Nephrosklerose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Liegt eine sogenannte Nephrosklerose vor, spricht der Mediziner von einer Nierenerkrankung. Vorwiegend gilt: Je früher eine Therapie begonnen wird, umso höher stehen die Chancen auf einen Behandlungserfolg. Der Patient kann an einer gutartigen oder auch bösartigen Nephrosklerose erkranken, wobei die bösartige Form der Erkrankung mitunter lebensgefährlich sein kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nephrosklerose?

Unter einer Nephrosklerose bezeichnet der Arzt eine Erkrankung der Nieren. Unter anderem wird diese spezielle Krankheit auch hypertensive oder auch vaskuläre Nephropathie genannt. In vielen Fällen leiden die Patienten nicht nur an einer Nephrosklerose, sondern klagen gleichzeitig über Bluthochdruck. Der Mediziner unterscheidet bei der Nephrosklerose zwischen einer gutartigen und einer bösartigen Erkrankung.

Die gutartige - benigne - Form zeichnet sich dadurch aus, dass eine Verhärtung an den Arteriolen auftritt. Arteriolen sind die kleinsten Arterien, welche in der Niere zu finden sind. Im Regelfall verursacht die gutartige Form der Nephrosklerose auch lange Zeit keine Beschwerden. Erst im Laufe der Erkrankung berichten Patienten immer wieder über Appetit- sowie Ruhelosigkeit und Kopfschmerzen. Die Nierenfunktion wird aber nicht beeinträchtigt; vielmehr neigt der Patient zu Entzündungen des Nierenbeckens. Liegt eine bösartige - maligne - Nephrosklerose vor, verändert sich das Nierengewebe und in weiterer Folge die Gefäßwand. Weitere Symptome sind mitunter ein verschwommenes Sehen oder auch Verwirrtheit.

Ursachen

Die häufigste Ursache, weshalb eine Nephrosklerose entsteht, liegt in der Arteriosklerose bzw. der Verkalkung der Arterien. Des Weiteren leiden betroffene Personen schon frühzeitig an hohen Blutdruck, was die Nephrosklerose ebenfalls begünstigt. Die bösartige Form kann etwa ihre Ursache dadurch haben, dass der Patient jahrelang unter sehr starken Bluthochdruck litt. Ebenfalls können bereits vorhandene Erkrankungen der Nieren oder auch empfängnisverhütende Medikamente Mitschuld sein, dass eine Nephrosklerose entsteht.

Ob etwaige Viruserkrankungen ebenfalls eine bösartige Nephrosklerose auslösen, ist bis jetzt noch nicht vollständig geklärt. Des Weiteren können bestimmte Risikofaktoren eine Nephrosklerose begünstigen. Vorwiegend handelt es sich dabei um Nikotinkonsum, bereits in der Familie aufgetretene Fälle von Nephrosklerose sowie auch eine Fettstoffwechselstörung bzw. eine eingeschränkte Funktion der Nieren. Vorwiegend tritt die Nephrosklerose bei Personen höheren Alters auf. Männer sind weitaus häufiger betroffen als Frauen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Nephrosklerose:

Klassische Symptome einer Nephrosklerose sind Bluthochdruck sowie eine innere Unruhe. Der Patient klagt in weiterer Folge über Verwirrtheit und Kopfschmerzen. Blutungen sowie Schwellungen können auftreten; ebenfalls sind Sehstörungen (verschwommenes Sehen) möglich. In weiterer Folge verändert sich der Augenhintergrund des Patienten. Viele Patienten wirken teilnahmslos und klagen immer wieder über Übelkeit und Erbrechen.

Die gutartige Form der Nephrosklerose schreitet sehr langsam fort. Im fortgeschrittenen Stadium ist ein Nierenversagen möglich. Bei einer bösartigen Nephrosklerose können - schon alleine auf Grund des stark erhöhten Blutdrucks - Herzschäden sowie Schäden am Gehirn auftreten. Der weitere Krankheitsverlauf kann mitunter ein Koma bzw. ein Herzversagen auslösen, sodass die bösartige Nephrosklerose mitunter lebensgefährlich ist.

Diagnose

Vorwiegend beginnt die ärztliche Untersuchung mit einem detaillierten und ausführlichen Patientengespräch. Bei jenem Gespräch möchte der Arzt zuerst wissen, wie lange eventuelle Beschwerden und Symptome bereits vorliegen. Ebenfalls ist es für den Mediziner von Bedeutung, ob etwaige Krankenvorgeschichten vorhanden sind bzw. ob bereits ähnliche Symptome in der Familie aufgetreten sind.

Zu den körperlichen Untersuchungen zählen vorwiegend eine Blut- sowie Urinprobe. Liegt eine erhöhte Eiweißkonzentration im Urin vor, verhärtet sich der Verdacht, dass eine etwaige Nephrosklerose vorliegt. Die bösartige Nephrosklerose kann jedoch nur mittels Biopsie festgestellt werden. Hier entnimmt der Mediziner ein Stück des Nierengewebes und lässt jenes untersuchen.

Behandlung und Therapie

Vorwiegend befasst sich die Behandlung und Therapie in Form der Senkung des Bluthochdrucks. Damit der Blutdruck des Patienten normalisiert wird, erhält dieser blutdrucksenkende Medikamente. Der behandelnde Arzt verordnet - je nach Berücksichtigung diverser Faktoren - dementsprechende Medikamente und berücksichtigt auch, wie hoch die Eiweißkonzentration im Urin ist.

Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung, sodass Personen, die nur eine geringe Eiweißkonzentration aufweisen, andere Tabletten als jene Patienten bekommen, die eine erhöhte Konzentration von Eiweiß aufweisen. Wie hoch der Blutdruck sein darf bzw. wie tief er sinken muss, dass von einem normalen Blutdruck die Rede sein kann, wird ebenfalls individuell entschieden. Auch hier werden einzelne Faktoren herangezogen, die mitunter bei der Wahl des "normalen" Blutdrucks berücksichtigt werden.

Eine rechtzeitige bzw. frühzeitige Therapie kann vor allem für Personen, welche an der bösartigen Form der Nephrosklerose erkrankt sind, lebensrettend sein. Vor allem deshalb, weil eine fortschreitende bösartige Nephrosklerose zu einem Nierenversagen führt und in weiterer Folge - unbehandelt - auch Schäden am Herzen sowie Gehirn auftreten können. Leidet der Patient bereits an einem Nierenversagen, muss sich dieser der Hämodialyse (sogenannte Blutwäsche) unterziehen bzw. können die Ärzte raten, dass die erkrankte Niere operativ entfernt werden muss.

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Vorbeugung

Die Nephrosklerose kann mitunter vorgebeugt werden. Vor allem muss in erster Linie Bluthochdruck vermieden bzw. wenn dieser bereits festgestellt wurde, behandelt werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass der Blutdruck in regelmäßigen Abständen ärztlich (oder selbständigen mittels Blutdruckmessgerät) kontrolliert wird. Ebenfalls sollten Risikofaktoren wie starker Nikotinkonsum vermieden werden. Ist der Patient bereits an der Nephrosklerose erkrankt, hilft die frühzeitige Behandlung und Therapie, sodass die Niere vor einer etwaigen Einschränkung bewahrt werden kann.

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