diese vermehrt bei sportlicher Aktivität auf. Darüber hinaus können Steifheit und Schwellungen des Gelenks nicht ausgeschlossen werden. Einige Betroffene klagen über Spannungsgefühle und Schmerzen im Ruhezustand. Die Schmerzen lassen sich oftmals nicht klar abgrenzen.

Diagnose

Ein Hinweis auf Osteochondrosis dissecans sind insbesondere die Schmerzen. Dennoch wird die Erkrankung meistens erst dann diagnostiziert, wenn sie bereits weiter fortgeschritten ist. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass sich die Veränderungen des Gelenks erst im späteren Verlauf bei Röntgenbildern klar identifizieren lassen. Die Diagnose muss dabei den genauen Grad der Krankheit herausfinden. Dabei helfen unterschiedliche Methoden. Zu diesen gehören beispielsweise Röntgenbilder, MRTs, CTs oder eine Gelenkspiegelung.

Behandlung und Therapie

Ausschlaggebend für die Therapie ist letztendlich das Alter des Patienten sowie das Stadium der Erkrankung. Es wird zwischen konservativen und operativen Methoden unterschieden. Insbesondere wenn Betroffene sich noch in der Wachstumsphase befinden, wird meistens zunächst zu konservativen Maßnahmen gegriffen. Diese bestehen zunächst aus einer Ruhigstellung des Gelenks für einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen. Dies hilft vor allem dann, wenn Osteochondrosis dissecans noch nicht weit fortgeschritten ist. Schwellungen und Entzündungen werden durch entsprechende Medikamente therapiert.

Neben der Verwendung von Gehhilfen müssen Betroffene regelmäßig an Nachuntersuchungen teilnehmen. Diese haben das Ziel, die weitere Entwicklung der Krankheit genau zu beobachten. Eine andere konservative Methode ist die Krankengymnastik. Diese eignet sich jedoch ebenfalls lediglich für Patienten, welche sich in den frühen Stadien der Erkrankung befinden. Bevor nicht ausgeschlossen werden konnte, dass konservative Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben, wird in der Regel nicht operiert.

Kommt es dennoch zu einem chirurgischen Einsatz, kommen unterschiedliche Methoden in Frage. Welche letztendlich angewendet wird, hängt von einigen Faktoren, wie dem Alter des Patienten und dem Zustand des Gelenkknorpels, ab. So ist es bereits möglich, im Rahmen einer Spiegelung die Operation durchzuführen. In besonders schwerwiegenden Fällen kann eine Knorpeltransplantation durchgeführt werden. Dafür wird im Labor ein körpereigenes Knorpelstück gezüchtet.

Nach einem Zeitraum von etwa 6 bis 8 Wochen lässt sich dieses in einer weiteren Operation einsetzen. Mit der Methode gelingt es normalerweise, auch ausgeweitete Schäden am Knorpel zu rekonstruieren. Bei Kindern besteht zudem die Chance, dass die Krankheit während der Wachstumsphase ohne weitere Therapie abklingt.

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Vorbeugung

Weil die genauen Ursachen noch nicht bekannt sind, kann Osteochondrosis dissecans nicht vorgebeugt werden. Es ist lediglich möglich, die potenziellen Faktoren einzudämmen. So sollte bei sportlichen Aktivitäten das richtige Schuhwerk getragen werden. Zudem ist ein weicher Untergrund, wie beispielsweise Waldboden, der Bewegung auf Asphalt vorzuziehen. Bestehendes Übergewicht kann sich ebenfalls belastend auf die Gelenke auswirken. Die Reduktion überflüssiger Kilos hat somit auch positive Folgen Knie und Hüfte.

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