Optimale und sichere Skiausrüstung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. April 2015
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Sicher und warm auf der Piste - Wie sieht die optimale Skiausrüstung aus? Die Wintersportsaison ist in vollem Gange und viele Deutsche zieht es dieses Jahr das erste Mal auf die Piste. Neulinge leihen sich die Skier häufig aus, um ihre ersten Fahrversuche im Schnee zu unternehmen. Doch was wird neben Skiern eigentlich noch alles gebraucht, damit der Wintersport zum echten Vergnügen wird? Der folgende Ratgeber hat die wichtigsten Fakten rund um Funktionsbekleidung, Skibrillen, Helme und Co im Überblick.

Inhaltsverzeichnis

Die Funktionskleidung

Eine sichere und optimale Skiausrüstung besteht nicht nur aus Ski und Helm. Die richtige Kleidung bei Minusgraden ist mindestens genauso wichtig.

Die Funktionsbekleidung für Skifahrer orientiert sich idealerweise am Zweibelschalenprinzip. Das bedeutet, dass die Kleidung aus mehreren dünnen Schichten bestehen sollte, damit sie optimal wärmt. Zudem ermöglicht es das Schichtenprinzip, schnell und flexibel auf sich ändernde Wetterbedingungen und Temperaturunterschiede zu reagieren. Die Bekleidung sollte aus mindestens drei unterschiedlichen Schichten bestehen:

  • Die innere Schicht besteht aus einer atmungsaktiven Funktionsunterwäsche. Diese leitet den Schweiß an die nächste Schicht weiter und hält den Körper somit trocken und warm. Funktionsunterwäsche kann zum Beispiel aus einem Anteil Merinowolle bestehen, da diese besondere antibakterielle Eigenschaften mitbringt. Dies hat den Vorteil dass die Funktionsunterwäsche auch nach mehrmaligem Tragen nicht nach Schweiß riecht und daher nicht so häufig gewaschen werden muss. Es gibt auch hochwertige Funktionsunterwäsche aus Kunstfasern, die dank spezieller Materialmixe ebenfalls geruchshemmende Eigenschaften besitzt. Damit die Funktionsunterwäsche den Körper so gut wie möglich wärmt, ist eine perfekte Passform entscheidend. Deshalb sollte vor dem Kauf Maß genommen werden. Wie die eigenen Körpermaße exakt bestimmt werden, ist zum Beispiel in der Größentabelle von Happy-Size nachzulesen (zur Tabelle).
  • Der mittleren Schicht kommt ebenfalls die Aufgabe zu, den Körper warm zu halten. Auch sie transportiert den Schweiß weiter und zwar an die äußerste Schicht. Fleece ist ein gutes Material für diese zweite Schicht, da es besonders warm hält und zudem sehr schnell trocknet. Baumwolle ist als zweite Schicht gänzlich ungeeignet.
  • Skijacke und Skihose bilden die äußere Schicht. Sie halten Wind, Nässe und Kälte ab und transportieren ebenfalls den Schweiß weiter nach draußen. Für den Transport der Feuchtigkeit nach Außen und den Schutz vor dem Eindringen von Nässe nach innen ist ein spezieller Außenstoff zuständig, welcher über eine Membrane verfügt. Diese Membrane wiederum besitzt zahlreiche kleine Poren. Neben der Membrane können auch zwei unterschiedliche Formen der Beschichtung zum Einsatz kommen: Die PU-Beschichtung und eine mikroporöse Beschichtung.

Weitere Informationen über Ihre optimale Größe (Konfektionsgrößen) finden Sie hier.

Die Ski-Brille

Nur wer für eine gute Sicht sorgt, gewährleistet auch die bestmögliche Sicherheit beim Skifahren. Die Skibrille schützt die Augen zudem vor Kälte, Wind, Sonne und UV-Strahlung und den damit einhergehenden Risiken, wie zum Beispiel einer Bindehautentzündung.

Schnee reflektiert bis zu 90 Prozent der sichtbaren und unsichtbaren Strahlung, weshalb vor allem der UV-Schutz bei der Wahl der Skibrille eine zentrale Rolle spielt. Im Gegensatz zu einer normalen Sonnenbrille liegt die Skibrille komplett auf dem Gesicht auf. Die Skibrille sollte gegen das Gesicht mit einer weichen Schaumstoffauflage versehen und zudem biegbar und stoßfest sein.

Die Handschuhe

Jeder hat wohl schon einmal erlebt, wie sehr die Finger vor Kälte und Nässe schmerzen können, wenn sie der eisigen Witterung schutzlos ausgeliefert sind. Beim Skifahren sind gute Handschuhe unverzichtbar. Diese sollten sowohl warm halten, als auch dafür sorgen, dass keine Nässe zur Haut durchdringen kann. Handschuhe mit Gore-Tex- oder Sympatex-Ausstattung sind besonders zu empfehlen. Fäustlinge halten die Hände zwar am wärmsten, schränken jedoch die Bewegungsfreiheit ein, weshalb sie zum Skifahren nicht geeignet sind. Wichtig ist, dass die Bündchen der Handschuhe dicht schließen, damit kein Schnee eindringen kann.

Der Rückenprotektor

Sind Rückenprotektoren optimal an die Körpergröße angepasst, gut konstruiert und bestehen aus einem hochwertigen Material können sie:

  • Die Wirkung direkter Schläge auf den Rücken dämpfen
  • Die Einwirkung eines spitzen Gegenstandes, wie eines Steins, mindern

Beim Abknicken der Halswirbelsäule oder bei Schlägen auf das Steißbein oder den Kopf sowie bei starken Rotationskräften auf den Rumpf biete der Rückenprotektor keinen Schutz. Eine Norm für Rückenprotektoren gibt es bisher nicht. In der PDF „Protektoren im Labor- und Praxistest – Rückenpanzer“ werden die Ergebnisse eines gemeinsamen Testes des Deutschen Skiverbandes, der Stiftung „Sicherheit im Skisport“ sowie dem TÜV-Süd in Bezug auf Rückenprotektoren vorgestellt. Zudem sind dort hilfreiche Tipps aufgelistet, was beim Kauf eines Rückenprotektors beachtet werden sollte.

Aus Gründen der Sicherheit ist es nicht ratsam, an der Ski-Ausrüstung zu sparen, schließlich kann es auf der Piste schnell mal zu einem Sturz oder einem Zusammenstoß kommen. Wer sich vor dem Kauf informiert, sich im Fachgeschäft beraten lässt und jedes Teil persönlich auf einen optimalen Sitz und Tragekomfort überprüft, wird jede Menge Spaß im Schneegestöber haben und zudem die bestmögliche Sicherheit auf der Piste genießen.

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