Milz Schmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. Juni 2016
Gesundpedia.deSymptome Milz Schmerzen

Die Milz ist ein Organ, welches verschiedene Funktionen im Körper erfüllt. Durch eine ganze an Erkrankungen oder eine falsche Lebensweise können Milz-Schmerzen bedingt sein. Die Milz-Schmerzen weisen darauf hin, dass die Milz ihre Aufgaben nicht mehr in vollem Umfang ausüben kann.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Milz Schmerzen?

Bei den Milz-Schmerzen handelt es sich vorrangig um solche Beschwerden, die sowohl akut und plötzlich als auch dauerhaft und stetig wiederkehrend auftreten können. Die Schmerzen in der Milz werden von den Betroffenen häufig als stechend und mehr oder weniger intensiv geschildert.

Die Lokalisation des Milz-Schmerzen ist vorwiegend im Bereich des Unterbauchs. Darüber hinaus können diese Auffälligkeiten in die obere Bauchregion ausstrahlen. Bei kolikartigen Milz-Schmerzen sind diese häufig bis in die linke Schulterpartie zu merken.

Anatomie (Aufbau) der Milz.

Ursachen

Obwohl die Milz ein nur mittelgroßes Gebiet beansprucht, können die Milz-Schmerzen jedoch recht heftig werden. Die kausalen Zusammenhänge der Milz-Schmerzen sind meist bei einem Verschluss der Blutgefäße zu suchen, welche durch die Milz hindurch führen.

Des Weiteren sind Ursachen für die Milz-Schmerzen entzündliche Prozesse, die sich in der Kapsel der Milz manifestiert haben oder ganz spezifische Infektionen. Zu diesen gehört zum Beispiel das Pfeiffersche Drüsenfieber. Krankheiten des Stoffwechselsystems, ein Riss der Milz durch ein Trauma oder eine andere mechanische Einwirkung sowie in der Milz angesiedelte Tumore können ebenfalls Milz-Schmerzen bedingen.

In Europa eher selten auftretende Infektionen sind gleichermaßen dafür bekannt, dass diese Erkrankungen mit den klassischen Milz-Schmerzen einhergehen. Bei der Malaria bilden die Schmerzen in der Milz beispielsweise einen Symptomkreis.

Darüber hinaus diagnostizieren die Mediziner als Ursache für Milz-Schmerzen unter Umständen eine durch Rheuma verursachte Arthritis, einen Stauungsvorgang in der Milz oder einen sogenannten systemischen Lupus erythematodes, eine seltene Autoimmunkrankheit. Erkrankungen der erythrozytären Bestandteile des Blutes wie die Sichelzell- oder die Thalassämie tragen ebenfalls zu Schmerzen der Milz bei.

Symptome und Verlauf

Die Symptome, welche die Milz-Schmerzen begleiten, sind in jedem individuellen Fall abhängig von der zugrunde liegenden Ursache oder Erkrankung. Die Patientinnen oder Patienten klagen über die bereits dargestellten, teilweise heftigen Schmerzen und kommen meist in gekrümmter Körperhaltung zum Arzt. Neben den Milz-Schmerzen tritt manchmal eine durch die Zunahme des Volumens des Organs ausgelöste Schwellung auf oder die Betroffenen leiden unter Fieber. Abgeschlagenheit, Blässe der Haut, Kraftlosigkeit und/oder Müdigkeit ergänzen manchmal die Milz-Schmerzen. Außerdem können sich die Milz-Schmerzen in unterschiedliche Richtungen ausbreiten, bleiben jedoch in der Mehrheit auf den oberen oder unteren Bauchraum und unter den linken Rippenbogen begrenzt.

Diagnose

Bei gesundheitlichen Beschwerden, die im Verdacht stehen, von der Milz zu kommen und durch Milz-Schmerzen auffällig werden, sollte ein Facharzt zu Rate gezogen werden. Neben der Kenntnisnahme der von den Patientinnen und Patienten geschilderten Krankheitszeichen führt der Arzt zu Beginn der Diagnostik eine Abtastung des Ober- und Unterbauches vor. Das ist nicht nur sinnvoll, um die Region und die Stärke der Schmerzen genau feststellen zu können, sondern auch um Vergrößerungen der Milz zu erkennen.

Da die Milz-Schmerzen nicht immer von einer Volumenzunahme des Organs begleitet sind, muss eine zusätzliche Diagnostik vorgenommen werden. Diese basiert normalerweise auf dem Einsatz empfindlicher und präzise arbeitender bildgebender Verfahren. Die Betroffenen werden mit Ultraschallgeräten oder mit der Kernspin- oder Computertomografie-Verfahren untersucht. Zusätzlich dazu werden die festen und flüssigen Bestandteile des Blutes auf verschiedene Parameter im Labor getestet.

Behandlung und Therapie

Für die Therapie von Milz-Schmerzen stehen den Mediziner bewährte moderne und traditionelle Möglichkeiten zur Verfügung. Diese sind sowohl ein Teil der Naturheilkunde als auch der Schulmedizin.

Zu den konventionellen Behandlungen, welche die Schulmediziner bei einer sicheren Diagnose der Milz-Schmerzen einsetzen, zählen die verordneten Medikamente und invasive Eingriffe, welche in der Regel eine Entfernung der Milz beinhalten.

