Muskelverhärtung in der Schulter

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. April 2015
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Muskelverhärtungen sind eine verbreitete Beschwerde. Falls sie in den Schultern auftreten, gehen sie mit starken Schmerzen einher. Diese können über den Nacken sogar in die Arme und Hände ausstrahlen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Muskelverhärtung in der Schulter?

In medizinischen Kreisen wird eine Muskelverhärtung als Myogelose bezeichnet. Abhängig von der betroffenen Muskulatur geht sie mit unterschiedlichen Ursachen und Folgen einher. In der Schulter ist die Myogelose eine verbreitete Erscheinung. Konkret handelt es sich um eine Verhärtung der Muskelfasern.

Die Verhärtung nimmt die Form eines Knotens an und kann bereits mit den Fingern ertastet werden. Mit der Verhärtung wird die Durchblutung der Muskulatur beeinträchtigt. Dies kann eine anhaltende Entzündung zur Folge haben. Ein Abwehrmechanismus bewirkt schließlich, dass die Anspannung der Muskulatur weiter ansteigt. Die selbstverstärkende Wirkung verschärft die Beschwerde.

Ursachen

In der Schulter kann eine Muskelverhärtung durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. In vielen Fällen kann die Myogelose auf eine Überbelastung der betroffenen Muskelgruppen zurückgeführt werden. Hier können belastende Arbeitsabläufe im Beruf oder im Sport herangezogen werden.

Allerdings wird die Myogelose bereits durch eine Fehlhaltung von Kopf und Nacken begünstigt. Daher ist es insbesondere beim Sitzen und Liegen wichtig, auf eine komfortable Kopfhaltung zu achten.

Darüber hinaus spielt die Liegeposition im Schlaf eine wichtige Rolle. Optimalerweise sollte die Rückenlage eingenommen werden, um die Schulter- und Nackenmuskulatur zu entlasten. Dagegen kann das seitliche Liegen zu einer Muskelverspannung führen. Langfristig entwickelt sich schließlich eine Muskelverhärtung.

Im Übrigen kann die Myogelose auch durch psychische Einflussfaktoren begünstigt werden. Forscher haben erkannt, dass Muskelverhärtungen in Depressions- und Angstphasen zunehmen. Zuletzt kann eine Muskelverhärtung mit einem Bewegungsmangel zusammenhängen. Ununterbrochenes Sitzen und Liegen führt zu einer Stoffwechselveränderung in der Schultermuskulatur. Diese ist wiederum der Auslöser einer Muskelverhärtung.

Krankheiten mit Muskelverhärtungen

Diagnose

Wenn die Myogelose mehrere Tage oder sogar Wochen anhält, sollte ein Arzt konsultiert werden. Allgemeinmediziner und Orthopäden sind die richtigen Ansprechpartner. Die Untersuchung beginnt mit einer Anamnese, in der die Symptome der Muskelverhärtung dokumentiert werden. Daraufhin wird die Anamnese durch einen Tastbefund ergänzt. Falls eine Muskelverhärtung besteht, kann sie der Arzt als kleinen Knoten lokalisieren. Dieser ist druckschmerzhaft und lässt sich leicht verschieben. In der Regel genügt der Tastbefund zur hinreichenden Diagnose der Myogelose.

Im Zweifelsfall kann die Untersuchung durch den Ultraschall, die Computertomographie und ein MRT ergänzt werden. So können bösartige Erkrankungen ausgeschlossen werden. Zuletzt gelingt es mit einer Blutuntersuchung, eine Stoffwechselerkrankung auszuschließen. In einem abschließenden Gespräch versuchen Arzt und Patient schließlich, den Auslöser der Muskelverhärtung zu finden. Dazu fragt der Arzt nach möglichen Belastungen in der Arbeit und der Freizeit. Ferner erkundigt er sich über die präferierte Liegeposition und die psychische Verfassung seines Patienten.

Behandlung und Therapie

Zu Beginn der Behandlung ist es wichtig, den Auslöser zu meiden. Handelt es sich um eine sportliche Tätigkeit, sollte die Intensität und Dauer des Trainings reduziert werden. Gewöhnlich lässt eine Muskelverhärtung nach einigen Stunden oder Tagen nach. Allerdings gibt es Techniken, um die Entspannung zu unterstützen. Beispielsweise kann eine Dehngymnastik durchgeführt werden. Diese regt die Entspannung der betroffenen Muskulatur an. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schmerzgrenze nicht überschritten wird.

Ferner leisten warme Bäder und Aufenthalte in der Sauna eine Abhilfe. Statt eines Bades oder eines Saunabesuches können wärmende Umschläge verwendet werden. Fertige Umschläge können auch in der Apotheke erworben werden. Sie wärmen die Schultern über einen Zeitraum von mehreren Stunden. Dies kann durch eine abschließende Dehngymnastik abgerundet werden. Alternativ hilft eine lokale Massage.

Anbei können entzündungshemmende Salben eingesetzt werden. Die sogenannten Antiphlogistika können in der Apotheke rezeptfrei erworben werden. In schweren Fällen verschreibt der behandelnde Arzt ein Muskelrelachsant. Des Weiteren haben Untersuchungen ergeben, dass die Einnahme von Magnesiumpräparaten die Entspannung der Schultermuskulatur fördert. Im Übrigen können diese auch als vorbeugende Maßnahmen verwendet werden. Zuletzt ist es wichtig, für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. So kann der Salzhaushalt ausgeglichen werden, was das Abklingen der Verhärtung begünstigt.

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Vorbeugung

Mit einigen Maßnahmen ist es möglich, einer Muskelverhärtung vorzubeugen. Im Sport ist es beispielsweise wichtig, auf ein ausreichendesAufwärmtraining zu achten. So wird die Muskulatur auf die anschließende Belastung vorbereitet.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, nach dem Training Dehnübungen durchzuführen. Auch sollte eine winddichte Sportkleidung getragen werden. Sie schützt den Körper vor einer Abkühlung. Wärme ist ein wichtiger Faktor, da sie die Durchblutung der Schultermuskulatur fördert.

Bei der Vorbeugung sollte ferner auf eine komfortable Sitz- und Liegehaltung geachtet werden. Dies spielt vor allem bei der Bildschirmarbeit eine wichtige Rolle. Generell sollte sich der Bildschirm auf Augenhöhe befinden, während die Ellbogen sanft auf dem Tisch anliegen.

Des Weiteren kann einer Muskelverhärtung mit Massagen und mit der Wärmebehandlung vorgebeugt werden. Diese führen zur Entspannung und Stresslinderung. Zuletzt ist es wichtig, einen Magnesiummangel zu vermeiden. Unter Umständen können Magnesiumtabletten als Ergänzungsmittel eingenommen werden. Anbei empfiehlt es sich, pro Tag mindestens zwei Liter Wasser zu trinken.

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