Muttermal juckt

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. Oktober 2016
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Ein juckendes Muttermal muss nichts Dramatisches bedeuten. Im Auge behalten sollten Betroffene es dennoch. Wenn ein Muttermal über längere Zeit juckt, kann dies auf ein Ekzem oder einen Hautkrebs hinweisen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist wenn das Muttermal juckt?

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Medikamente gegen: Juckreiz

Ein Muttermal unterscheidet sich vom Leberfleck durch die Größe, Farbe und Form. Ein sogenannter Pigmentnävus sollte nicht jucken. Fachärzte sprechen bei Juckreiz an einem Muttermal auch von einem „Pruritus cum materia“. Die Ansammlung pigmentbildender Hautzellen kann angeboren sein oder erst später im Leben entstehen. Wenn ein Muttermal juckt, definiert man es als potenziell gefährlich. Das gutartige Muttermal kann entarten. Wenn das Muttermal juckt, kann dass ein Hinweis auf ein malignes Melanom sein.

Ursachen

Die Ursachen für ein juckendes Muttermal sind medizinisch abzuklären. Insbesondere wenn bei einem juckenden Muttermal Veränderungen in Farbe und Form festgestellt werden, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Blutende oder nässende Muttermale bedürfen ebenfalls der ärztlichen Konsultation. Wenn das Muttermal juckt, können die Ursachen harmloser Natur sein. Es muss aber ausgeschlossen werden, dass es zu einer bösartigen Hautveränderung gekommen ist. Wenn ein Muttermal juckt und Begleitsymptome wie Stechen, Nässen oder Brennen zusätzlich auftreten, sollten die Ursachen abgeklärt werden.

Häufig ist der Juckreiz an einem Muttermal ein Warnzeichen für einen schwarzen Hautkrebs. Ein harmlos aussehendes Muttermal kann durch eine schnelle Metastasierung lebensgefährlich werden. Als häufigste Ursache für die Entartung des Muttermals sind starke Sonneneinstrahlung oder häufige Benutzung von Sonnenbänken zu nennen. Weitere Ursachen sind in einem anfälligen Immunsystem, familiären Vorbelastungen, Krebserkrankungen an anderer Stelle oder Reparaturstörungen im genetischen System zu nennen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Einen Teil der Diagnose kann der Betroffene nach der sogenannten ABCDE-Regel selbst treffen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit der Malignität ist, kann man anhand der Asymmetrie des Muttermals feststellen. Die Überprüfung der Begrenzungen gibt ebenfalls Aufschluss. Sollte das juckende Muttermal plötzlich fransig statt glattrandig sein, ist Vorsicht geboten. Das C in der ABCDE-Regel steht für "Colorierung", also Einfärbung. Hat die Farbe sich verändert, ist ein Arztbesuch anzuraten.

Der Durchmesser eines Muttermals kann im Alter, aber auch durch eine Entartung zunehmen. Wirkt das juckende Muttermal plötzlich erhaben oder blutet es, addiert sich das zu den erhobenen Daten. Die endgütige Diagnose trifft der Hautarzt. Ein Dermatologe sollte Muttermale ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig zur Beschau unter dem Auflichtmikroskop vorgeführt bekommen.

Die Früherkennung potenzieller Krebsverursacher ist wichtig. Ein Muttermal das juckt und weitere Risikofaktoren auf sich vereint, wird sicherheitshalber chirurgisch entfernt. Das Entfernen eines verdächtigen Muttermals per Laser wird vermieden. Es erschwert die Diagnostik. Eine Laboruntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob das juckende Muttermal gefährlich war. Wie der weitere Verlauf ist, entscheidet sich nach der Diagnose.

Behandlung und Therapie

Behandlung und Therapie eines juckenden Muttermals richten sich nach der Erkrankungsursache. Handelt es sich bei dem juckenden Muttermal um nicht behandlungsbedürftige Hauttrockenheit oder mechanische Reizungen, klingen diese meist von alleine ab. Musste das juckende Muttermal vorbeugend entfernt werden, ist nur eine Wundversorgung nötig.

Wenn ein Muttermal juckt, kann es sich um ein Hautkrebs-Frühstadium handeln. Daher ist es wichtig, dass der Patient nicht selbst daran herummanipuliert. Da der Dermatologe wegen der hohen Streuungsgefahr auf eine Biopsie verzichten muss, schickt er das entfernte Muttermal an ein Labor. Erweist sich die Krebsdiagnose als korrekt, sind als nächstes die Lymphknoten zu untersuchen.

Behandlung und Therapie richten sich ebenfalls nach der Diagnose. Falls das juckende Muttermal sich als harmlose Hautreizung erwiesen hat, kann eine Fettcreme den Juckreiz mildern. Bei einem Ekzem muss gegebenenfalls mit Kortison-Salben behandelt werden. Wurden aber bei der mikroskopischen Labor-Untersuchung krebsverdächtige Zellen entdeckt, sieht es anders aus. Hier müssen weitere Parameter in Betracht gezogen werden, um die Therapie abzustimmen. Je nach Tumordicke, Hautkrebs-Typus, Tiefe der Narbe und Krebsstadium entscheidet sich der Arzt für die weitere Behandlung.

Eine gute Prognose haben sicherheitshalber im Frühstadium entfernte Muttermale, die gejuckt haben. Metastasierungen erleben vor allem jene juckenden Muttermale, die tief in die Haut hinein Krebszellen enthalten haben und erst spät als bösartig erkannt wurden. Maligne Melanome können unbemerkt Krebszellen in Organe oder an andere Hautstellen entsenden. Vor allem sind von einer Metastasierung das Gehirn, die Leber, die Lunge oder das Skelett betroffen. Schon deswegen sollte ein Betroffener mit einem Muttermal, das juckt, nicht lange mit dem Arztbesuch warten. Je mehr Zeit für eine Metastasierung ein juckendes Muttermal mit Krebszellen hat, desto hoffnungsloser ist die Prognose.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung gegen ein Muttermal kann ein Mensch nichts tun. Gegen seine Entartung aber sehr wohl. Um die Entstehung bösartiger Zellveränderungen auszuschließen, ist vor allem Schutz vor UV-Strahlung zu suchen. Ungeschützte Sonnenbäder und regelmäßige Aufenthalte auf der Sonnenbank sind zu meiden. Die Meidung der Mittagssonne und das Einreiben mit Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor stellen gute Schutzmaßnahmen bei juckenden Hautveränderungen dar. Vor allem Kinder sollten immer vor UV-Strahlung geschützt werden.

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