Muttermal blutet

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. April 2015
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Wer ein blutendes Muttermal entdeckt, erschrickt erstmal. Die meisten Menschen sind von einigen Muttermalen übersät. Während manche schon bei der Geburt existieren, erscheinen andere erst später. Die Muttermale können sich im Laufe des Lebens verändern und auch eine Quelle für schwerwiegende Krankheiten darstellen. Ein Warnzeichen stellt insbesondere eine plötzlich auftretende Blutung dar.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein blutendes Muttermal?

Muttermale bestehen aus Ansammlungen von bestimmten Zellen. Sie sind gutartige Wucherungen von pigmentbildenden Zellen. Diese sind durch die Abgabe von Melanin dafür verantwortlich, dass sich die Haut unter Sonneneinstrahlung verfärbt.

Die Zellen sind im gesamten Körper vorhanden, ebenfalls in den Schleimhäuten. Nicht angeborene Muttermale entstehen durch Sonneneinstrahlung sowie die erbliche Veranlagung. Muttermale weisen unterschiedliche Formen, Farben und Größen auf. Blutende Muttermale sind meistens Zeichen mechanischer äußerlicher Einwirkungen, sie können jedoch ebenso tiefliegendere Krankheiten repräsentieren.

Ursachen

Ein Muttermal kann durch Verletzungen anfangen zu bluten, wie zum Beispiel beim rasieren. Die Wundheilung verläuft dann normalerweise wie an jeder anderen Stelle des Körpers. Mit der Zeit erneuern sich die Zellen und die Wunde wächst wieder zusammen. Manchmal wirken die Blutungen eines verletzten Muttermals antiproportional zu der bestehenden Wunde. Nach der Schorfbildung hört die Blutung jedoch auf. Schwerwiegender sind Muttermale, die bluten, weil sie bewusst aufgekratzt wurden.

Juckende Muttermale können ein Hinweis darauf sein, dass ein schwarzer Hautkrebs besteht. Dann wird die Blutung des Muttermals nicht explizit beobachtet, sondern dem Juckreiz zugeschrieben. Kommt es ohne Juckreiz dazu, das ein Leberfleck unerwartet anfängt zu bluten, kann dies ebenfalls ein Warnzeichen für eine Entartung und das eventuelle Entstehen bösartiger Tumore sein. Insbesondere, wenn Farbe und Form sich verändert haben sowie stechende Schmerzen oder ein Brennen vorliegt, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Bei der Diagnose eines entarteten Muttermals hilft bereits ein Schema, dass sich zu Hause anwenden lässt. Mit der ABCDE-Regel kann die Ursache einer Blutung eingeschätzt werden. Hier wird das betroffene Muttermal auf seine Asymmetrie, Begrenzung, Farbe, Durchmesser und Entwicklung untersucht. Als auffällig gelten unregelmäßige Formen mit fransigen Rändern, einer veränderten Farbe sowie einer Größe von über 6 Millimetern.

Zu der Entwicklung gehören die Blutung und der eventuelle Juckreiz. Je mehr Punkte auf den Leberfleck zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine bösartige Ursache vorliegt. Aber auch wenn neben der Blutung keine weiteren Anzeichen existieren, ist es ratsam, nicht darauf zu verzichten, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ärzte können das Muttermal durch Unterstützung eines Auflichtmikroskops präzise untersuchen und beurteilen. Darüber hinaus wird nicht nur die betroffene Stelle begutachtet, sondern der gesamte Körper. Mit Fotos wird die Erscheinung der Leberflecke festgehalten, um eventuelle Veränderungen bei der nächsten Untersuchung genau erkennen zu können. In rund 25 Prozent der Fälle entstehen Melanome aus einem Muttermal.

Behandlung und Therapie

Muttermale, die aufgrund einer Verletzung bluten, bedürfen keiner weiteren Behandlung. Im Rahmen der natürlichen Wundverheilung des Körpers stellt dieser gesunde Zellen her und stoppt die Blutung. Treten Blutungen grundlos auf oder in Folge intensiven Kratzens wegen dem Bestehen eines Juckreizes, so muss das Muttermal jedoch behandelt werden. Normalerweise werden keine konservativen Methoden angewendet, sondern der Leberfleck gleich entfernt. Dies geschieht auch, wenn es dem Arzt nicht möglich ist, sich ein eindeutiges Urteil über das Muttermal zu bilden.

Vor der Operation wird keine Gewebeprobe entnommen, da diese das Risiko erhöht, dass der eventuelle Tumor in Blutbahn oder Lymphflüssigkeiten streut. Normalerweise wird die Operation stationär vorgenommen. Der Patient erhält eine lokale Betäubung. Anschließend wird das Muttermal aus der Körperstelle gelöst, wobei der Arzt darauf achtet, alle Hautschichten zu erreichen. Befindet sich das Muttermal im Gesicht, kann die Verwendung eines Mikroskops während der Operation dabei helfen, die zurückbleibende Narbe auf ein Minimum zu reduzieren.

Nach der Entfernung des Muttermals wird dieses im Labor präzise untersucht, um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Tumor handelt. Eine weitere Methode, ein Muttermal zu entfernen, stellt die Behandlung mit Lasern dar. Es bleiben zwar weniger Narben zurück, gleichzeitig kann der Leberfleck aber nicht mehr weiter untersucht werden, weil er während der Therapie verbrennt. Aus diesem Grund wird in nur sehr wenigen Fällen gelasert.

Ein blutendes Muttermal muss nicht unbedingt ein Tumor sein. Entpuppt es sich dennoch als bösartig, sind die Heilungschancen bei einer früheren Diagnose hoch. Gleichzeitig muss dann kontrolliert werden, ob es bereits zu einer Streuung gekommen ist. Diese liegt vermehrt bei Muttermalen vor, die bis in untere Hautschichten vordringen.

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Vorbeugung

Blutende Muttermale lassen sich nicht vollständig vorbeugen, da auch die erbliche Veranlagung eine Rolle spielt. Dennoch versprechen einige Präventivmaßnahmen Erfolg. Zu diesen gehört die Vermeidung von Sonnenbränden, insbesondere im Kindesalter.

Neben dem regelmäßigen Auftragen von Sonnenschutzcreme sollte eine starke Mittagssonne vermieden werden. Vorallem Kinder sollten sich vermehrt im Schatten aufhalten und auf das T-Shirt auch während des Schwimmens nicht verzichten. Der Gang ins Solarium ist nicht zu empfehlen. UV-Strahlen sind einer der am weitesten verbreiteten Faktoren, die zur Entstehung von Hautkrebs beitragen.

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