Die letztgenannte Variante wird dann geplant, wenn die Milz vergrößert ist oder mit einem Tumorwachstum in Verbindung steht. Ein Vorteil dieses Organs ist, dass es zwar wichtige Aufgaben erfüllen kann, aber nicht zu den lebenswichtigen Teilen des Körpers gehört. Deshalb können Menschen auch ohne Milz leben.

Je nachdem, welche ursächlichen Auslöser für die Milz-Schmerzen verantwortlich sind, werden diese Grunderkrankungen behandelt. Wirkungsvoll sind in diesem Zusammenhang meist Medikamente, die sowohl schmerzlindernde als auch entzündungshemmende Effekte mit sich bringen. Auch verschiedene Arzneistoffe, welche gegen Stoffwechselerkrankungen eingesetzt werden, können eine Linderung der Beschwerden bewirken.



Vorbeugung

Um Milz-Schmerzen vorzubeugen, ist eine gesunde Lebensweise mit einem besonderen Augenmerk auf eine ausgewogene Ernährung empfehlenswert. Darüber hinaus kann ausreichend körperliche Bewegung den Kreislauf in Schwung halten und somit einem Verschluss von Blut führenden Gefäßen in der Milz vorbeugen. Dadurch unterbleiben wiederum die Milz-Schmerzen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

gabrielle kommentierte am 06.07.2015 um 20:54 Uhr

Ich habe seit Jahren immer wieder Schmerzen unter dem linken Rippenbogen. Diese sind krampfartig, wie eine Kolik und ich habe immer geglaubt, dass es etwas mit dem Magen zu tun hat. Also dass das Essen Schuld ist, das ich nicht vertrage. Denn die Schmerzen treten ca. 1 h nach der Nahrungsaufnahme auf und bleiben ca. 4-8 Stunden, enden meist, wenn ich Stuhlgang hatte. Kein Arzt konnte mir bis jetzt helfen. Die Nahrungsmittel die ich bedenkenlos zu mir nehme werden immer weniger. Vor allem rohes Gemüse, alle Arten von Früchten, eiweißhaltige Lebensmittel, Käse, Fleisch und Eier machen Probleme. Wäre es möglich, dass gar nicht der Magen die Ursache ist, sondern die Milz? Ich habe wieder diese Schmerzen und nachgeschaut welches Organ sich am Schmerzpunkt befindet und das ist die Milz. Kann es sein, dass die sich irgendwie entzündet, wenn ich etwas esse? Mir ist bewusst, das die Frage komisch klingt. Aber so fühlt sich Schmerz an. Zudem kommen Hitzewallungen. Ich bin weiblich, 52 Jahre alt. PS.: Ich wurde vor 30 Jahren oft in die Magengegend geschlagen, vielleicht ist die Milz etwas kaputt gegangen?

Heidi kommentierte am 10.12.2015 um 12:19 Uhr

Bei mir fingen diese Schmerzen unterm linken Rippenbogen erst an, nachdem ich Krankengymnastik hatte. Ich renne den ganzen Tag mit einem Körnerkissen durch die Gegend und es wird nicht besser. Der Schmerz bleibt! Ich habe gegoogelt und bin auf diese Seite gestoßen und denke mir mittlerweile auch, dass es sich bei mir um die Milz handelt. Ich kann viele Nahrungsmittel nicht vertragen, heißt, seit gut einer Woche habe ich eine Abneigung überhaupt zu essen. Bei mir strahlen die Schmerzen bis in die Schultergegend aus, wobei ich dachte, es handelt sich hierbei um eine Verspannung (deswegen erhielt ich auch Krankengymnastik). Ich werde einen Arzt aufsuchen und mich mal durchchecken lassen, denn die hier beschriebenen Symptome kommen meinen sehr ähnlich aber niemand dachte bisher an die Milz. Aber vielleicht beruhen darauf auch meine anderen Einschränkungen: teilweise Fieber, ständige Müdigkeit, sich einfach nichts mehr gewachsen zu fühlen und zu resignieren, da man am täglichem Leben kaum teilnehmen kann. Danke für diese hilfreiche Seite.

Speedy kommentierte am 11.07.2016 um 11:18 Uhr

Ich leide seit über 5 Jahren an Schmerzen im Bereich des linken Rippenbogens, ausstrahlend auf Magen und Darm sowie in die Muskulatur der Wirbelsäule und der linken Schulter. Auch meine Verdauung ist beeinträchtigt. Grundschmerzen sind immer da, werden aber in Schüben schlimmer. Es wurden bereits zig Untersuchungen durchgeführt wie Magen- und Darmspiegelung, Rheumatologie, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Orthopäde, Neurologie, Psychologe etc. Alles leider ohne Befund. Das Thema Milz habe ich bereits bei mehreren Ärzten angesprochen da bei einer Blutuntersuchung festgestellt wurde, dass ich am Eppstein-Barr-Virus erkrankt war. Darauf behandelt wurde ich aber nie. Leider konnte ich noch keinen Arzt davon überzeugen hier eine Untersuchung durchzuführen. Es wurde zwar ein Ultraschall gemacht, bei dem allerdings nur eine geringfügige Vergrößerung der Milz festgestellt wurde. Weitere Untersuchungen wurden abgelehnt mit der Begründung, dass jede Erkrankung der Milz mit deren Vergrößerung einhergeht. Ein anderer Arzt sagt mit sogar, dass die Milz gar keine Schmerzen verursachen kann. Dieser war übrigens Internist. Vielen Dank darum für die ausführlichen Informationen auf dieser Seite. Werde diese nun meinem Hausarzt übergeben um so vielleicht einen Schritt weiterzukommen.