Nässende Ekzeme

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. November 2016
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Ekzeme gehören zu einer der weit verbreitetsten Hauterkrankungen. Wie entstehen Ekzeme und wann wird von nässenden Ekzemen gesprochen? Welche Behandlungsmethoden sind am effektivsten, um Ekzeme zu heilen? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich dieser Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Was sind nässende Ekzeme?

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Medikamente gegen: Juckreiz

Ekzeme zählen in der heutigen Zeit zu den bekanntesten Hauterkrankungen. Über 20 Prozent der Weltbevölkerung leiden darunter. Bei der Hauterkrankung sind die Epidermis (Oberhaut) und die oberste Schicht der Lederhaut betroffen. Der Hautauschlag äußert sich in Form von roten Flecken und im akuten Stadium juckt die gerötete Haut und ist entzündet. Häufig sind die Hautstellen mit schwammartigen Wassereinlagerungen versehen und die Stellen nässen. Ekzeme sind keine ansteckende Erkrankung der Haut, wobei aber verschiedene Formen unterschieden werden müssen, die sich in drei Unterkategorien gliedern.

Ursachen

Die Ursachen für das Entstehen von Ekzemen sind nicht eindeutig. Viele Faktoren, die auf unsere Haut einwirken, spielen bei der Entstehung eine große Rolle. Unsere Haut ist täglich durch äußere Einflüsse gereizt und reagiert empfindlich. Metalle, chemische Stoffe, Feuchtigkeit und Keime können Auslöser für Ekzeme sein. Das große Produktangebot von Kosmetikartikeln enthält eine Vielzahl an chemischen Präparaten, die die Bildung von Ekzemen begünstigen. Reagiert unser Körper auf spezifische Produkte allergisch, so sollten diese durch andere ersetzt werden.

Vererbung und die Erkrankung Neurodermitis (chronische, entzündliche Hautkrankheit) führen ebenso zu Ekzemen. Vor allem der Ausbruch des atopischen Ekzems basiert auf Veranlagung, indem die Erkrankung von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird. Weitere Ursachen, die zum Ausbruch von Ekzemen führen, sind Stress und Allergien. Die Ernährung hat bei einem seborrhoischen Ekzem eine große Bedeutung. Dieses Ekzem siedelt sich vor allem an der Kopfhaut an und kann sich unter bestimmten Voraussetzungen stark vermehren.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der nässenden Ekzeme:

Die ersten Symptome für ein Hautekzem sind stark juckende Rötungen auf der Haut. Die Bildung kleiner Pickel folgt und durch das ständige Kratzen platzen diese auf. Dadurch werden die Pickel zu nässenden Ekzemen. Der juckende Schorf, der sich an den betroffenen Stellen bildet, wird immer wieder abgekratzt und bildet sich neu. Anders ist es beim atopischen Ekzem. Der chronischen Hauterkrankung folgt eine Infektion durch Bakterien, Pilzen oder Viren.

Das atopische Ekzem, auch als Neurodermitis bekannt, bildet sich schon in der Kindheit und in der Pubertät. Im Kindesalter tritt es als Milchschorf auf und entwickelt sich im Laufe des erwachsen werden zu Veränderungen an den Beugeseiten der Gelenke. Die Haut trocknet aus und der Betroffene leidet unter Juckreiz. Durch die Schädigung der Haut durch Chemikalien, die in Waschmitteln und Kosmetika enthalten sind, entsteht ein Kontaktekzem.

Durch die Allergie auslösenden Stoffe entwickelt sich in einem gewissen Zeitraum das Ekzem und tritt an den Stellen auf, die am häufigsten im Kontakt mit dem auslösenden Stoff sind. Das seborrhoische Ekzem wird durch eine überhöhte Talgproduktion ausgelöst und zeigt sich als symmetrische, gelblich-rote Herde mit fettigen Schuppen. Die Kopfhaut schuppt und entzündet sich. Die Salzflecken finden sich auch auf Brust und Rücken sowie im Genitalbereich.

Diagnose

Bei der Diagnose von Ekzemen ist besondere Achtsamkeit geboten. Durch die verschiedenen Formen der Ekzeme muss eine ausführliche Anamnese erfolgen, um eine korrekte Behandlungsmethode entwickeln zu können. Treten beim Patienten spezifische Symptome auf, die nach drei Tagen nicht abklingen, sollte ein Arzt konsultiert werden. Dieser hinterfragt den Beginn der Erkrankung und lokalisiert die betroffenen Hautstellen am Körper.

Die Familiengeschichte und frühere Erkrankungen fließen in die Beurteilung mit ein. Der Arzt befragt den Patienten über mögliche Auslöser und ob bekannte Allergien vorliegen, die zur Entstehung beigetragen haben. Nach einer genauen Diagnose erstellt der Arzt eine Therapie, die individuell auf die Irritationen abgestimmt ist.

Behandlung und Therapie

Steht fest, um welche Art von Ekzem es sich handelt, wird sofort mit der Behandlung begonnen. Sind die Auslöser für das Ekzem bekannt, so gilt es, diese zu vermeiden und Produkte, die dazu geführt haben, zu wechseln. Die Haut ist bei Betroffenen besonders empfindlich und benötigt Schutz und sanfte Pflege. Wirkstofffreie Salben oder Ölbäder eigenen sich besonders gut für die Haut.

Eine Selbstbehandlung ist durch die vielen frei verkäuflichen Produkte in der Apotheke durchaus möglich. Zur Hautpflege werden Präparate mit Zinkoxid und Lebertran verwendet. Um den Juckreiz zu lindern, wird eine Salbe mit dem Inhaltstoff Benzocain oder mit Harnstoff verwendet. Salben mit Kamille haben eine entzündungshemmende Wirkung und eignet sich vor allem für inbfizierte Wunden.

Bei einer Behandlung durch den Arzt wird eine Kombination aus Entzündungshemmer und Mittel zur Bekämpfung des Juckreizes verschrieben. Leidet der Patient an Neurodermitis, so wird zusätzlich eine Zinkschüttelmixtur angewendet. Die vom Arzt verschrieben Medikamente sind rezeptpflichtig und nach genauer Dosierung anzuwenden. Die Naturheilkunde hat sich ebenfalls stark zur Behandlung von Ekzemen bewährt, obwohl der Nachweis der Wirkung sehr schwer nachvollziehen lässt.



Vorbeugung

Um der Entstehung von Ekzemen vorzubeugen, sollte zum Waschen anstatt Seife eine milde Waschlotion verwendet werden und die Haut anschließend eingecremt werden. Nach dem Waschen soll die Haut gepflegt werden und mit fettigen Produkten wird sie vor dem Austrocknen bewahrt. Bei der Verwendung von reizenden Stoffen ist es ratsam, Handschuhe zu tragen. Sollten Auslöser bekannt sein, so sollten diese unbedingt gemieden werden.

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