Nierenarterienverkalkung (Nierenarterienstenose)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Die Nierenarterienverkalkung (Nierenarterienstenose) zählt zu den klassischen Arterienverkalkungen. Umgangssprachlich wird die Nierenarterienstenose auch als Nierenarterienverkalkung bezeichnet. Bei jener Erkrankung sind eine bzw. beide Nierenarterien verengt. Bei einer nicht rechtzeitigen Behandlung führt die Nierenarterienstenose zum Versagen der Niere, sodass Lebensgefahr besteht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nierenarterienverkalkung (Nierenarterienstenose)?

Der Mediziner bezeichnet unter einer Nierenarterienstenose die Verkalkung der Nierenarterien. Bei der Nierenarterienstenose verengt eine bzw. können auch beide Arterien verengen. Auf Grund der Verengung entsteht ein beeinträchtigter Blutfluss. Die Nierenarterienstenose ist unter anderem ein Auslöser für eine andere Erkrankung, kann aber auch selbst als sogenannte Folgeerkrankung auftreten.

In vielen Fällen besteht eine Verbindung mit Bluthochdruck. Das bedeutet, dass der hohe Blutdruck eine derartige Nierenarterienverkalkung auslöst bzw. jene als Folgeerscheinung auftritt. Des Weiteren können auch diverse Herzerkrankungen eine Nierenarterienstenose auslösen. So haben viele Mediziner etwa koronare Herzkrankheiten mit der arteriellen Verschlusskrankheit in Verbindung gebracht.

Ursachen

Rund 80 Prozent aller Nierenarterienstenosen werden auf Grund einer bereits bestehenden Arterienverkalkung im Körper ausgelöst. Die Verkalkung entsteht durch Gefäßablagerungen. Begünstigend wirkt eine ungesunde Lebensweise. Konsumiert der Patient jahrelang überwiegend cholesterin- sowie fettreiche Speisen, lagern sich jene Stoffe in den Gefäßinnenwänden ab. In weiterer Folge verengen sich die Gefäße; dieser Prozess fördert den Bluthochdruck. Die Gefäßverengung kann an verschiedenen Stellen im gesamten Körper stattfinden. Somit kann auch die Nierenarterie von der Verengung betroffen sein. Klassische Risikofaktoren, welche eine Nierenarterienstenose begünstigen, sind Rauchen, Bewegungsmangel, ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes sowie Stress.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Nierenarterienverkalkung (Nierenarterienstenose):

Charakteristische Symptome und Anzeichen sind Bluthochdruck sowie immer wieder auftretende Kopfschmerzen. Der Patient kann mitunter auch über Augenschmerzen klagen und über Sehstörungen berichten. Ein weiteres Symptom kann eine Angina pectoris sowie Luftnot sein. In vielen Fällen wurde auch Nasenbluten dokumentiert. Des Weiteren klagen einige Patienten über Übelkeit sowie Schwindel.

Bei einer frühzeitigen Diagnose kann eine dauerhafte Nierenschädigung verhindert werden. Befindet sich die Nierenarterienstenose bereits im fortgeschrittenen Stadium, kann bereits eine dauerhafte Schädigung der Nieren eingetreten sein. Bei einer nicht rechtzeitigen Behandlung, kann mitunter ein Nierenversagen auftreten. Jenes Szenario ist für den Patienten lebensgefährlich.

Diagnose

Besteht der Verdacht einer Nierenarterienstenose, überprüft der behandelnde Arzt zunächst den Blutdruck des Patienten. Ein stark erhöhter diastolischer Wert kann mitunter der erste Hinweis sein, dass eine Nierenarterienverkalkung vorliegt. In weiterer Folge werden Urin- sowie Blutuntersuchungen angefertigt. Jene geben einen weiteren Einblick über den gesundheitlichen Zustand des Patienten.

Ebenfalls wird eine Ultraschalluntersuchung der Nieren durchgeführt. Für den Arzt sind natürlich auch Informationen über etwaige Vorerkrankungen bzw. den Lebenswandel des Patienten von großer Bedeutung, sodass ein ausführliches Patientengespräch geführt wird. Eine weitere Möglichkeit ist das Abhören der Nierenregion. Der Arzt kann unter Umständen mittels des Stethoskops ein sanft zischendes Geräusch wahrnehmen.

Behandlung und Therapie

Nach der Diagnose Nierenarterienstenose, beginnt der Mediziner mit der Therapie. In den meisten Fällen kann eine Nierenarterienverkalkung relativ gut behandelt werden. Vorwiegend befasst sich der Mediziner damit, dass er die verengten Arterien des Patienten dehnen möchte, sodass der Blutfluss nicht mehr weiter beeinträchtigt wird. Jener Vorgang erfolgt mit dem Ballonkatheter. Jener Katheter wird durch die Blutbahnen geschoben. Erreicht der Mediziner die verengten Stellen, bläst er den Ballon auf. Mit diesem Vorgang können die Arterien geweitet werden; der Blutfluss wird in weiterer Folge nicht mehr beeinträchtigt. Jene Vorgehensweise kann an verschiedenen Stellen durchgeführt werden.

Bei einer starken Verkalkung bzw. Verengung der Arterien, muss der Eingriff gegebenenfalls mehrmals - in regelmäßigen Abständen - wiederholt werden. Erfolgt keine nachhaltige Verbesserung, kann der Mediziner eine Gefäßoperation anraten. Hier legt er den sogenannten Bypass. Das bedeutet, dass der behandelnde Arzt eine Art Umleitung bei der verengten Arterie legt, sodass der Blutfluss nicht beeinträchtigt wird.

Besteht in weiterer Folge Bluthochdruck, der die Ursache für die Nierenarterienstenose war, befasst sich der Mediziner im weiteren Therapieverfahren mit der Senkung des Blutdrucks. Eine Nichtbehandlung des hohen Blutdrucks würde dazu führen, dass die Arterien wieder verengen. Aus diesem Grund verordnen viele Mediziner blutdrucksenkende Medikamente bzw. empfehlen den Verzicht von fetten Speisen, Nikotin sowie Alkoholkonsum und Stress.

Durch die blutdrucksenkenden Medikamente ist es aber möglich, dass in weiterer Folge die Nierenfunktion angegriffen wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Patient in regelmäßigen Abständen den Arzt aufsucht, um die Organe überprüfen zu lassen. Natürlich muss sich der Patient bewusst sein, dass die Behandlung nur dann erfolgversprechend ist, wenn er auch seine Lebensgewohnheiten ändert. Aus diesem Grund sollte der Patient alle möglichen Risikofaktoren meiden, die einen Bluthochdruck begünstigen und in weiterer Folge für eine abermalige Verengung der Arterien verantwortlich sind.

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Vorbeugung

Der Patient hat sehr wohl die Möglichkeit, dass er die Nierenarterienstenose - größtenteils - vorbeugt. Schlussendlich gibt es Risikofaktoren, die eine derartige Erkrankung begünstigen. Der Betroffene sollte daher vorwiegend auf fette Speisen verzichten, mit dem Rauchen aufhören, regelmäßig körperliche Bewegung durchführen und Übergewicht vermeiden bzw. reduzieren.

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