Mittelfußbruch

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. November 2016
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Bei einem Mittelfußbruch kommt es zu einer Fraktur des Mittelfußknochens. Diese Verletzung wird zumeist durch Unfälle oder sportliche Aktivitäten hervorgerufen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Mittelfußbruch?

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Bei den Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia) handelt es sich um fünf einzelne Knochen, die sich zwischen den Zehen und der Fußwurzel befinden. Kommt es zu einer Fraktur eines oder mehrerer dieser Knochen, ist von einem Mittelfußbruch die Rede. Mediziner sprechen auch von einer Metatarsalfraktur oder einem Metatarsalbruch. Rund ein Drittel sämtlicher Fußbrüche sind Mittelfußfrakturen.

Ursachen

Verursacht wird ein Bruch des Mittelfußknochens in den meisten Fällen durch Unfälle. Dabei kann dem Betroffenen beispielsweise ein schwerer Gegenstand auf den Fuß fallen. Aber auch Sportler wie Laufsportler sind nicht selten von Mittelfußfrakturen betroffen, was insbesondere für Leistungssportler gilt. Als weitere mögliche Ursache kommen Quetschungen infrage, die den Bruch eines Mittelfußknochens zur Folge haben.

Bei den Ursachen gilt es, zwischen unterschiedlichen Bruchformen zu unterscheiden. Wird die Fraktur durch übermäßige Belastung des Fußes hervorgerufen, handelt es sich um eine sogenannte Stressfraktur bzw. einen Ermüdungsbruch. Dieser entsteht mitunter aber auch durch eine komplexe Fußfehlstellung, verbunden mit einer unentwegten Überlastung des Vorderfußes. Gefährdet für eine Stressfraktur sind zudem Menschen, die unter Osteoporose (Knochenschwund) leiden.

Zu einer Fraktur des Mittelfußes kann es auch durch eine Überbelastung des äußeren Fußrandes kommen. Der Bruch wird dann durch das Umknicken mit dem Fuß auf die Außenseite verursacht. Besonders betroffen davon ist der fünfte Mittelfußknochen, an dessen Basis die Fraktur auftritt. Mediziner sprechen in solchen Fällen von einer Jones-Fraktur. Schließlich ist auch ein Bruch des Mittelfußknochens durch einen Sturz aus großer Höhe möglich. Ebenso kann eine Fraktur durch das Überrollen des Fußes durch ein Auto auftreten. Dabei kommt es häufig zu Ausrissen der Gelenkkapseln sowie Ausrenkungen und Gelenkzerstörungen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome eines Mittelfußbruchs:

Ein typisches Symptom bei einem Bruch des Mittelfußknochens ist die Unfähigkeit des Patienten, mit dem betroffenen Fuß aufzutreten. Dadurch kommt es wiederum zu erheblichen Bewegungseinschränkungen. Des Weiteren verursacht der gebrochene Knochen starke Schmerzen und geht mit einer Schwellung einher. Im Falle eines Überlastungssyndroms verspüren die Patienten oftmals Schmerzen im Fuß, ohne jedoch sagen zu können, durch welches Ereignis die Beschwerden ausgelöst wurden.

So zeigen sich Ermüdungsbrüche nicht selten bei langen Wanderungen oder beim Joggen. Begleitet wird ein Ermüdungsbruch häufig durch starke Schmerzen beim Stehen oder Laufen, Einblutungen und das Anschwellen des Fußes. In den meisten Fällen ist der Verlauf einer Mittelfußfraktur positiv. So lassen sich die unterschiedlichen Bruchformen meist gut behandeln und die Abheilung findet in der Regel ohne größere Probleme statt. Nur selten treten Infektionen auf.

Diagnose

Zu Beginn der Diagnostik erkundigt sich der Arzt danach, wie es zu dem Mittelfußbruch kam. Anschließend unterzieht er den Fuß einer gründlichen Untersuchung. Als deutliche Hinweise für eine Fraktur gelten Schmerzen, eine Schwellung und Einblutungen. Außerdem lässt sich der Fuß nur sehr wenig oder sogar überhaupt nicht belasten. Zur Absicherung der Diagnose kann der Arzt eine Röntgenuntersuchung vornehmen. Anhand der Röntgenaufnahmen beurteilt der Mediziner die Frakturlinien sowie die Stellungen der Gelenke.

Liegen spezielle Fragestellungen vor, lässt sich zudem eine Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT) durchführen. Dabei schätzt der Arzt auch ein, ob ein chirurgischer Eingriff erfolgen muss.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung eines Mittelfußbruches kann sowohl auf konservative als auch chirurgische Weise stattfinden. Für die Behandlung eines Ermüdungsbruches kommen in der Regel konservative Therapiemethoden zur Anwendung. In deren Rahmen wird der Patient für einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen in einem Gips oder Gipsstiefel ruhiggestellt. Zur Entlastung des Fußes kann er auch Unterarmgehstützen erhalten. Außerdem werden abschwellende Behandlungsmaßnahmen ergriffen. Dazu gehört u. a. eine Lymphdrainage.

Eine Operation kann nötig sein, wenn die geschädigten Knochen nur langsam heilen oder sich verschoben haben. Durch den chirurgischen Eingriff bringt der Operateur den Bruch in die richtige anatomische Position. Bei einem Basisbruch des fünften Mittelfußknochens erhält der Patient oftmals ein Schraubenimplantat, wenn zwei Knochenfragmente vorliegen. Das Einsetzen erfolgt durch einen minimal-invasiven Hautschnitt.

Dann führt der Chirurg via Röntgenkontrolle einen Draht in den Knochenschaft ein und bringt die Knochenfragmente wieder in ihre korrekte Lage zueinander. Mithilfe des Drahtes dreht der Arzt eine Schraube in den Schaft hinein. Auf diese Weise kann die Fraktur problemlos ausheilen. Außerdem erfolgt eine sechswöchige Ruhigstellung des Fußes. Liegt ein Trümmerbruch vor, führt der Operateur eine offene Plattenosteosynthese durch. Dabei fügt er die einzelnen Knochenfragmente Teil für Teil wieder zusammen.

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Vorbeugung

Da Mittelfußfrakturen häufig im Rahmen des Laufsports vorkommen, wird den Sportlern empfohlen, ihrer Verletzungsanfälligkeit vorzubeugen. Dazu ist es ratsam, Rücken-, Gesäß- und Bauchmuskulatur entsprechend zu stärken. Auch das Aufwärmen vor dem Laufen ist überaus wichtig, denn auf diese Weise können sich die Muskeln an die Belastungen gewöhnen.

Menschen, die unter Gleitwirbeln, einer Hüfterkrankung, erheblichen Knorpelschäden sowie ausgeprägten X-Beinen oder O-Beinen leiden, sollten auf intensiven Laufsport lieber verzichten, um Verletzungen am Mittelfuß zu vermeiden.

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